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The Future

Sophie und Jason haben es geschnallt, das Leben ist so gut wie vorbei. Es lohnt sich nicht mehr. 35. In fünf Jahren 40. 40 ist wie 50 und danach ist das Leben nur noch wie „Kleingeld“. Ihr wisst schon. Nervt nur und man kann sich nix Gescheites von...
22.2.11

Sophie und Jason haben es geschnallt, das Leben ist so gut wie vorbei. Es lohnt sich nicht mehr. 35. In fünf Jahren 40. 40 ist wie 50 und danach ist das Leben nur noch wie „Kleingeld“. Ihr wisst schon. Nervt nur und man kann sich nix Gescheites von kaufen. Für jemanden da sein? Eine Katze adoptieren? Verantwortung? Bäume pflanzen und die Welt retten? Sich einen technikbegabten Vaterersatz suchen, der alte Vorkriegs-Föhne repariert und seiner alten Dame von Ehefrau nach 62 Jahren immer noch schmutzige Gedichte schreibt? Eine Affäre anfangen mit einem sexgeilen Familienvater, der so weit an dir vorbei denkt, dass er dich tatsächlich fragt ob du an Seelenverwandtschaft glaubst? Sophie und Jason sind also so etwas wie Künstler/Hipster/Leute die mit Hilfe ihrer Laptops über die Runden kommen/Tanzlehrer/Callcentermitarbeiter—na ja, ihr wisst schon, die Sorte Mensch, die irgendwann wenn sie jung sind noch ganz viel versprechend ist, aber irgendwie kriegen sie es einfach nicht hin. Irgendwann sind sie auf einmal nicht mehr 23 und haben den Moment längst verpasst, haben die Kurve nicht mehr gekriegt und dann ist auch noch irgendwie die Zeit verflogen, als wäre sie stehen geblieben. Aber eigentlich sind sie selbst stehengeblieben und alles andere ging weiter. Ach ja, richtig, da gab es auch wirklich noch dieses Zeit-Anhalten-Ding und eine sprechende Katze im Film. Hey, der Film ist schließlich von unserer heißgeliebten Mirandy July. Aber die beste Szene ist und bleibt die Szene in der Miranda in dieses lebende T-Shirt einsteigt und tanzt. Alleine deswegen solltet ihr den Film sehen und wenn ihr Miranda dann immer noch nicht liebt, dann stimmt irgendwas mit euch einfach nicht. Werdet erwachsen.