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Popkultur

Wofür 'Matrix' und 'Sense8' wirklich stehen

Sorry, Männerrechtler. Ihr seid nicht wie Neo und den Wachowski-Geschwistern geht es nicht um die "Unterdrückung" des weißen Cis-Mannes.

von Diana Tourjée
09 Juni 2017, 7:30am

Dass Sense8 eingestellt werden soll, habe ich über mein Online-Netzwerk transsexueller Frauen erfahren. Viele von ihnen haben sich auf Facebook entsetzt darüber geäußert, dass eine der mit Abstand positivsten Medienrepräsentationen von LGBTQ-Personen und ethnisch diversen Charakteren eingestampft wird. Gleichzeitig schämten sie sich aber schon beinahe dafür, wegen einer fiktiven Serie so aufgebracht zu sein. Vielleicht wirkt es im ersten Moment tatsächlich etwas übertrieben, wie Fans auf das Ende von Sense8 reagierten. Gleichzeitig war das Format aber ein gutes Beispiel dafür, wie Kunst auf politisch schwierige Zeiten reagieren kann. Zeiten, wie wir sie gerade durchleben.

Die Netflix-Serie der Wachowski-Schwestern lief über zwei Staffeln und war mit der Diversität ihres Casts ein ähnlicher Vorreiter, wie es Star Trek in den 60er Jahren war. Sense8 hat nicht nur Menschen verschiedener Ethnien und sexueller Orientierungen aus der ganzen Welt, sondern auch verschiedene sexuelle Vorlieben abgebildet. Damit setzte die Serie neue Maßstäbe in Bezug auf sexuelle und geschlechtsspezifische Normen (die Szene, in der eine Orgie gezeigt wird, machte weltweit Schlagzeilen). In der Trans-Community war die Serie aber vor allem wegen der Darstellung von Nomi so beliebt. Jamie Clayton, die die transsexuelle, lesbische Bloggerin und Hackerin spielt, ist auch im echten Leben trans.

... findet die Wahrheit auf Broadly.

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