Mann bricht in Hotelzimmer ein und hängt "Bitte nicht stören"-Schild raus

Der Polizei nannte er einen einfachen Grund für seinen Aufenthalt.

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13 Dezember 2018, 10:03am

Foto Mann: imago | Westend61 || Schild: imago | Blickwinkel || Collage: VICE

Wir kennen das alle: Man ist gerade noch voller Tatendrang unterwegs zur Bahn, um im Fitnessstudio ein paar Sets zu pumpen. Da überkommt einen die Müdigkeit und saugt das Leben aus dem Körper wie ein Tampon das Blut aus einer Vagina. Auch ein Mann aus Baden-Württemberg hatte am Dienstag offenbar den dringenden Wunsch, sich in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs auszuruhen. Und rief damit die Polizei auf den Plan.

Wie die Bundespolizeiinspektion Köln berichtet, war sie am Nachmittag von einer Hotelangestellten gerufen worden. Die Frau soll einen jungen Mann bemerkt haben, der sich unberechtigterweise Zutritt zu einem der Zimmer verschafft hatte. Dann habe er das "Bitte nicht stören"-Schild an die Türklinke gehängt, um sein Hotel-Getaway in Ruhe genießen zu können.


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Der Polizei zufolge habe die Angestellte trotz des Schildes bemerkt, dass der Typ sein Hotelzimmer nicht ordentlich gebucht hatte. Doch als sie ihn darauf ansprach, habe er behauptet, sie nicht verstehen zu können. "Bis die Polizisten eintrafen, redete der junge Mann nur in englischer Sprache", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Das habe sich allerdings geändert, als die Beamten und Beamtinnen den 21-Jährigen in ihren Streifenwagen luden.

Die 150 Euro wollte der 21-Jährige später begleichen

Schon auf dem Weg zur Wache habe der Festgenommene auf Deutsch erklärt, dass er "nur kurz duschen und sich etwas ausruhen wollte". Den Preis für eine Nacht im Hotel – immerhin 150 Euro – würde er später zahlen. Er habe das Geld im Augenblick nur nicht passend dabei, so der müde Mann.

Den Einsatzkräften war dieser Wiedergutmachungsversuch aber offenbar egal: Sie nahmen den 21-Jährigen dennoch mit zur Dienststelle. In der Vernehmung sei er erneut geständig gewesen, schreibt die Bundespolizei. Sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges eingeleitet und den Mann gehen lassen.

Und vielleicht hatte er seitdem endlich Zeit für ein ordentliches Nickerchen in einem bequemen Bett.

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