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Sieben Monate in Brasiliens berüchtigtstem Rotlichtbezirk

Wenn man durch Vila Mimosa spaziert, sieht man sich ständig mit einer wilden Mischung aus Ungeziefer, Obdachlosen, Drogen, Tangas, Brüsten, Hunden, Frauen, Männern und Babys in Windeln konfrontiert.

von Fabio Teixeira, Text von Débora Lopes
04 Oktober 2016, 7:00am

Vila Mimosa gehört zu Brasiliens berüchtigsten Gegenden für Prostitution. Während die internationalen Sextouristen eher in Copacabana unterwegs sind, bevorzugt die lokale Klientel Vila Mimosa. Schätzungen zufolge arbeiten in dem Stadtteil im Norden Rios zwischen 2.000 und 3.500 Frauen und man sagt, dass dort täglich 4.000 Besucher ein- und ausgehen.

Heruntergekommene Häuser, Billardkneipen, Läden und als Bars getarnte Bordelle prägen die Gegend (Prostitution selbst ist in Brasilien zwar nicht illegal, der Besitz und Betrieb eines Bordells jedoch schon). Hinter den Häuserfassenden befinden sich dann Tausende winzige, dunkle und fast schon erdrückende Zimmer, wo die Sexarbeiterinnen ihre Kunden empfangen. In Vila Mimosa wohnen gleichzeitig aber auch eine Menge Familien. Wenn man durch das Stadtviertel spaziert, sieht man sich ständig mit einer wilden Mischung aus Ungeziefer, Obdachlosen, Drogen, Tangas, Brüsten, Hunden, Frauen, Männern und Babys in Windeln konfrontiert. Transgender sind in Vila Mimosa jedoch absolut nicht erwünscht.

Der Fotograf Fabio Teixeira hat sieben Monate lang in und um Vila Mimosa herum gelebt und dabei versucht, die Atmosphäre der Gegend bildlich einzufangen. "Ich durfte die Welt von Vila Mimosa mit ihren ganzen Kontrasten und Extremen am eigenen Leib erfahren", erzählt er.