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"Touren ist wie Ernte": Schwarz-Weiß-Malen mit Trettmann

Nach dem Wahlkampf haben wir alle genug von Farben. Darum haben wir uns Trettmann vor seinem Wien-Gig gekrallt und uns von ihm straight sagen lassen, was gut und böse ist.
22.10.17
Foto von der Autorin

Es soll Menschen geben, für die Deutschrap und Trap nicht die Welt, auch nicht ein Viertel der Welt bedeutet, sondern für die all das nicht der neue Punk ist.Ich gehöre zu ihnen. Als mir aber im September jemand "Grauer Beton" zeigte, das erste Video von #DIY, dem wenig später erschienenen Album von Trettmann, hat sich meine Wahrnehmung ziemlich stark verschoben. In dem Video: Lyrische und wohltuend Ironie-befreite Texte, die von der Jugend im Plattenbau erzählen. Dazu feinste Beats und perfekt abgestimmte visuelle Ästhetik – alles fittet.

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Dass so ein Produkt nicht aus dem Nichts kommen kann, war klar. Trettmann und seine "Fam", das Berliner Kollektiv Kitschkrieg, mit der er das Album produziert hat, sind nämlich alles andere als neu im Geschäft. Vor dem Album wurden schon drei gemeinsame EPs gemacht. Nachdem ich auch die ganzen anderen Hymnen von #DIY in den letzten Wochen von morgens bis abends geblastet hab, war ich darüber sehr froh. Trettmann feiert Dancehall und Reggae-Riddims außerdem nicht erst seit 2014, sondern schon seitdem ich ungefähr zwei Jahre alt war und die Hälfte seiner Fans wahrscheinlich noch gar nicht geboren.

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