Heulsuse der Woche: Der Chickenwings-Räuber vs. prüde Hollywood-Stars

Heidi und Tom schockieren Amis mit Knutscherei auf den Golden Globes, in Potsdam prügeln sich Menschen um einen Eimer Chickenwings.

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11 Januar 2019, 1:33pm

Fotos: imago | Future Image (l.) || imago | Independent Photo Agency (r.) 

Es ist mal wieder an der Zeit, sich über ein paar Menschen zu wundern, die mit der Welt nicht fertigwerden.

Heulsuse #1: Die prüden Stars auf den Golden Globes, die unserer Heidi und unserem Tom IHR GLÜCK NICHT GÖNNEN!

Der Vorfall: Die frischverlobten Heidi Klum und Tom Kaulitz haben auf den Golden Globes offenbar immer mal wieder rumgeknutscht, sogar beim Essen während der Preisverleihung.

Die angemessene Reaktion: Heidis Essen aufessen.

Die tatsächliche Reaktion: Antonio Banderas und Janelle Monáe, die mit den beiden am Tisch sassen, waren angeblich nicht so begeistert. Banderas erzählte dem australischen Magazin "Who" danach, er habe sich "wie in einer Peepshow" gefühlt. Weil die beiden einfach nicht aufhörten, aneinander herumzufummeln, flüchteten Banderas und Monáe irgendwann vom Tisch und verbrachten die Zeremonie an der Bar.


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Heidi und Tom kann das natürlich egal sein, die beiden sind gerade auf dem Höhepunkt ihres Glücks, denn sie haben sich über Weihnachten verlobt. "Ich glaube immer noch an die Liebe und die Ehe, obwohl ich damit zweimal gescheitert bin, ich bin da nicht sehr gut drin", erzählte Heidi vor kurzem in der Ellen DeGeneres Show. "Ich habe einen tollen Menschen gefunden – mal schauen, was passiert... er hat aber wirklich einen tollen Körper!"

Romantischer geht es wirklich nicht. Stay horny, ihr Turteltauben!

Heulsuse #2: Der Chickenwings-Räuber von Potsdam

Der Vorfall: Drei Potsdamer haben sich einen Eimer Chickenwings gekauft, von denen sie nichts an einen 21-Jährigen abgeben wollten, der ihnen offenbar schon den ganzen Abend auf den Sack gegangen war.

Die angemessene Reaktion: Sich eigene Chickenwings kaufen.

Die tatsächliche Reaktion: Der 21-Jährige soll einen der drei angegriffen haben und schlug dem 51-Jährigen offenbar mit einer zehn Zentimeter grossen Medaille (nein, wir haben auch keine Ahnung, warum er eine zehn Zentimeter grosse Medaille dabei hatte) auf den Kopf. Danach soll er versuchte haben, den Mann auch noch mit einer Glasflasche zu schlagen, was dessen Freund allerdings verhindern konnte.

Das ganze ist zwar schon im Februar 2018 passiert, wird aber an diesem Freitag in Potsdam vor Gericht verhandelt. Und weil wir es damals verpasst haben, ihn für seine Heulsusigkeit auszuzeichnen, bekommt er eben jetzt die Chance.

Also, was ist damals mutmasslich passiert? Der 21-Jährige war der Gruppe schon vorher am Hauptbahnhof begegnet und hatte sie dort oangelabert, die drei älteren Herrschaften wollten aber nichts mit ihm zu tun haben.

Der junge Mann verfolgte die Gruppe daraufhin offenbar. Jedenfalls soll er gegen 2 Uhr morgens plötzlich vor deren Wohnungstür aufgetaucht sein und den Eimer Chickenwings verlangt haben, den der 51-Jährige sich mittlerweile bei KFC gekauft hatte. Der wollte sie aber lieber selbst behalten, weshalb er dann den Schlag mit der Medaille kassierte.

Dann gab es offenbar eine Rangelei, in der der Freund des 51-Jährigen den jüngeren Mann vertreiben konnte – allerdings gelang es dem tatsächlich noch, die Chickenwings zu klauen. Auf der Flucht stolperte er allerdings im Treppenhaus, verletzte sich dabei leicht und – es ging wirklich alles schief – verlor die Chicken Wings. Ziemliche Scheiss-Aktion, danach hatte wirklich keiner mehr was davon.

Der 51-Jährige musste mit einer Platzwunde ins Krankenhaus, der 21-Jährige wurde in Gewahrsam genommen, dabei wurden bei ihm 1,95 Promille gemessen. Knapp einen Monat später fiel derselbe Typ übrigens nochmal damit auf, dass er von einem Kunden in einer Bankfiliale Bargeld verlangte – vielleicht, um sich Chickenwings zu kaufen? Der Kunde jedenfalls wollte ihm kein Geld geben, der 21-Jährige soll ihn deshalb mit einem Gürtel bedroht haben, rannte dann aber doch weg. Auch diese Profi-Aktion wird am Freitag vor Gericht verhandelt.

Potsdamer Nächte – verwirrend, fettig, gewaltgeladen. Muss man bei Gelegenheit mal hinfahren! Und jetzt ab ins Wochenende, ihr Streptokokken!

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