Wegen Pegida kommen mehr Ausländer nach Dresden

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Wegen Pegida kommen mehr Ausländer nach Dresden

Immer weniger deutsche Touristen haben Bock auf Dresden. Und schuld sind zur Abwechslung mal nicht die Ausländer.
26.11.15

Foto: imago | Sven Ellger

Die besten Meldungen sind die, die auf den ersten Blick wie Satire wirken. „Pegida vertreibt deutsche Touristen", titelte der Tagesspiegel heute. Dabei wollten die selbsternannten „Patrioten" doch eigentlich lieber Ausländer aus Deutschland vertreiben—oder vielmehr den Islam.

Nun scheint man das Gegenteil zu bewirken: Die Deutschen bleiben weg. Dafür kommen vermehrt ausländische Touristen.

Seit mehr als einem Jahr gehen die selbsternannten Patrioten um Lutz Bachmann nun in Dresden auf die Straße und brüllen rechtspopulistische Parolen. Flüchtlinge seien „Invasoren", die Medien die sogenannte „Lügenpresse" und Politiker „Vaterlandsverräter", bla, bla …

Jetzt wird klar, dass die montägliche Hetze vor allem deutsche Touristen vergrault. Rund 72.000 Besucher weniger als im Vorjahr habe die Stadt verzeichnet, berichtet der Tagesspiegel. Primärer Grund soll der Imageverlust durch die Pegida-Kundgebungen sein.

Touristen aus dem Ausland scheinen jedoch immer mehr Gefallen an der Elbmetropole zu finden. Hier habe man ein Übernachtungsplus von 5,7 Prozent verbuchen können. Vor allem bei Reisenden aus Spanien, China und den USA erfreue sich die Stadt großer Beliebtheit. Dank Pegida kommen also mehr Ausländer nach Deutschland!