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MASTURBATION

Höhepunkt der Peinlichkeit: wenn man beim Masturbieren erwischt wird

Wir haben Leute nach ihren schlimmsten und unangenehmsten Geschichten gefragt.

von Candace Bryan
28 Juli 2016, 7:00am

Foto: unsplash.com | CC0

Es gibt nur zwei Regeln beim Masturbieren: Benutz nichts, wovon du eine Infektion kriegen könntest und lass dich nicht erwischen. Auch wenn wahrscheinlich einige von uns, ihren Partner von Zeit zu Zeit dabei zusehen lassen, wie wir uns selbst befriedigen, aber es gibt wohl kaum eine Erfahrung, die so demütigend ist, wie wenn man von anderen beim Masturbieren erwischt wird.

Natürlich ist nichts falsch daran, zu masturbieren: Es macht Spaß, es ist gesund und es ist vollkommen natürlich! Doch der Grund, warum Selbstbefriedigung so viel Spaß macht, ist auch der, dass es etwas sehr intimes ist und wenn diese Intimität gestört wird, verwandelt sich das Happy End mit fast vollkommener Sicherheit in emotionalen Stress.

Wenn man an Geschichten von Leuten denkt, die beim Masturbieren erwischt worden sind, denkt man meistens zuerst an irgendwelche pubertären Jungs, tatsächlich sind diese wirklich unangenehmen Situationen aber nicht nur dem männlichen Teil der Bevölkerung vorbehalten. Und auch verschlossene Türen oder strategische Zeiteinteilung können einen nicht immer davor bewahren, dass Eltern oder Mitbewohner genau dann ins Zimmer platzen, wenn man sich gerade in orgiastischen Höhen befindet. Wir haben Leute nach ihren demütigendsten Masturbationserfahrungen gefragt.

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Martha*

Als ich das zweite Jahr in Princeton war, habe ich mir mal einen Tag für mich gegönnt. Das heißt, ich habe Essen bestellt und den ganzen Abend über immer wieder zum Vibrator gegriffen. Ich hatte ein Einzelzimmer, deswegen habe ich mir auch nicht allzu viele Sorgen über die Geräuschkulisse oder so gemacht. Etwas später bin ich auf eine Website gegangen, die damals ziemlich beliebt war—„Princeton FML"—und habe gesehen, dass jemand aus meinem Gebäude einen Beitrag gepostet hatte, in dem stand: „Das Mädchen von nebenan hört einfach nicht auf, mit ihrem Hitachi Magic Wand zu masturbieren. Wir können nicht mal in Ruhe kiffen. Sie hat ihn jetzt bestimmt schon sechs Mal benutzt. FML."

Ich benutze zwar nichts, was dem genannten Vibrator irgendwie nahe kommt, aber die Jungs von nebenan waren ziemlich bekannt für ihre Kifferrunden, deswegen war ich ziemlich sicher, dass sie über mich sprachen. Also habe ich einen anonymen Kommentar hinterlassen und gesagt: „Ich denke, das bin ich. Klopft einfach und ich werde von jetzt an leiser sein." Aber es gab immer ein paar Leute auf der Seite, die unbedingt herausfinden wollten, wer hinter solchen Kommentaren steckte und sie fanden ziemlich schnell raus, dass ich es war. Die „Tatsache", dass ich ein unersättlicher Hitachi-Nutzer war, hielt sich eine ganze Weile lang hartnäckig.

Emily

Egal wie sehr ich mich angestrengt habe, meinen Vibrator zu verstecken: Meine Mutter hat es immer irgendwie geschafft, ihn zu finden, wenn sie bei mir oder ich bei ihr zu Besuch war. Irgendwann habe ich ihn dann einfach draußen liegen lassen, um mir dieses ganze Getue von wegen „Ich tue so, als wäre es mir peinlich und als wäre ich überrascht, obwohl es eigentlich schon tausend Mal passiert ist" einfach zu sparen.

Ungefähr eine Minute nachdem ich fertig war, meinte mein Freund dann plötzlich: ‚Dir ist klar, dass ich nicht schlafe, oder?'

Jerry

Ich war 14 Jahre alt. Nach der Schule—so um 16:15 Uhr—bin ich in mein Zimmer gegangen und habe die Tür abgeschlossen, um mir einen Porno anzusehen, den ich über Torrent runtergeladen habe (so was hat man 2004 noch gemacht). Irgendwann klopfte meine Mutter wütend an die Tür. Ich rief: „Warte kurz!" Sie fragte: „Was machst du da drin?" Ich schrie wieder panisch: „WARTE KURZ!" Ich öffnete die Tür in Jogginghosen und dem flauschigen Bademantel, den sie mir genäht hatte, bevor sie herausfand, was für ein Bad Boy ich war. Meine Mutter sah mir in die Augen und SCHNUPPERTE. Ich dachte nur: „Was zur Hölle? Weiß meine Mutter, wie es riecht, wenn man wichst? Bekomme ich deswegen jetzt Ärger?"

Meine Mutter meinte: „Hier drin riecht es nach Marihuana." Ich hatte bis dahin weder Gras geraucht, noch bin überhaupt nur in der Nähe davon gewesen. Danach roch es also definitiv nicht. Vielleicht roch es nach Vaseline und pubertärer Verzweiflung, aber es roch ganz sicher nicht nach Marihuana. Irgendwann ist sie einfach wieder davongeschlichen. Meine ursprünglichen Pläne musste ich um ganze 12 Minuten verschieben, weil ich mich erst wieder sammeln musste.

Jess

Als ich noch ein kleines Kind war, wusste ich noch nicht, was das eigentlich bedeutet und habe einfach immer und überall angefasst. Einmal saß ich dabei in dem Sessel meiner Großmutter und mein Vater sagte mir, ich sollte das lassen—nicht hier und nicht jetzt! Das war mir ziemlich peinlich. Ich kann mich bis heute noch genau daran erinnern! Aber vermutlich war es auch eine gute Lektion.

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Beth

Einmal lag ich im Bett und habe einfach nur mit der Hand masturbiert, weil ich nicht schlafen konnte. Mein Freund lag neben mir und bewegte sich schon seit einer ganzen Weile nicht mehr, weshalb ich davon ausging, er würde schlafen. Wir haben eine Schaumstoffmatratze, deswegen habe ich mir auch keine Gedanken wegen der Geräusche oder der Bewegungen gemacht. Ungefähr eine Minute nachdem ich fertig war, meinte mein Freund dann plötzlich: „Dir ist klar, dass ich nicht schlafe, oder?"

Andrew

Vor langer, langer Zeit, als es noch so etwas wie einen „Familiencomputer" gab, hat mich meine Mutter dabei erwischt, wie ich zu einem Porno, den ich mir in einen geheimen Ordner über Kazaa runtergeladen hatte, masturbiert habe. Sie ist total erschrocken und hat auf der Stelle kehrtgemacht. Eine halbe Stunde später wollte sie sich dann mit mir hinsetzen, um darüber zu sprechen. Sie war ziemlich wütend, dass ich die Tür nicht abgeschlossen hatte und wollte, dass ich ihr erkläre, was ihr Sohn da machte, während er sich ein Video mit dem Titel MILF Hunter ansah. Außerdem wollte sie wissen, was denn eigentlich eine MILF sein sollte.


*Alle Namen wurden geändert.

Foto: unsplash.com | CC0

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