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700 englische Rassisten haben am Wochenende die Stadt Dudley lahmgelegt

Die English Defence League will nicht, dass eine neue Moschee in der Stadt in den englischen Midlands gebaut wird, und versammelte sich deswegen am Samstag dort, um darüber zu meckern.

von Chris Bethell, Text: Steve Zacharanda
10 Februar 2015, 8:24am

Vergangenen Samstag strömten etwa 700 Mitglieder der English Defence League (EDL) nach Dudley, bereit, im Namen des Patriotismus britisches Ale zu trinken und mit paranoiden Schildern über Moslems herumzumarschieren.

Die Stadt wurde weitläufig abgesperrt; Polizisten aus dem ganzen Land positionierten sich an den beiden Straßen sowie an den riesigen Straßensperren aus Metall, die entlang der Demonstrationsroute aufgestellt worden waren. Diese waren dazu da, die EDLer von den etwa 50 antifaschistischen Gegendemonstranten sowie den ortsansässigen Moslems, die sich nahe einer Moschee versammelt hatten, fernzuhalten.

Die Atmosphäre in dem Pub, in dem sich die EDL versammelte, war ganz so, wie man sie sich vorstellt: wie ein Reisebus voll wütender, besoffener Idioten unterwegs auf einem Tagesausflug. Mitglieder aus ganz Großbritannien waren angereist und so ziemlich alle in der Kneipe—außer vielleicht ein oder zwei Sikhs—waren weiße Männer zwischen 20 und 50. Behelfsmäßige Poster wurden verteilt—und an dieser Stelle muss man ihnen zugute halten, dass derjenige, der die Bastelabteilung der EDL leitet, scheinbar damit angefangen hat, die Slogans einer Rechtschreibprüfung zu unterziehen.