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So sah Amsterdams Rotlichtbezirk in den 90er Jahren aus

Die Massen an Touristen, die heutzutage durch diesen Teil der Stadt flanieren, haben die wahre Essenz des Bezirks für immer verändert.

von Huub Prickaerts
13 Dezember 2016, 5:00am

Auf den ersten Blick hat es den Anschein, als hätte sich im Amsterdamer Rotlichtbezirk im Laufe der letzten paar Jahrzehnte nicht viel verändert. Die Sexarbeiterinnen bieten Passanten immer noch ihre Dienste an und überall lauern auch heute noch heruntergekommene Kneipen und Dealer. Dennoch gab es in den vergangenen Jahren einen Umbruch: Die Bemühungen der niederländischen Hauptstadt, im Rotlichtbezirk "aufzuräumen", haben dazu geführt, dass viele der Coffeeshops und Prostitutions-Schaufenster geschlossen wurden. Und die Massen an Touristen, die durch diesen Teil der Stadt flanieren, haben außerdem die wahre Essenz des Bezirks verändert.

Der Fotograf Huub Prickaerts hat in den 90er Jahren im Amsterdamer Rotlichtbezirk gelebt und während dieser Zeit auch viele der Sexarbeiterinnen, Putzkräfte, Freier, Kriminellen, Anwohner, Touristen und Drogensüchtigen abgelichtet, die die Gegend geprägt haben. Da Fotografieren in keinem Rotlichtbezirk der Welt gern gesehen wird, hat Prickaerts immer aus der Hüfte geschossen, während er in die andere Richtung schaute. Diese Technik ist jetzt vielleicht nicht gerade professionell, aber die Fotos machen dafür aber einen umso besseren Eindruck.

Huub Prickaerts Fotos aus dem Amsterdamer Rotlichtbezirk sind jetzt zusammengefasst in dem Buch 'De Wallen, Foto's 1993-1996' erschienen.