Video: Diebe wollen Cannabis-Apotheke ausrauben – und werden mit Bong gestoppt

Ein Mitarbeiter liess sich auch von Bärenabwehrspray nicht einschüchtern und griff zum nächstbesten Gegenstand. Zum Glück gab es eine Überwachungskamera.

|
Sep. 13 2018, 7:26am

Screenshot aus dem YouTube-Video "Man Fights Off 4 Bear Spray Wielding Attackers During Cannabis Store Robbery" von BigDaddyDishrags

Wie definieren wir einen Helden? Mut, Einfallsreichtum und Coolness sind definitiv ausschlaggebende Faktoren. All diese Eigenschaften treffen auf den Mitarbeiter einer kanadischen Cannabis-Apotheke zu: Vor Kurzem hatte er drei aggressive Einbrecher vor sich – und selbst mit einer Ladung Bärenabwehrspray, die er von ihnen ins Gesicht gesprüht bekam, war er ihnen haushoch überlegen.

Die Aufnahmen der Überwachungskamera sind fast zu schön, um wahr zu sein. Die zuständige Polizeistelle der Gemeinde Tyendinaga – rund 200 Kilometer nordöstlich von Toronto – hat die Vorkommnisse in einem Facebook-Post aber bestätigt. Die Behörden bitten die Bevölkerung jetzt um Mithilfe bei der Aufklärung des gescheiterten Überfalls.

Wie die Polizei schreibt, stürmten am 6. September drei Männer den Laden. Einer der beiden anwesenden Mitarbeiter leistete allerdings "grossen Widerstand". Ja, das kann man so sagen. Gehen wir das Video doch mal durch.

Zuerst passiert nicht viel. Der Angestellte, seine Kollegin und der wohl kleinste Hund der Welt hängen ganz ruhig in der Cannabis-Apotheke ab. Nach 50 Sekunden bricht allerdings die Hölle los.

Drei maskierte Männer in schwarzen Hoodies stürmen in den Laden und fordern die Angestellten schreiend auf, sich hinzulegen. Gleichzeitig sprüht einer von ihnen mit einem verdammten Bärenabwehrspray in Richtung Theke. Jetzt beginnt der Auftritt unseres Helden. Anstatt den Befehlen der Diebe Folge zu leisten, setzt er mit dem nächstbesten Gegenstand zum Gegenangriff an. Wir befinden uns in einem Kifferparadies: Der Gegenstand ist eine Bong.

Der Mitarbeiter kommt auf die Verkaufsfläche gesprungen und erinnert dabei an einen Charakter aus den Mortal Kombat-Videospielen. Obwohl einer der Eindringlinge weiter mit dem Bärenabwehrspray herumfuchtelt, zeigt der Bong schwingende Angestellte keine Furcht. Er hüpft einfach weiter. In diesem Moment wird klar, dass sich das Machtgefüge um 180 Grad dreht: Jetzt hält unser Kifferheld die Zügel in der Hand.

Ohne Probleme hält er die Möchtegern-Gauner in Schach. Mit der Bong im Anschlag – es lässt sich nicht abschliessend sagen, ob die Handhabung eher an einen Baseballschläger oder an ein Eisenrohr erinnert – lässt er keinen der Eindringlinge aus den Augen. Und die wissen offensichtlich nicht, wie sie sich gegen den Kifferutensile schwingenden Terminator wehren sollen. Gegen das Bärenabwehrspray scheint er ja immun zu sein. Aber mal ehrlich, wer hätte an ihrer Stelle keine Angst? In seiner Verzweiflung greift einer der Diebe schliesslich selbst zu einer Waffe. In seinem Fall ist das ein Mülleimer.

Wie reagiert der Angestellte? Ihm ist das scheissegal. Er zuckt so nonchalant mit den Schultern, als sei es das Normalste der Welt, einem Einbrecher mit einem Abfalleimer in der Hand gegenüberzustehen. "Und was willst du jetzt damit machen?", fragt er.

Der Dieb weiss genau, was er mit dem Mülleimer machen will: Er wirft ihn mit ordentlich Schwung in Richtung des Angestellten. Unser Held weicht jedoch gekonnt aus und rückt den Eindringlingen jetzt richtig auf den Pelz. Wahrscheinlich hat er keine Lust mehr auf die Faxen.

Er geht zum Angriff über. Die drei Diebe geben endgültig auf und versuchen abzuhauen. In diesem Moment schlägt unser Held endlich zu, die Bong zerbricht. Zum Schluss ruft er den drei Typen noch ein paar nette Worte hinterher, schlägt die Tür zu und weist seine Kollegin an, jemanden anzurufen.

Man muss aber natürlich auch sagen, dass unser Held ziemliches Glück hatte. Vor ihm standen jetzt nicht gerade die smartesten Einbrecher. Und auch wir können uns glücklich schätzen: Einen Typen, der so abgebrüht ist, dass er mit einer Bong drei Kerle verscheucht, sehen wir auch nicht alle Tage.

Folge VICE auf Facebook, Twitter und Instagram.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf VICE CA.

Mehr VICE
VICE-Kanäle