
Im Jahr 2000 befand er sich im Kreis des selbsternannten Neonaziführers Carsten Szczepanski, der im Landkreis Königswusterhausen bei Berlin sein Unwesen trieb. Szczepanski wollte dort, so erklärt Greger, Wehrsportgruppen aufbauen, die sich auf den Tag X der nationalen Revolution vorbereiten sollten. Da ihm dies aber irgendwann zu lasch gewesen sein soll und zu wenig konkret, schlug er seinen Mitstreitern ab einem gewissen Zeitpunkt vor, nationale Terrorzellen zu gründen nach dem Vorbild der englischen Combat 18. Zu diesem Zweck ließ er die jungen Neonazis Rohrbomben bauen.Nach Gregers Darstellung war es Szczepanski, der ihn auffliegen ließ, als Greger sich weigerte, die selbstgebaute Rohrbombe zum Einsatz zu bringen. Die Polizei beschlagnahmte bei Greger eine fertige Rohrbombe sowie weitere Materialien zum Bombenbau.Das Pikante an der Sache ist allerdings, dass Szczepanski zu diesem Zeitpunkt längst als V-Mann des brandenburgischen Verfassungsschutzes unter dem Alias Piatto tätig war. Drei Wochen vor Gregers Verhandlung wurde er enttarnt und Jahre später sollte er eine nicht ganz unwichtige Rolle im Prozess um den sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund spielen. Er war es wahrscheinlich, der den NSU-Terroristen die Tatwaffe für ihre Morde besorgt hatte.Wegen Planung und Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags sowie Propagandadelikten wurde Greger daraufhin zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Während der Verbüßung seiner Strafe wurde ihm jedoch ein Deal angeboten.
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