So werben die Parteien am Weltkatzentag mit Cat-Content

Unsere Parteien versuchten, möglichst internetzig zu wirken. Aber wie gut ist ihnen das gelungen?

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09 August 2017, 10:28am

Es gibt zwei Dinge, die im Internet immer funktionieren: Katzen und Titten. Titten lassen sich im Wahlkampf nur schwer instrumentalisieren, Katzen hingegen bieten unseren Parteien eine Steilvorlage, um endlich semi-süße, subtil-politische, pseudo-philosphische oder einfach tierliebe Inhalte posten zu dürfen. Logisch, dass am Weltkatzentag – dem höchsten Feiertag im Kirchenjahr des Internets – alle ein bisschen auszucken.

Ein kurzer Überblick: Während sich die Wiener SPÖ Grumpy Cat schnappt und "#nazicodes" hashtaggt, setzen Die Grünen lieber auf knallharte Fakten und die alltäglichen Herausforderungen, mit denen man als Katze so zu kämpfen hat. Der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann hingegen liefert ein prätentiöses Katzen-Zitat, das man wahrscheinlich bei Google auf Seite 1 findet, wenn man nach "Katzen-Zitat" sucht.

Einzig die ÖVP scheint gestern geschlafen zu haben und ließ sich die Gelegenheit auf katzenbedingte Shares auf all ihren Kanälen entgehen. Wir wollen hier nicht die Grundlage für heftige Streitereien in der Kurz'schen Parteizentrale liefern, bei denen dann Social-Media-Manager gefeuert werden oder, noch schlimmer, durch Peter L. Eppingers Tür auf die dunkle Seite gezogen werden, aber naja, die Wahrheit muss gesagt werden. Erst recht, wenn es die Wahrheit über Katzen ist.

Der wahre Skandal, den hier alle zu vergessen scheinen, ist aber ein anderer. Ausgerechnet Norbert Hofers legendärer Photoshop-Kater Robi wurde nämlich am Weltkatzentag einfach ignoriert. Sowohl von seinem Herrchen, als auch von den Medien, die es komplett versäumt haben, die investigative Fotomontage-Geschichte anhand von Robis Schatten erneut aufzurollen (wir nehmen uns da natürlich auch an der eigenen Nase). Nur die Neos haben mit ihrem Strolz-streichelt-Kätzchen-Posting etwas veröffentlicht, das sich mit ein bisschen Fantasie als Kommentar auf Hofers vermeintlich geshopptes Kitten lesen lässt.

Die einzige Frage, die am Ende offen bleibt, ist wohl, was die einzelnen Katzen-Postings über die jeweiligen Parteien aussagen. Aber seht selbst.

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