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Die Berliner Polizei regelt ihre Einsätze jetzt auch über Twitter

An diesem Samstag hat die Berliner Polizei erstmals ihre neue Echtzeit-Social-Media-Strategie ausprobiert.

von MOTHERBOARD STAFF
25 März 2014, 9:04am

Es ist Frühling und die Polizei „zwitschert“ mit. Dieses klamaukige Wortspiel stammt nicht von mir; das hat die Berliner Polizei ganz allein in ihrer Twitter-Pressemitteilung verbrochen. Am Samstag kam der neue Account PolizeiEinsatzBerlin erstmals auf einer Demonstration zum Echtzeiteinsatz, nachdem die Behörde in der vergangenen Wochen versprochen hatte, sich über Twitter als „moderne und transparente Polizei präsentieren“ zu wollen.

Schon seit vergangenem Donnerstag twittern Beamte auf Polizei Berlin zu Themen aus der täglichen Öffentlichkeitsarbeit wie Sperrungen, Ankündigungen oder dem fünftägigen Ausflug der Polizeispitze und des Innensenators nach Rumänien. Noch aufregender sind da nur noch die Inhalte des Zweitkanals, der für den Kampf um die Informationshoheit bei Großveranstaltungen reserviert ist.

Stilsicher und strategisch ließ die Polizei ihr neues Moderationsmedium bei einer Demo gegen Polizeigewalt und Repression Premiere feiern. Da war es zunächst auch nebensächlich, dass die Demonstranten des Schwarzen Block, die einen Großteil der Klientel der Demo ausmachten, dafür bekannt sind zum Schutz ihrer Privatssphäre eher ohne Smartphones protestieren zu gehen.

In der Türkei wird Twitter gesperrt, in Berlin wird ein progressiverer Ansatz verfolgt. Polizeipräsident Kandt verspricht über den neuen Kanal „eigene Standpunkte, Nachrichten, Informationen und Hinweise schnell und unverfälscht mitteilen“ zu wollen.

Auf Motherboard erfahrt ihr alles über den ersten Twitter-Großeinsatz der Berliner Polizei und über die Reaktionen ihrer Follower.