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Fotos von nackten Griechen beim Schlammbad

"Es ist, als würde man in Mousse au Chocolat tauchen!"

von Alexandros Avramidis, Text von Kostas Koukoumakas
16 Juli 2016, 4:00am

"Es ist, als würde man in Mousse au Chocolat tauchen!", ruft mir Herr Yiannis zu. Er ist von Kopf bis Fuß mit Schlamm bedeckt. Nur seine Augen und Augenlider sind frei von der heilsamen Tonerde, in der er herumplantscht. In dem großen Becken lassen sich Menschen aller Altersgruppen auf dem dicken Schlamm treiben oder waten hindurch.

Jedes Jahr locken die Schlammbäder von Krinides in der Nähe der griechischen Stadt Kavala Tausende Besucher an, die sich an den therapeutischen Eigenschaften der Tonerde erfreuen. Wie die Präsidentin der dortigen Bäder-Organisation Anastasia Iosifidou mir erklärt, leiden die meisten von ihnen an einer Hautkrankheit.

Sie fügt hinzu: "Es gibt aber auch viele, die hier baden, um Erkrankungen des Bewegungsapparats oder rheumatische und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu behandeln." In der Nähe der Schlammbäder gibt es ein Thermalbad, und eine spezielle Maschine mischt das Wasser mit der Erde vom Grund der Bäder und Ton aus der Umgebung. Das Ergebnis ist ein linderndes, heilendes, 27 Grad warmes Schokomousse, in dem sich die Menschen umhertreiben lassen können.

Besucher duschen mit Thermenwasser, bevor sie für etwa eine halbe Stunde in den Schlamm tauchen. Danach lassen sie die medizinische Tonerde ein paar Minuten lang trocknen, bevor es zum Abschluss noch einmal unter Thermendusche geht. Ein Besuch kostet sechs Euro und eine vollständige Behandlung soll je nach Erkrankung 15 bis 20 Tage andauern.