Was ich so alles aus den Ärschen Fremder gefischt habe

Scheiß auf den Eid des Hippokrates. Eine Ärztin erzählt uns Dinge, die wir eigentlich gar nicht wissen wollen.

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10 Januar 2013, 12:25pm

Hey, ich bin Dr. Mona Moore. Das ist natürlich nicht mein richtiger Name, aber ich bin eine richtige Ärztin. Spar dir dein Mitleid—ich werde nämlich immer einen Job haben, eine Wohnung, die zehnmal größer ist als deine, und das Recht, dir zu sagen, was du tun sollst. Einfach nur, weil ich es besser weiß. Viel Spaß mit meiner Kolumne! Scheiß auf den Eid des Hippokrates.

Einer meiner Patienten hat mich wirklich schamlos ausgenutzt. Bei seinen drei bisherigen Besuchen hatte ich meine Hand in seinem Anus—das muss extrem wehgetan haben, aber dieser perverse Masochist hat es richtig genossen. Er hat mich einfach wie eine Gurke oder Zuchini benutzt, um seine sexuellen Fantasien zu befriedigen. Dabei gehört das aber ganz sicher nicht zu meinen Aufgaben.

Er kam mit breit gespreizten Beinen in die Notaufnahme, was normalerweise auf einen Blutgefäße platzenden Fick deutet. Er wollte sich auch im Warteraum nicht hinsetzen. Erst nach eingehender Untersuchung konnte ich feststellen, dass das Problem des Patienten selbstverursacht und nur zum Teil ein Unfall war. Er hat sich seine eigenen Analkugeln gebastelt, indem er Schrauben und Muttern in ein Kondom gestopft hat. Das Kondom platzte und die ganzen Kleinteile hatten sich überall in seinem Arsch verteilt. Um diese Metallgegenstände wieder ans Tageslicht zu bringen, griff ich tief an seinem gar nicht so engen Schließmuskel vorbei, bis meine Hand ganz verschwunden war. Ich entfernte zunächst die Schraube und achtete darauf, ihm mit den harten Kanten nicht zu verletzen und allzu große Schmerzen zuzufügen. Aber als er noch zwei weitere Male mit demselben Problem in der Klinik auftauchte, wurde mir langsam klar, dass das Einführen der Analkugeln nur den halben Spaß ausmachte. Mindestens genauso gefiel ihm meine Hand in seinem Arsch. Ich fühlte mich so ausgenutzt.

Aber es ist eine Tatsache, Menschen stecken sich alle möglichen Sachen in alle denkbaren Löcher. Der Anus ist dabei mit Abstand am beliebtesten. Zu uns kommen jede Woche mindestens fünf Spezialisten, die sich Sachen in den Arsch gesteckt haben, die da nicht hingehören. Schön langsam nervt mich dieser Umstand. Das einzige, was daran Spaß macht, sind die Ausreden, die wir uns ständig anhören müssen. Ein Mann hat einmal behauptet, er würde seine Gurken immer in der Dusche lagern. Er sei ausgerutscht, auf dem Gemüse gelandet und darum ist sie auch gänzlich in seinem Rektum verschwunden.

Rektales Gemüse ist nichts Ungewöhnliches. Welche Objekte in Frage kommen, hängt nur von der Größe des Arschlochs ab. Die Leute sind unglaublich kreativ, wenn es um autoerotische anale Stimulation geht. Du siehst zum Beispiel das hartgekochte Ei auf dem Frühstückstisch und denkst dir: Würde das nicht wirklich gut in meinen Arsch passen?

Sogar Tiere gehören dazu. Ein 50-jähriger Mann führte sich einen lebenden Aal in sein Rektum, um „etwas gegen die Verstopfung zu tun“. Dummerweise fraß sich der Aal durch seine Eingeweide und perforierte so seinen Anus. Eine OP war nötig und nachher ein künstlicher Darmausgang – für zwei Monate. Aber warum so kompliziert und exotisch? Auch kleine Mäuse sind sehr beliebt, die machen anscheinend ein angenehm kratzendes Gefühl. Einmal kam ein Mann mit Seitenschmerzen zu mir; auf den Röntgenaufnahmen war zu erkennen, dass sich eine Maus in seinen Eingeweiden verbissen hatte und dort dann erstickt war.

Ander Objekte, die ich aus Ärschen geholt habe, sind: Bettpfosten, Türklinken, Mayonnaisegläser, Kerzen, eine kleine Pistole, eine Zeitung, eine 30 cm lange und 20 cm dicke Salami, Tennisbälle, ein Aluminiumröhrchen (darin verstecken Häftlinge ihr Geld und andere Wertsachen), Axtstiele, Lötkolben, der gefrorene Schwanz eines Schweines, ein Pfannenwender und einen Eispickel. Bei einem Fall musste einem 65-Jährigen ein Vibrator entfernt werden, den er sechs Monate lang in seinem Arsch gehabt hat. Er war damit sogar auf der ganzen Welt herumgereist. Ein 20-Jähriger kam in die Notaufnahme mit einer halbvollen Flasche Tomatensaft in seinem hinteren Dickdarm. Er wollte die Flasche mit einem Kleiderbügel wieder herausbekommen und hat bei dem Versuch seinen Dickdarm zerschnitten. Der Typ wohnte noch bei seinen Eltern und sie waren sogar bei der Operation dabei. Als wäre er damit nicht schon genug gestraft muss er den Rest seines Lebens in einen Beutel scheißen.

Was dürft ihr also erwarten, wenn ihr euch mit Haushaltsartikeln vollstopft? Der Arzt wird wissen wollen, wie das passiert ist. Ihr könnt sagen, dass ihr beim Versuch eine Glühbirne zu wechseln auf eine Orange gefallen seid. Oder beim Schälen einer Orange auf eine Glühbirne. Aber nachdem euch das sowieso keiner glauben wird, könnt ihr genauso gut ehrlich sein. Ihr bekommt eine digitale Rektaluntersuchung und werdet vielleicht geröntgt, damit Art und Lage des Fremdkörpers bestimmt werden können. Dann müsst ihr euch nach vorne beugen, damit wir richtig tief reingreifen können. Wenn das nicht reicht, bekommt ihr eine Narkose. Es ist im Rektum zwar ziemlich eng, aber wir bekommen die ganze Hand da hinein, wenn es tatsächlich sein muss.

Zu den Risiken gehört, dass ihr ab dann ständig furzen müsst und ihr eure Verdauung nicht mehr richtig in Griff habt; wenn ihr scheißen müsst, dann sofort. Das größte Risiko ist aber, dass ihr euren Darm so sehr verletzt, dass es zum Tod führen kann. Bei der Autopsie eines Mannes fand man den kompletten Inhalt eines Werkzeugkastens in seinen Eingeweiden.

Wenn ihr also nicht damit aufhören könnt, es eurem Arsch mit einem Kürbis zu besorgen, dann sorgt doch bitte dafür, dass ihr ihn auch wieder raus bekommt—und nicht ich das schlussendlich machen muss.