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Dieser Artikel ist vor mehr als fünf Jahren erschienen.
Sex

Leute, die Reviews zu ihren Bordellbesuchen schreiben, sind wahre Poeten

Texte wie „Nataschas selbstbestimmtes, stolzes und souveränes Auftreten als Schluckschlampe" sind die Zukunft der Literaturszene.

von Lisa Ludwig
25 Juli 2014, 4:01pm

Foto: Carlos Ebert | Flickr | CC BY 2.0

Bisher habe ich immer angenommen, das niemand so richtig gerne damit hausieren geht, dass er Frauen für Sex bezahlen muss. Tatsächlich scheint es aber eine regelrechte Parallelgesellschaft zu geben, in der Männer voreinander nicht nur mit ihren gekauften Eroberungen prahlen, sondern ihre Erfahrungsberichte auch noch in herzerwärmende Prosa verpacken.

Eine besonders schöne Sammlung dieser literarischen Ergüsse (sorry) findet sich im BW7-Forum, die Titel der Bums-Manifeste reichen dabei von recht nüchtern („Blondinen Bukkake in Berlin"), über wahrlich poetisch („Butterfly my butterfly ..."), bis hin zu einfach nur fantastisch („Nataschas selbstbestimmtes, stolzes und souveränes Auftreten als Schluckschlampe"). Alternativ kann man sich aber auch im Hurenforum oder beim InternationalSexGuide über die Qualität so mancher Freudenhäuser informieren. Knietief bin ich—bildlich gesprochen—durch Sperma gewatet und habe die schönsten und herzerwärmendsten Liebesgeschichten, die man für 100 Euro die Stunde überhaupt nur erleben kann, ausgegraben. Kuschelt euch an eure Kleenex-Rolle, jetzt wird es blümerant.

(Anmerkung der Redakteurin: alle Text-Versatzstücke wurden in Original-Rechtschreibung übernommen.)

„Es beginnt ein Feuerwerk der guten Schwanzlaune, die an den kräftigen Fontänen und der enormen Spermamenge, die abgefeuert werden, deutlich ablesbar ist. Kiki ist voll des Glücks und voll mit Sperma." — spritzundgo

„Hoch in die Knie und meinen prallen Pfahl in sie eingeführt. Mit langsamen langen Hüben gestoßen. Und beim raus ziehen kam es mir vor als würden Schmetterlinge mit herauskommen und über ihrem Bauch hinter dem Rücken verschwinden." — goiter

„Zuerst hatte ich gedacht: Blöd. Französische Grenze. Da wimmelt es nur so vor lauter notgeilen Nachbarn aus dem Westen." Aber nein, durchaus kultivierte Leute." — halhal

„checke zwischendurch mit nem finger ihre feuchtigkeit....gleite zwischen ihre beine, unsere körper vereinigen sich, wir werden zu einem tier mit zwei rücken... pause, ich esse meine mitgebrachten spezialitäten von der metzgerei sack." — nordbaden

„Die Zeit zog dahin, sie wollte dann poppen. Ich merkte zwar, dass ich noch kein stahlhartes Rohr hatte, aber da die Zeit schon ein gutes Stück aufgerückt war, war kein zögern mehr angebracht." — Drachenreiterle

„Was ich sah und ertastete war wundervoll. Ich würde sagen ihre Brüste gehören ganz vorne in die Alltime-Favourite-Breast-list-of-my-whole-lifetime." — Nighty

Foto: Nina J. G. | Flickr | CC BY-ND 2.0

„Mein Penis war nun hart und voll aufgerichtet. Marie sah zu mir rüber. Ich hob nun langsam meinen Körper an und mein Glied lukte aus dem Wasser wie das Periskop eines U-Bootes." — Bertl

„Ein bisschen hilft einem diese blaue Neonlichtschiene auf dem Boden, aber sie führt einen manchmal auch in eine Sackgasse. Was in diesen Räumlichkeiten gut und gerne doppeldeutig verstanden werden kann. Jeder meiner Schritte hinterlässt so ein markantes Geräusch der Klebrigkeit, besonders sauber scheint es nicht zu sein." — spritzundgo

„Ihr Po, ihre Brüste - sehr griffig! Ich hatte eine gute Wahl getroffen."— Ralf90

„als sie kam (so wie beim erstenmal geschildert) habe ich sie mit meinen fingern noch an ihrem kitzler massiert, bis sie nach ein paar Minuten sagte, sie wolle nochmal einen Orgasmus und fing wieder an, sich zu stimulieren. anschließend hat sie mich noch eingeladen, mit ihr ein paar würste zu essen." — abcdzz

„ohhh, Dorina ist on...Nachricht schreiben...Kippe an...was trinken...keine Antwort...hmmm...ich popel in meiner Nase...aber mich sieht ja keiner...irgendwie ist auch "little" Armata erwacht...na, wenn die sich nicht meldet denk ich mir, dann geh ich mal auf x-hamster.com und gut ist..." — Armata05

„Pia zeigte bei mir kein Anzeichen eines Überficktsyndroms, sondern die gleiche gute Leistung wie bei meinem Besuch im Oktober." — Mort

„Ich bin total gernervt in LU angekommen - eine Baustelle nach der anderen. Navi hat auch noch gesponnen und wie ich endlich in der Kurzen Straße angekommen bin gab's erstmal keine Parkplatz. Also eine Runde gedreht und schwubbs ich hatte Glück. Ordentlich einen Parkschein gezogen 1 Stunde für 50 Cent - günstig!!" — MrJolly41

„Rachenschuss: leichtes Resteabsaugen mit mittlerer Verweildauer und Entsorgung im Zewa = befriedigend" — fotzibär

Danke, Internet.