Sasha Baron Cohen bringt Trump-Fanatiker dazu, ein Gangbang mit einer Trump-Puppe zu haben

Wenn man gegen die Antifa kämpft, muss man zusammen mit Sacha Baron Cohen eben auch mal zu extremen Methoden greifen. Und der Gangbang war nicht das Extremste in dieser Folge.

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28 August 2018, 8:19am

Screenshot: Twitter

Die siebte und wohl auch letzte Folge der inzwischen berühmt-berüchtigten Serie Who Is America? von Sacha Baron Cohen ist am Sonntag über die TV-Bildschirme geflimmert. Und zu diesem Anlass hat der britische Komiker noch mal richtig ausgeholt: Zwischen einem Segment mit dem demokratischen Kongressabgeordneten Barney Frank und einem eher zahmen Interview mit O. J. Simpson durfte er in der Figur des Anti-Terror-Experten (und Serien-MVP) Erran Morad rechten Internet-Trollen beibringen, sich wie linke Aktivisten zu verhalten.

Zuerst veranstaltet Morad dabei einen kleinen Wettbewerb. Der Sieger, so der Komiker, dürfe ihn bei einer Undercover-Mission gegen die Antifa begleiten. Dafür müssen die Kontrahenten wichtige Fakten nennen, die jeder linke Aktivist natürlich kennt – zum Beispiel, wie lange Quinoa zu kochen hat oder was in der Fernsehserie Girls abgeht. Danach zeigt er ihnen, wie sie in den feindlichen Reihen nicht auffallen. Weswegen sich die Trolle erst einmal gegenseitig Komplimente machen sollen.

"Hi Cody, ich bin Glenn", beginnt einer der Trump-Fans. "Ich finde es toll, wie gut dir dein T-Shirt passt."

"Danke", antwortet Cody. "Ich liebe es, wie du riechst."

"Deine Klamotten passen gut zu dir", fährt Glenn fort, dessen Kompliment-Repertoire begrenzt scheint.

Im verzweifelten Versuch, nicht übertrumpft zu werden, attestiert Cody Glenn die "beste Brust und die besten Schultern, die ich je gesehen habe", während sich die beiden tief in die Augen blicken. Morad reicht das aber noch nicht.

"Um sie davon zu überzeugen, dass ihr wirklich zu ihnen gehört, müsst ihr den Mann runtermachen können, den wir so verehren", sagt der Anti-Terror-Experte und bringt dabei eine Trump-Puppe ins Spiel. Die drei Trolle beschimpfen das Abbild des US-Präsidenten ein wenig, bis Cody schließlich sagt, dass er Trump vornüber beugen und ficken würde. Sofort zückt Morad einen Dildo und Cody darf sich ans Werk machen.

Da es sich hier um Who Is America? handelt, entwickelt sich die Szene schnell zu einer Art surrealem Gangbang, bei dem Glenn und Cody die Trump-Puppe grunzend trockenficken und mit Dildos verprügeln, während Morad zusieht und zufrieden nickt.

"Wie fühlt sich das an, Mister Trump?", fragt Glenn, der vollends im Rollenspiel aufzugehen scheint. "Wo sind überhaupt die ganzen Steuern hingegangen?"

Der bizarre und urkomische Clip wird vom nächsten Segment aber noch übertroffen. Morad und Glenn befinden sich jetzt auf dem Women's March in San Francisco, um den Plan der Antifa zu durchkreuzen, Babys mit speziellen Windeln in Trans-Menschen zu verwandeln. Dafür sind die beiden als Frauen verkleidet und erleben sogar einige zärtliche Momente. Seinen Höhepunkt hat die Szene jedoch, als Glenn die vermeintliche Möglichkeit bekommt, durch den Druck auf einen Tablet-Button unschuldige Demo-Teilnehmerinnen in die Luft zu jagen. Weil er lieber "der Schlachter als das Schaf" sei, entscheidet sich der Trump-Troll nach kurzem Zögern tatsächlich dazu, den Knopf zu drücken. In der nächsten Szene stimmt er Morad dann ironischerweise wieder zu, als der sich darüber auslässt, wie einfach sich Linke radikalisieren und zu Mördern machen lassen.

Somit ist die erste und letzte Staffel von Who Is America? mit all ihrer glorreichen Komik und unzähligen Fremdschäm-Momenten auch schon wieder vorbei. Zwar haben wir den berüchtigten Clip mit Sarah Palin nie zu Gesicht bekommen, aber immerhin hat Cohen der US-Politikerin für die ganze kostenlose Werbung noch einen kleinen Gruß im finalen Abspann hinterlassen.

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