Sacha Baron Cohen hat einen Restaurantkritiker "Menschenfleisch" essen lassen

Ja, 'Who Is America?' ist eine surreale Show, aber diese Folge stellt alle bisherigen Absurditäten in den Schatten.

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21 August 2018, 8:52am

Wir kennen ihn bereits als Ali G, Borat, Brüno und als General Aladeen. In seiner neuen Serie Who Is America? spielt Sacha Baron Cohen unter anderem einen Ex-Knacki namens Rick Sherman, der die gesamte Kunstszene erbarmungslos trollt. Er hat einen Galeriebesitzer dazu gebracht, ein Gemälde zu loben, das angeblich aus menschlicher Scheiße besteht. Er hat einen EDM-DJ überredet, die Geräusche einer Gefängnis-Messerstecherei einem vollen Club in Florida vorzuspielen. In der neuesten Folge nimmt Cohen die Welt der Gourmets ins Visier – und macht einen Restaurantkritiker zum Kannibalen.

In dem Segment lädt Sherman den Redakteur Bill Jilla von dinnerreviews.com zu einem Drei-Gänge-Menü unter dem Motto "Knast" ein. Es beginnt recht simpel, mit einem "Medley aus Bohnen und Toast" als Vorspeise, aber dann wird es schnell ein wenig ... exotischer.

"Dieses Gericht ist von einer wahren Geschichte inspiriert", erklärt Sherman Jilla, als er den nächsten Teller bringt. "Im Knast brauchte ich Kalbsfleisch, aber wir konnten natürlich keins kaufen." Deshalb habe er einen Häftling namens Andy Newman beauftragt, es für ihn ins Gefängnis zu schmuggeln. "Er brachte das Kalbsfleisch mit seiner üblichen Methode in den Knast: in einem Kondom in seinem Hintern. Es war das zarteste Kalbsfleisch, das ich je gekostet hatte. Im Grunde war es massiert worden, wann immer er einen Schritt machte."

"Wie bei Kobe-Rind", sagt Jilla, bevor er in ein Erdbeer-Kondom voll "anal gereiften" Kalbsfleischs schneidet. Das sei das beste Kalbsfleisch, das er je probiert habe, so der Kritiker anschließend.

Zum Hauptgericht gibt es eine weitere Knast-Geschichte von Sherman. Diesmal erzählt er, wie er angeblich versehentlich ein Steak aus Menschenfleisch aß und auf den Geschmack kam. "Vor ein paar Jahren haben die Chinesen ein Programm gestartet, wo Menschen ihre Organe spenden können. Aber sie können auch ihr Fleisch spenden. Das hier ist ein Filet von einem vegetarisch ernährten chinesischen Dissidenten an Karfiol-Püree."

"Es ist butterweich", seufzt Jilla, als er das vermeintliche Menschensteak probiert. "Es schmilzt in meinem Mund, ich muss gar nicht kauen!" Auf Shermans Anweisung hin schaut Jilla direkt in die Kamera und bedankt sich bei der Familie des Mannes, den er glaubt, gerade zu essen: "An die Familie Lao: Vielen Dank", sagt er, und zeigt dabei das "Lendenfilet", das er "sehr genießt".

Who Is America? ist im Grunde am besten, wenn Cohen US-Politikern dabei hilft, ihre Karriere zu ruinieren, und Personen des öffentlichen Lebens bloßstellt. Jilla ist keins von beidem, er ist nicht einmal ein großer Name in der Foodie-Szene. Seine Website ist seit der Ausstrahlung der Folge offline. Aber trotzdem – bisher hat Who Is America? wohl keine surrealere Szene hervorgebracht als diesen Mann, der vorsichtig in ein gefülltes Kondom schneidet und den Hinterbliebenen seines Menschenfilets für den Schmaus dankt. Wenn diese Serie etwas bewiesen hat, dann dass Cohen und seine Kamera Menschen zu so ziemlich allem bringen können.

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