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Die Hunde-Show aus dem Paralleluniversum

Las Vegas ist eine Parallelwelt ohne urbane Kultur oder volkstümliche Geschichte. Die Fotografin Stefanie Moshammer hat letztes Jahr 2 Monate in der Disney-Stadt verbracht und dabei diese Hunde-Show fotografiert.

Las Vegas ist so etwas wie der Ort, an den man kommt, wenn man in Disneyland durch einen Riss im Raumzeitkontinuum fällt ( auf LSD). Was in der Welt von Fear and Loathing in Las Vegas noch der Hafen für Verrückte am Ende des Amerikanischen Zeitalters war, ist heute eher wie die Filmwelt in Escape from Tomorrow: Ein bunter Spielplatz für Perverse, die sich zwischen blinkenden Automaten und Attraktionen wie ein einem David Lynch-Film aufführen.

Die völlig künstliche, früher als Mafia-Hochburg bekannte Stadt in der Mojave-Wüste existiert als eine Art buntes Paralleluniversum neben dem Rest von Amerika—ohne urbane Kultur oder volkstümliches Erbe.

Die österreichische Fotografin Stefanie Moshammer hat letztes Jahr zwei Monate hier verbracht und nach interessanten Menschen gesucht. Herausgekommen ist dabei das Projekt Vegas and She, mit dem die Künstlerin einen frischen Einblick in die gesellschaftlichen Umstände des Lebens in der Kunststadt gibt.

Als Nebenprodukt davon entstanden auch diese Bilder von einer Hunde-Show am altehrwürdigen, schäbigen Strip. Das zweitägige Event fand unter dem Namen „AKC Multi Group Dog Show" im Riviera sattt—einem der klassischen Hotels mit Casino-Komplex, das ihr vielleicht aus Fear and Loathing kennt und zu den ältesten Casinos der Stadt gehört. Auch der Inszenierungsgrad der Show lässt einige Rückschlüsse auf die Stadt zu.

„Der Event kommt einer Castingshow gleich, Hundebesitzer werden zu Rivalen, Hunde werden zu Trophäen, die Jury wird zur obersten Instanz", sagt Stefanie. Und wir werden zu Fans.

Mehr Fotos von Stefanie Moshammer könnt ihr hier sehen.