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Rasierklingen, Hasch und Hummer: Eine Juggalo-Motel-Party

Das passiert, wenn 30 Juggalos sich in einem Motelzimmer versammeln und Gras rauchen, Augenbrauen rasieren und Faygo trinken.

von Mitchell Sunderland
03 Juli 2015, 8:07am

Fotos: Amy Lombard

Es gab viel Lärm und Aktivität in der Lobby des Jack White Theater, des historischen Vortragssaals des Detroiter Freimaurertempels, als eine Horde Juggalos sich dort versammelte, um ein Double Feature von Filmen der Insane Clown Posse anzusehen. Einer der Juggalos, ein kleiner Mann mit einem dreckigen Ziegenbart, fuchtelte mit einem lebenden Hummer herum. Er rannte damit durch die Gegend, bis er einen Freund, einen fetten Typen, erspähte, der sich den Hummer griff und ihn am Ziegenbart des kleinen Mannes rieb. Dann leckte der kleine Mann den Hummer ab.

„Der Typ hat sich Krebs geholt!", rief ein Juggalo aus der „An sowas sterben Juggalos!"

Das Geschrei rief andere Juggalos auf den Plan. Der fette Juggalo biss dem Hummer ein Bein ab und spuckte es auf den Boden. Dann biss ein Typ in einem lilafarbenen Anzug dem Hummer den Kopf ab. Einer von ihnen warf den Hummer auf den Boden und dann sprang der Typ im lila Anzug in die Luft und verpasste dem Tier einen Bodyslam. Hummereingeweide verteilten sich über den Boden.

Der Juggalo Day, das jährliche Gratiskonzert der Insane Clown Posse, bei dem Konserven für Detroiter Tafeln gesammelt werden, stand kurz bevor. Ich war mit der Fotografin Amy Lombard dort, um ein Profil über die ICP zu schreiben.

VIDEO: Der japanische Tattookünstler Horiyoshi III. nimmt die Körperverzierung ein bisschen ernster als Juggalos.

Nach dem Zwischenfall mit dem Hummer lud uns ein fülliger blonder Juggalo namens Brian zu einer Juggalo-Party in einem Motel in der Innenstadt von Detroit ein, damit wir uns ein Bild davon machen konnten, wie Juggalos Afterhour machen.

Im Motel waren wir nicht ganz sicher, in welches Zimmer wir gehen sollten, bis wir die dröhnende ICP-Musik im Korridor hörten und der Fährte aus Gras, Zigaretten, Schweiß, Starkbier und Faygo-Brause folgten. Wir traten ein und ein ganzes Zimmer voller Juggalos rief wie auf Kommando: „Whoop! Whoop!"

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Was als Nächstes geschah, war eine Mischung aus Augenbrauenrasieren, Tittenzeigen und Faygo-Schütten. Doch Amy Lombards Bilder von jener Nacht sagen mehr als tausend Worte: