Interview

"Du wirst kein Bild mit Hitlergruß finden" – Haudegen im Interview

"Ich fahre ganz bestimmt nicht irgendwo nach Südtirol und setz mich da auf die Alm." – Haudegen über Frei.Wild, nationalistische Deutschrock-Fans und worauf sie wirklich stolz sind.

von Juri Sternburg
30 März 2017, 7:51am

Foto: Marcel Hotze

Die Hansa Studios in Berlin. Haudegen, bestehend aus Hagen Stoll und Sven Gillert, basteln gerade an neuer Musik. Grund für das Treffen ist jedoch nicht etwa ein neues Album, sondern ein Facebook-Post, der vor kurzem für Aufsehen gesorgt hat. Adressat der etwas rüden Ansage war die Band Frei.Wild beziehungsweise deren Sänger Philipp Burger, seit Jahren schon erfolgreich mit rechts offen anmutendem Heimat-Rock und platten Parolen. Was passiert ist, könnt ihr HIER nochmal nachlesen.

Wer Haudegen nicht kennt, läuft leicht in Gefahr, sie in den gleichen Topf zu werfen: Proletarier-Charme, hühnenhaft, volltätowiert. Die Vergangenheit der Bandmitglieder im Hooligan-Milieu und der Rap-Szene reicht dem ein oder anderen Beobachter aus, um die Schublade endgültig zu schließen, in die man Stoll und Gillert so leicht stecken kann. Nach dem ersten höflichen Geplänkel und einem kurzen Wettbewerb, wer stärker berlinern kann, wurde dann Tacheles geredet...

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