Tausende Menschen haben eine Lichterkette gegen Schwarz-Blau gebildet

Die Aktion richtete sich gegen die Vergabe von Ministerposten an FPÖ-Politiker.

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15 November 2017, 7:08pm

Dieser Artikel ist Teil unserer laufenden Berichterstattung über die schwarz-blaue Regierung, die wir hier unter dem Namen “Schwarz-blaue Geschichten” gesammelt haben.

"Wir sind heute hier als Lichterkette, weil wir nicht wollen, dass die Ministerien in die Hände von Rechtsextremen kommen", erklärt Alexander Pollak, Sprecher der Organisation SOS Mitmensch, die gemeinsam mit anderen NGOs und zivilgesellschaftlichen Initiativen am Mittwochabend zu einer Kundgebung gegen eine mögliche FPÖ-Regierungsbeteilugung aufgerufen hatte.

Im Vorfeld hatten fast 10.000 Menschen ihr Interesse an der Veranstaltung auf Facebook bekundet. Wie viele sich Mittwochabend an der Lichterkette tatsächlich beteiligten, ist schwer zu sagen. Genaue Angaben von der Polizei gibt es noch nicht. Es dürften aber mehrere tausend gewesen sein.

Vom Ballhausplatz ausgehend bildete sich auf beiden Straßenseiten ein Spalier aus Menschen mit Kerzen und Lampen, das sich über die Löwelstraße, Bankgasse und Herrengasse bis zum Michaeler Platz und über die Schauflergasse zurück zum Ballhausplatz zog. So bildete der Demonstrationszug einen symbolischen Schutzring um das Regierungsviertel.

Die Aktion kann als Auftakt für Proteste gegen eine mögliche schwarzblaue Regierung verstanden werden. So wurde auch zu einer bundesweiten Demonstration am Tag X mobilisiert, also jenem Tag, an dem eine mögliche Regierung mit FPÖ-Beteiligung angelobt werden könnte.

Paul auf Twitter: @gewitterland

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