Quantcast
Screenshot via unzensuriert.at

Was zur Hölle geht eigentlich bei 'unzensuriert' ?

Verena Bogner

Verena Bogner

Die Plattform fährt eine reine Positivberichterstattung im Sinne der FPÖ. Wir haben uns die Seite genauer angesehen und nachgefragt, was das mit Journalismus zu tun hat.

Screenshot via unzensuriert.at

Im Jahr 2009 ist Barack Obama US-Präsident geworden und Michael Jackson ist gestorben. Es war das Jahr der Aussöhnung und das Tagpfauenauge wurde zum Schmetterling des Jahres gekürt. Das mit dem Jahr der Aussöhnung dürfte zumindest Martin Graf nicht mitbekommen haben, denn der ehemalige FPÖ-Politiker gründete im Jahr 2009 die Plattform unzensuriert – und die hat dann doch recht wenig mit Aussöhnung zu tun. Seit April 2017 gibt es die Plattform nun auch in Deutschland, wo laut eigenen Angaben 600.000 der monatlichen 1,5 Millionen Leser herkommen. Laut dem Nachrichtenmagazin profil liegt die Seite – gemessen an den Likes und Shares – unter den 100 stärksten deutschsprachigen Nachrichten-Seiten.

Insbesondere die Berichterstattung um die Flüchtlingsdebatte in den Jahren 2015 und 2016 brachte der Facebook-Seite großen Zuwachs: Nach der Kölner Silvesternacht explodierten Anfang 2016 die Facebook-Likes, zu dieser Zeit lag unzensuriert hinter krone.at und oe24.at auf Platz 3 in Hinblick auf die Zahl der Facebook-Interaktionen. In letzter Zeit zählten Berichte über "heimlich eingeflogene Asylanten", "überproportional kriminelle Migranten" oder den Nikolaus zu den beliebtesten auf der Facebook-Seite von unzensuriert.


Auch auf VICE:


Meist wird die Plattform als "FPÖ-nah" bezeichnet – nicht nur, weil namhafte FPÖ-Politiker und -Politikerinnen immer wieder für die Plattform schreiben (und sie von einem gegründet wurde), sondern weil auch die Themensetzung wie eine praktische Ergänzung zum FPÖ-Wahlprogramm erscheint. Sie möchte die Sympathisanten und Wähler tagtäglich daran erinnern, dass sie auf der richtigen Seite der Geschichte stehen. Laut Impressum ist die Seite "demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich".

Nachdem lange Zeit nicht restlos geklärt war, inwieweit die FPÖ tatsächlich eine aktive Rolle bei unzensuriert spielt, hat ein Bericht von RTL, für den sich eine Reporterin undercover bei der Plattform bewarb, das Offensichtliche bestätigt. In der Redaktion, die sich im selben Haus wie die Burschenschaft Gothia im achten Wiener Gemeindebezirk befindet, wurde sie von Chefredakteur Alexander Höferl begrüßt, der am Dienstag als zukünftiger Sprecher von Innenminister Herbert Kickl gehandelt wurde. Auf die Frage, was das Ziel der Plattform sei, erklärte Höferl, dass es das Medium nicht gebe, weil ihnen so viel am unabhängigen Journalismus gelegen sei, sondern weil die Seite politische Bewegungen wie die FPÖ und die AfD mit reiner Positiv-Berichterstattung unterstützen wolle.


Auch bei VICE:


Laut eines Berichts des Verfassungsschutzes, der sich das Portal im Zuge einer Überprüfung der Tagung der "Verteidiger Europas" in Linz im Oktober 2016 näher ansah, seien die Inhalte zum Teil "äußerst fremdenfeindlich und weisen antisemitische Tendenzen auf". Auch Verschwörungstheorien und pro-russische Propaganda seien auf dem Portal regelmäßig zu finden. Immer wieder zielt die Berichterstattung des Portals, das laut oe24 immer wieder mit "eigenwilligen" Storys auffällt, auch auf Journalisten ab.

Das Magazin profil untersuchte Ende 2016 124 Texte, die auf unzensuriert erschienen sind, und kam zu dem Schluss, dass sich 21 Prozent der Artikel gegen Migranten richten. An zweiter Stelle der beliebtesten Feindbilder stehen die etablierten Medien, die mit 18,5 Prozent der Berichterstattung von unzensuriert bedacht wurden. Auch Muslime, die EU und das "Establishment" sind beliebte Hassthemen für unzensuriert.

Die Feindbilder von unzensuriert in Artikelform: Berliner Dealer, Kinder namens Mohammad und andere #Einzelfälle

Nachdem wir die Berichterstattung auf unzensuriert für diesen Artikel verfolgt und viele Beiträge gelesen haben, scheint für uns klar, dass die Berichte in erster Linie eines bei den Lesern auslösen sollen: Sie sollen alarmieren, ängstlich machen, Stereotype festigen. Liest man regelmäßig Artikel auf unzensuriert, tritt man in eine Parallelwelt aus Horrorszenarien ein, die meist im Zusammenhang mit einer vermeintlichen "Islamisierung" stehen. Glaubt man unzensuriert, ist das Österreich, wie wir es kennen, dem Ende nah: Migranten nehmen uns alles Erdenkliche weg und machen "unsere Werte" zunichte, die Medien unterschlagen gezielt Informationen und die Politiker (zumindest die, die nicht bei der FPÖ sind) sind an allem schuld.

Am 14. November berichtete unzensuriert (wie die meisten Medien) zum Beispiel über den polnischen Unabhängigkeitstag, an dem Tausende Rechte durch Warschau marschierten. Der Artikel drehte sich jedoch nicht um die Krawalle und die "offen rassistischen und anti-islamischen Reden", wie es zum Beispiel auf derstandard.at heißt, sondern um die Berichterstattung "unserer Medien" über die Demonstration. Laut unzensuriert würden polnische Patrioten von den Medien fälschlicherweise als Rechtsextreme bezeichnet, denn immerhin würde die Bevölkerung ja nur ihren "Unmut über die Ansiedlung kulturfremder Nichteuropäer" kundtun – eine Entwicklung, die in Österreich laut unzensuriert weitgehend verschwiegen wird, was sich laut dem Portal auch in der fehlenden Medienberichterstattung zeige. Der Haken ist nur: Die Medienberichterstattung fehlte nicht, sie schlug nur eine deutlich andere, kritischere Richtung ein.

Eine Artikelreihe, die täglich aktualisiert wird, ist der #Einzelfall-Liveticker. In diesem Format sammelt unzensuriert Nachrichtenmeldungen über Migranten oder Asylwerber, die straffällig geworden sein sollen. Die Nationalität wird dabei meist schon in der Headline genannt. So wird in dem Ticker zum Beispiel über eine "Nigerianer-Bande" berichtet, die große Mengen von Drogen geschmuggelt haben soll. Auch in jedem anderen Beispiel, das wir lesen, wird im Titel des Einzelfall-Tickers die Nationalität des jeweiligen mutmaßlichen Täters erwähnt, die Anreißertexte sind dabei meist gänzlich von anderen Medien wie der Krone oder der Gratiszeitung Heute abgeschrieben.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Artikel auf unzensuriert erscheint, weiß man nichts über den noch flüchtigen Täter.

Am 11. Dezember wird im #Einzelfall-Ticker über eine Messerattacke berichtet, die sich vor dem Ernst-Kirchweger-Haus im zehnten Wiener Bezirk zugetragen haben soll. Das EKH ist ein besetztes Haus, benannt nach Ernst Kirchweger, der als erstes Todesopfer einer politisch motivierten Tat nach 1945 gehandelt wird. Kirchweger wurde im Jahr 1965 von einem rechtsextremen RFS-Mitglied bei einer Demonstration so schwer verletzt, dass er starb.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Artikel auf unzensuriert erscheint, weiß man nichts über den noch flüchtigen Täter, der einen 31-jährigen Kellner niedergestochen haben soll. Dennoch lässt unzensuriert es sich nicht nehmen, Sätze wie "Zu der Attacke am Sonntag kam es gegen 2:00 Uhr nahe dem 'Ernst-Kirchweger-Haus', einem berüchtigten Zentrum gewaltbereiter Linkslinker ('Schwarzer Block'), in dem auch viele Ausländer verkehren" zu schreiben und suggeriert in Kombination mit dem Framing des #Einzelfall-Tickers eine eindeutige Schlagrichtung.

Zu einer Berliner Ausstellung, die sich mit Drogendealern in Berliner Parks und deren Herkunftsländern beschäftigt, schreibt unzensuriert, dass die Ausstellung kriminelle Flüchtlinge als tapfere Helden darstellen möchte und bezeichnet das Statement der Veranstalter, schwarze Menschen würden von Politik, Medien und Öffentlichkeit zu Sündenböcken und einer Projektionsfläche von kollektivem Hass degradiert, als skandalös. Zur Ausstellung fanden sich großteils Boulevard-Berichte in ähnlicher Tonalität. Auch auf VICE erschien ein Bericht zum Thema, der jedoch genau diese Medienberichte kritisch aufgreift. Einer der Künstler sagte im Interview mit VICE: "Wir dürfen uns den Diskurs nicht von rechten Medien diktieren lassen."


Passend zum Thema:


Anders als bei der Berliner Ausstellung, wo die Tonalität, in der unzensuriert berichtete, auch der vieler anderen Medien entsprach, stand das Portal bei einem Bericht über die junge Wiener Schülerin, die vom Time Magazine für ihren Einsatz für die Einführung eines Kopftuch-Emojis geehrt wurde, eher allein da: Während Medien wie der Standard und selbst das Boulevardmedium oe24 nüchtern berichteten und zum Teil die Leistung des Mädchens hervorhoben, sprach unzensuriert in ironischem Kontext von "Bereicherung" und von einer "Initiative Richtung Cyber-Legalisierung von weiblicher Diskriminierung". Außerdem wird die Vermutung in den Raum gestellt, die Schülerin sei "von ganz anderer Seite instrumentalisiert" worden. Welche Seite das sein soll, wird nicht konkret erläutert.

Mit konkreten Erläuterungen hat man es bei unzensuriert generell eher weniger: Nachdem die Stadt Wien Listen der beliebtesten Babynamen veröffentlichte, witterte die Kronen Zeitung eine Verschwörung und warf der Stadt Wien vor, zu verschweigen, dass Mohammad auf Platz fünf der beliebtesten Namen sei. ORF-Anchorman Armin Wolf hielt daraufhin auf Twitter fest, dass es schlicht falsch sei, dass die Zahl der Mohammads steige, denn seit 2012 stagniere die Zahl, in Relation zur Geburtenzahl sinke sie. Dennoch sah man in der Statistik auch auf unzensuriert einen weiteren Beweis für die unaufhaltsame Islamisierung Österreichs und schrieb, was die Mohammads angehe, sei die Tendenz steigend.

Die Vornamensentwicklung zeige jedenfalls nicht nur eine Veränderung in der Bevölkerung, sondern auch die "Hinwendung der Einwanderer zur außereuropäischen Religion", denn es sei anzunehmen, dass die Namenswahl etwas mit dem islamischen Religionsgründer zu tun habe. Ob der namentlich nicht genannte Autor auch jede Maria, jeden Johannes und jeden Josef als Beweis für das radikale Christentum in Österreich sieht, wird im Text nicht erwähnt.

Am 15. November schreibt unzensuriert über eine eigens eingerichtete Flüchtlingsklasse am BORG Ried, die den Rest der Schule in Angst und Schrecken versetzen soll. In dem Bericht heißt es, die arabischen Jugendlichen würden sich zu Gruppen zusammenschließen und keinen Kontakt zu einheimischen Schülern wollen. Auf welche Quellen sich der Bericht beruft, bleibt unklar – unzensuriert spricht lediglich von einer "Zuschrift". Nach diesem Bericht sahen sich die Oberösterreichischen Nachrichten die Lage am BORG in Ried an: Die Direktorin der Schule zeigte sich über den Bericht von unzensuriert "wenig erfreut" und erzählte, dass sie für keine Nachfragen kontaktiert worden sei und die Vorwürfe klar zurückweise.

Auch nach einem Beispiel für das "Feindbild Journalisten" muss man auf der Seite nicht lange suchen: Unzensuriert schreibt am 19. November über eine Diskussionsreihe zur FPÖ im Volkstheater, bei der es laut der Plattform "rein um das Heruntermachen" der Partei gehe. Über Falter-Chefreporterin Nina Horaczek wird geschrieben:

Bei Horaczek handelt es sich um jene "FPÖ-Expertin", die auf die Tränendrüse drückte, weil sie am Wahlsonntag im Oktober 2015 im FPÖ-Zelt als persona non grata galt und nicht eingelassen wurde. Über Twitter echauffierte sie sich darüber, dass "kritischen Medien" der Zugang verwehrt worden wäre.

Ein "Kampfblatt" mit einem entspannten Verhältnis zu Fakten

Die Agenda hinter der Berichterstattung von unzensuriert scheint klar: Es wird eine Schwarz-Weiß-Welt gezeichnet (in der man es dann doch vorzieht, weiß zu sein). Offene Gräben werden durch Berichte auf unzensuriert nicht zugeschüttet, sondern wissentlich vergrößert. Natürlich hätten wir auch gerne die Macher von unzensuriert zu diesen Annahmen befragt – unsere Anfrage blieb leider unbeantwortet. Vielleicht liegt das daran, dass man bei unzensuriert einen Artikel über das Nowotny-Totengedenken, der auf VICE erschien, für "besonders hetzerisch" hielt.

Wir hätten jedenfalls gerne gewusst, ob sie hinter der Aussage stehen, die Chefredakteur Alexander Höferl gegenüber der RTL-Reporterin gemacht hat, warum es ein Medium wie unzensuriert braucht oder welche Qualitätskriterien ein Artikel erfüllen muss, damit er auf der Plattform veröffentlicht wird.

Ein paar unserer offenen Fragen konnte uns dann zum Glück Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv Österreichischen Widerstands beantworten. Unzensuriert versucht immer wieder, die unter anderem von der Republik Österreich getragene Stiftung zu diskreditieren, indem man sie als "linksextrem" bezeichnet und ihr vorwirft, sie mache "gute Geschäfte mit der NS-Zeit". Für Weidinger besteht der journalistische Zugang von unzensuriert im Wesentlichen darin, "alles für wahr zu halten beziehungsweise als wahr zu präsentieren, worüber in 'Mainstream-Medien' vermeintlich nicht berichtet wird. Da die 'Mainstream-Presse' aber weniger lügt, als man behauptet, wird die Alternative selbst zum Lügenmedium".

"Die Aufmachung wirkt zunächst, als handele es sich um ein Nachrichtenportal – in Wirklichkeit ist dies jedoch eine optische Täuschung."

Grundsätzlich steht unzensuriert für Weidinger auf den Standpunkten der FPÖ, würde diese jedoch "den Online-Gepflogenheiten entsprechend weiter zuspitzen und insbesondere in Sachen Rassismus – vornehmlich gegen Muslime und AsylwerberInnen – und Verschwörungsphantasien noch niedrigere Schamgrenzen als der durchschnittliche Freiheitliche" aufweisen. Aber nicht nur vom "durchschnittlichen Freiheitlichen" unterscheidet sich die Ausrichtung von unzensuriert ein wenig.

Denn obwohl die Plattform Gemeinsamkeiten mit dem österreichischen Boulevard aufweist, was die reißerische Art der Berichterstattung angeht, gibt es laut dem Experten auch hier Unterschiede, wie er im Gespräch mit VICE erzählt: "Anders als jene, die ihren Kurs entlang von Inseratenvolumina und gekränkten Eitelkeiten des Chefredakteurs zu ändern pflegen, betreibt unzensuriert seit Anbeginn schlicht Propaganda für die FPÖ – teils explizit, teils durch Bespielung freiheitlicher Themen im freiheitlichen Sinn. Auch ist das Verhältnis zu Fakten als noch deutlich entspannter zu bezeichnen."

Ziemlich entspannt sah man es bei unzensuriert zum Beispiel damals, als im Jahr 2015 ein polnischer Reality-Star behauptete, Flüchtlinge hätten einen Reisebus an der österreichischen Grenze mit Scheiße beschmiert, was sich im Endeffekt als erfundene Geschichte herausstellte. 2016 wurde auf der Seite behauptet, Flüchtlinge würden in Krankenhäusern vor Österreicher gereiht werden. Die Info hatte man der Facebook-Seite des Wiener Vize-Bürgermeisters Johann Gudenus entnommen. Sie war falsch.

Lutz Frühbrodt, Medienforscher an der Hochschule Würzburg, bezeichnet unzensuriert als "digitale Propagandamaschine". Früher hätte man dazu "Kampfblatt" gesagt, erzählt er auf Nachfrage von VICE. Für den Experten hat die Plattform nicht viel mit Journalismus zu tun: "Neben anderen Elementen ist vor allem die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit das konstituierende Element des Journalismus. Diese sehe ich bei unzensuriert nicht gegeben. Die Aufmachung wirkt zunächst, als handele es sich um ein Nachrichtenportal – in Wirklichkeit ist dies jedoch eine optische Täuschung."


Schon länger ein schwieriges Thema: Die FPÖ und der Journalismus


Die Tatsache, dass FPÖ-nahe Themen von unzensuriert bewusst großgeschrieben werden, ist laut Frühbrodt ein beliebtes Spiel, das man auch von rechtspopulistischen Medien aus Deutschland kennt: "Die Geldgeber und Betreiber stammen zwar aus dem Dunstkreis einer bestimmten Partei, aber die Plattform fungiert nicht als offizielles Parteiorgan. Also können die Betreiber behaupten, sie müssten doch gar nichts kenntlich machen, denn die klassischen Medien berichteten doch auch tendenziös. Wobei der entscheidende Unterschied darin besteht, dass diese eben nicht von mehr oder minder gut getarnten Strohmännern finanziert werden und nicht eine ganz bestimmte parteipolitische Agenda verfolgen."

Unzensuriert macht seine Sache für die eigenen Maßstäbe wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht: Die Agenda der FPÖ wird einem breiten Publikum unter dem Deckmantel des Journalismus schmackhaft gemacht, Artikel werden durch die Themenauswahl und das Hervorheben von Informationen wie der Nationalität eines Beteiligten mehr oder weniger subtil in eine bestimmte Richtung gelenkt. Diese Richtung löst bei den Lesern so strake Emotionen aus, dass Kleinigkeiten wie fehlende Autorennamen oder fragwürdige und fehlende Quellen gar nicht mehr so auffallen. Bernhard Weidinger von Dokumentationsarchiv Österreichischen Widerstands beschreibt diese Emotionen so:

"Unzensuriert bietet Ressentimentgeladenen, was ihnen kurzfristig guttut: Es erklärt ihnen, dass die Welt genauso ist, wie sie ohnehin dachten, nur noch schlimmer. Und dass jene, die sie hassen, genauso sind, wie ihr Hass sie ausmalt, nur noch böswilliger und hinterhältiger."

Verena auf Twitter: @verenabgnr

Folge VICE auf Facebook, Instagram und Twitter.