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Karotten, Kokain und Kinderüberraschung: Die bizarren Schmuggelwege von heute

Unechtes Gemüse und Ü-Eier haben ein Sache gemeinsam: Drogenschmuggler nutzen sie gerne als Behältnis für ihre Ware.

von Tom Usher
18 Jänner 2016, 6:00am

In diesem Überraschungsei war wahrscheinlich kein Kokain. Foto: Ryo | Flickr | CC BY-SA 2.0

Eine aktuelle Entdeckung der Londoner Polizei könnte die Überraschung im Kinder Überraschungsei neu definieren: In einem Pub fanden die Beamten Exemplare der beliebten Schokoeier, die ihrer Meinung nach mit Kokain gefüllt waren.

Besagte Eier wurden sowohl in Behältern als auch bei Personen gefunden, die sich laut der Zeitung Evening Standard auf dem Weg zu Jono's Pub im Stadtteil Kingsbury befanden und sich dabei „verdächtig benahmen". Den Behörden zufolge handelte es sich dabei nicht um das erste Mal, dass Gäste des Pubs präparierte Ü-Eier dabei hatten. Das Etablissement ist den Beamten sowieso schon bestens bekannt: Letztes Jahr mussten sie über ein halbes Dutzend Mal dort anrücken—unter anderem wegen Einbruch, Diebstahl und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Polizei geht davon aus, dass der Pub bei illegalen Aktivitäten einfach wegsieht, und deshalb droht den Besitzern jetzt auch der Verlust ihrer Lizenz.

Foto: bereitgestellt von der US-Zollbehörde

Eine weitere Drogenschmuggel-Meldung sorgt derzeit ebenfalls für Staunen: Am Sonntag zog die US-Zollbehörde mehr als eine Tonne Marihuana aus dem Verkehr—die Schmuggler hatten die Drogen vorher in 3.000 unechten Karotten verstaut und dann versucht, dass Ganze zwischen echtem Gemüse versteckt per Lastwagen von Mexiko in die USA zu bringen.

Die texanische Polizei gab zu Protokoll, dass gut 1.130 Kilogramm Skunk sichergestellt worden waren, nachdem ein Bildsystem den Lastwagen bei der Überquerung der Pharr-Reynosa-Brücke in der Nähe des Golfs von Mexiko markiert hatte.

Motherboard: Drogenhändler hacken ihre Schmuggel-Container

Efrain Solis Jr., der Direktor eines nahegelegenen Grenzhafens, meinte bezüglich des Vorfalls: „Die Drogenschmuggel-Organisationen haben uns wieder mal demonstriert, wie kreativ sie bei ihren Versuchen werden können, große Mengen an Rauschmitteln über die US-mexikanische Grenze zu transportieren."