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Dieser Abschluss-Prank war so genial, dass selbst der Rektor ihn feiert

Auch die Polizei und die Schulbehörde waren begeistert. Geht doch.

Drew Schwartz

Drew Schwartz

Foto via Cumberland Police Department

Auf dem Hof der Cumberland High School bietet sich am Montagmorgen eine schreckliche Szene: Ein Auto ist in die Ziegelmauer des Schulgebäudes gekracht, direkt ins Büro des Rektors. Ein riesiges schwarzes Loch klafft in der Wand, überall sind Ziegel verstreut. Nur die hintere Hälfte des Wagens ragt noch aus der zerstörten Mauer.

Als die Polizei des kleinen Orts Cumberland im US-Staat Wisconsin den Anruf erhält, stellen die Beamten die üblichen Überlegungen an: Ist jemand betrunken ins Schulgebäude gerast? Hat ein unzufriedener Abschlussschüler in einem Wutanfall diese Zerstörung angerichtet? Doch als ein Officer eintrifft und sich den Unfall- beziehungsweise Tatort ansieht, wird klar: Er hat es mit einem unwahrscheinlich gewitzten Abschluss-Prank zu tun.

Der Lokalzeitung Eau Claire Leader-Telegram zufolge schlichen sich vier Schüler des Abschlussjahrgangs Sonntagnacht um Mitternacht aufs Schulgelände, im Schlepptau das Hinterteil eines Pontiac Grand Am vom Schrottplatz. Sie hoben es mit dessen Vorderende auf eine Bank vor dem Büro des Rektors, erschufen mit schwarzer Plane die Illusion eines Lochs in der Wand und verteilten Ziegel um das Auto. Dann verschwanden die vier Prankster wieder in die Nacht und freuten sich vermutlich ausgiebig auf die Gesichter am folgenden Morgen.

Normalerweise sind Pranks dämlich, boshaft und traumatisch, deshalb ist diese Geschichte so ein Erfolg für das Konzept des Pranks. Die Polizisten lobten nämlich die Aktion der Teenager als "einen der besten Abschlussstreiche, die es je an der Cumberland High School gegeben hat". Selbst die örtliche Schulbehörde musste zugeben, dass den Schülern ein Slam Dunk gelungen war: "Nice work!", gratulierte der offizielle Facebook-Account. Immerhin haben die vier dafür gesorgt, dass sich alle ordentlich ins Hemd machten, ohne auch nur das kleinste bisschen Schuleigentum zu zerstören.

"Der ganze Ort hat über nichts anderes geredet", sagte Ritchie Narges, der Rektor der Schule, gegenüber dem Leader-Telegram. "Wenn das hier das Schlimmste ist, was unsere Kids anstellen, haben wir wirklich Glück."

Die vier Star-Prankster haben sich offensichtlich großartig mit Cops und ein paar Angestellten der Schule unterhalten, danach posierte man gemeinsam für ein Foto, mit einem Banner, das Eltern davor warnt, Minderjährigen Alkohol zu geben. Was ist nur aus der traditionell so unbändigen und destruktiven Jugend geworden? Millennials sind anscheinend gerne straight edge, haben kaum noch Sex und werden allgemein immer vorbildlicher. Aber wenigstens wissen sie, wie man einen verdammt guten Prank durchzieht.

Du willst mehr Storys über Pranks, die niemandem wehtun? Unser Autor Oobah Butler hat sich genau darauf spezialisiert.

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