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Drucker vom Kaliber des Stratasys Dimension SST findet man in Österreich bei einigen wenigen Firmen oder an Universitäten, aber eben noch nicht in Privatbesitz. So ein Gerät kostet dann um die 15.000 Euro. Cody Wilson musste sich sein Gerät bei eBay kaufen, weil Herstellerfirmen von 3D-Druckern sofort nervös werden, wenn irgendwer das Wort „Pistole“ in den Mund nimmt.Die Cody-Wilsons-Waffe ist nicht praktikabel und wird es auch in absehbarer Zukunft nicht sein. Man braucht, nach Ansicht von Joachim Weinhold, Drucker, die auch andere Materialen drucken können. Doch 3D-Drucker, die Metall, Kunststoff, Glas und oder ähnliches gleichzeitig verarbeiten können, seien bisher noch nicht absehbar.Waffen sind nicht die KillerApp, auf die 3D-Drucker gewartet haben. Momentan weiß niemand, ob 3D-Drucker überhaupt wirklich „das nächste große Ding“ werden. Die Drucker werden sicher in unsere Haushalte kommen, aber vollfunktionsfähige Waffen werden wir aller Wahrscheinlichkeit nie damit drucken können.Zwar sagt die US-amerikanische Beratungsfirma Wohlers Associates, die sich auf den 3D-Druckmarkt spezialisiert hat, eine Vervierfachung des weltweiten Marktvolumens bis 2016 voraus und andere Stimmen sprechen bereits von der dritten industriellen Revolution, aber die Frage, die man sich nach Ansicht von Joachim Weinhold stellen muss, ist: „Sind technisch Produktionszeiten und Kosten-Nutzen-Relationen überhaupt erreichbar, die eine Nutzung von 3D-Druckern für den Hausgebrauch jenseits der Spielerei sinnvoll werden lassen?“ 3D-Drucker werden eine wichtige Rolle für die Industrie der Zukunft spielen, aber die druckbare Pistole für zu Hause wird ein Ego-Trip von Cody Wilson bleiben. Cody Wilson will schockieren, berühmt werden, sein Ego streicheln. Er ist ein Störenfried und kein Prophet oder Visionär. Das Beste, das wir machen können, ist, ihn einfach zu ignorieren. Auch das Fazit der Experten von der TU-Berlin ist vernichtend: „Es kann kaum idiotischer sein, eine Waffe mit den teuersten und kompliziertesten Herstellungsmethoden anzufertigen, die gerade auf dem Markt sind. Im Übrigen bekommt man auf Waffenmessen in den USA eine „zivile“ Version des M16-Sturmgewehrs für unter 1.200 Dollar.“