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Diese Helden haben sich ihre eigene Insel gebaut, um einem Alkoholverbot zu entgehen

Mit Campingtisch und einer vollen Kühlbox ausgestattet läuteten diese findigen Freunde in "internationalen Gewässern" stilvoll das neue Jahr ein.

von Drew Schwartz
03 Jänner 2018, 1:35pm

Foto: David Saunders

Das Küstenörtchen Whangamata im Norden Neuseelands ist ein beliebtes Ziel für Silvesterausflüge. Tausende Schlachtenbummler – vor allem Teenager – kommen jedes Jahr hierher, um zu tanzen, das Feuerwerk zu sehen und natürlich auch, um das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich zu nehmen. Irgendwann scheinen diese Gelage aber etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein, denn seit 2003 darf in dem Bezirk über die Feiertage in der Öffentlichkeit kein Alkohol mehr getrunken werden. Das hat ein paar fingerfertige Feierwütige jedoch nicht davon abgehalten, sich vor der Küste ein Trinkerdomizil zu errichten.

Wie die BBC berichtete, hatte die Gruppe den Sonntag damit verbracht, bei Ebbe aus Sand, Muscheln und ein paar Holzlatten eine behelfsmäßige Privatinsel im Meer vor der Coromandel Peninsula zu errichten – komplett mit Campingtisch und Sitzgelegenheiten. Mitsamt einer Kühlbox voll mit alkoholischen Erfrischungen ließ sich die erfinderische Gruppe in "internationalen Gewässern" nieder, um beschwipst und ungestört von der Polizei das Feuerwerk zu genießen.


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"Wir fanden die Idee witzig und dachten, mit unserer eigenen Insel könnten wir das Alkoholverbot umgehen", sagte Organisator Leon Hayward gegenüber TIME.

Während sich die weitaus weniger Kreativen unter uns in einem mittelmäßigen Club für teures Geld die Kante gegeben haben, verbrachten Hayward und seine Crew die Silvesternacht auf dem Meer. Der neuseeländischen Online-Zeitung Stuff zufolge hatte die Gruppe auch tatsächlich solide Arbeit geleistet. Selbst am Montagmorgen stand die Trinkerinsel noch wie ein Fels in der Brandung.

Selbst die Behörden konnten dem eisernen Willen und den Handfertigkeiten der Gruppe etwas abgewinnen. Die Bürgermeisterin des Thames-Coromandel-Distrikts, Sandra Goudie, zeigte sich gegenüber TIME durchaus beeindruckt von der Hingabe der Gruppe.

"Es hat alle gut unterhalten, niemand wurde verletzt. Sie haben behauptet, sie würden sich in internationalen Gewässern befinden, aber natürlich waren sie das nicht", sagte Goudie zu TIME.

Trotzdem schaffte es die Gruppe, das Neue Jahr einzuläuten, ohne im Gefängnis zu landen oder eine heftige Strafe zu kassieren. John Kelly, Chef der örtlichen Polizei, sagte zu Stuff, dass er von Haywards Behelfsinsel nichts mitbekommen habe. Und auch Kelly konnte nicht anders, als der Partyinsel seinen Respekt zu zollen:

"Das nenne ich kreatives Denken. Wenn ich davon gewusst hätte, hätte ich mich wahrscheinlich dazugesetzt", sagte er zu Stuff.

Bei einem solchen Erfolg dürfte nächstes Jahr vor Whangamata eine ganze Säuferinselgruppe entstehen.

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