The Burnout and Escapism Issue

Für immer jung: Ein Wochenende unter Menschen, die sich weigern zu sterben

Sie schlucken Pillen, blechen für Teenager-Blut oder planen, sich einfrieren zu lassen. Wir waren bei einer Konferenz der Immortalisten.

von Annalies Winny; fotos von M. Holden Warren
08 Februar 2019, 1:14pm

Ivan Apers (Mitte), umgeben von Teilnehmenden der RAAD Challenge. Das einjährige Gesundheits- und Fitnessprogramm endet mit dem RAADfest, dort zeigen sie ihre neue Fitness mit einer Choreografie.

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"Sind wir bereit, die Türen zu öffnen?", fragt eine Event-Producerin im Catsuit in ihr Headset-Mikrofon. EDM pumpt über die Lautsprecher, Hunderte Menschen fluten in den Ballsaal des Hotels im kalifornischen San Diego: gebräunte, fitte Mittzwanziger, eine Gruppe von Freunden aus Venezuela, ein Ingenieur aus Lagos, gebotoxte Rentnerinnen, ältere Paare mit Rollator. Sie suchen sich ihre Sitze und warten auf die frohe Botschaft:

"Wenn ihr mich fragt, muss niemand von euch noch sterben!", verkündet der Mann mit den silbergrauen streng nach hinten gekämmten Haaren. Die Menge jubelt. Darum geht es hier beim dritten jährlichen RAADfest im September 2018: Lebensverlängerung, oder sogar Unsterblichkeit. RAAD steht für "Revolution Against Aging and Death", die hier versammelten Fans des extremen Anti-Agings werden auch Immortalisten genannt. Und Jim Strole spricht jetzt zu ihnen.

Strole – körperlich 70, geistig alterslos – macht eine schneidige Figur, plustert sich auf wie ein Zirkusdirektor. Neben ihm auf der Bühne steht Bernadeane, 81 in Kalenderjahren, sie trägt Leopardenmuster und roten Lippenstift. Ihrer Aussage dürften alle hier zustimmen: "Nicht zu sterben ist der grösste Erfolg!"

Ausserhalb der Konferenz sehen das viele wohl anders. Das Bewusstsein für unsere Sterblichkeit hat sich in Form von Floskeln eingebrannt: "Das Leben ist kurz", "Nicht ist gewiss, ausser der Tod" und "Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter". Wie sähe das Leben aus, wenn es kein Ende hätte? Mehr als 1.000 Menschen sind auf das RAADfest gekommen, um es herauszufinden.

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Jim Strole und Bernadeane, die Gründer der ImmortalistenGruppe People Unlimited, begrüssen das RAADfest-Publikum. Das Duo ist seit Jahrzehnten auf der Suche nach Unsterblichkeit – und verkauft seinen Traum auch anderen

Viele von ihnen sind Mitglieder von Stroles und Bernadeanes Immortalisten-Gruppe People Unlimited, die hat ihren Sitz in Scottsdale, Arizona. Organisiert wird die Konferenz von der Coalition for Radical Life Extension, darunter Fachleute aus grenzwissenschaftlichen Bereichen, Biotech-Start-ups und andere Jäger der Unsterblichkeit. Der Coalition zufolge können wir das Altern noch zu unseren Lebzeiten abschaffen. Die Teilnehmer des RAADfest zeigen, dass mit diesem Vorhaben schon heute Geld zu machen ist, durch Mitgliedsbeiträge, Nahrungsergänzungsmittel und mithilfe von Investoren.

Die Hochburg der Immortalisten heisst Scottsdale,

People Unlimited hat Mitglieder in aller Welt, sie sind so etwas wie die Bodentruppe der Immortalisten-Bewegung. Wie lange sie leben wollen? "Da legen wir uns nicht fest – endlos", verkündet Strole dem Publikum. Wahre Unsterblichkeit können Menschen zwar noch nicht erreichen, Stroles Fans geht es allerdings auch darum, den drohenden Tod zu vergessen: Sie wollen leben, arbeiten und lieben, als hätten sie alle Zeit der Welt. Die Vorstellung von einer Welt ohne Altern, Krankheit und Tod ist halb wissenschaftliches Ziel, halb spirituelles Bekenntnis.

"Es ist ungeheuer erleichternd, so zu leben", sagt Strole in einem Telefonat mit VICE. Das vollgepackte Programm des RAADfest liegt erst eine Woche zurück, doch Strole und Bernadeane wirken rundum fit. Vielleicht sind sie einfach von Natur aus rüstig. Vielleicht liegt es auch an ihrem aktuellen Gesundheitsplan aus Vitaminen, Immunkuren, Klavierspielen und Sportwagenfahren.

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In der Ausstellungshalle des RAADfest testet eine Frau das Rasha-Morphogenic-Harmoniser-System. Das Produkt macht angeblich Mutationen in "schlechter DNA" rückgängig. Die Firma hinter dem Gerät bietet "Quanten-Selbstfürsorge" als Alternative zur westlichen Schulmedizin.

Für leidenschaftliche Immortalisten ist die Suche nach dem heiligen Gral eine Vollzeitaufgabe. Über die neuesten Innovationen halten sie sich so akribisch auf dem Laufenden, wie tiefgläubige Christen die Bibel studieren. Die Anti-Aging-Industrie ist weltweit 250 Milliarden Dollar schwer, Tendenz steigend – und viele der Produkte gibt es auf dem RAADfest zu kaufen.

"Ich fühle mich metallisch", sagt der Australier Ray Palmer in der Ausstellungshalle der Konferenz. Seit mehr als einer Stunde hängt er an einem Tropf, der ihm das Coenzym NAD+ zuführt. Ein Mangel an diesem Coenzym wird mit Alterung und altersbedingten Krankheiten in Verbindung gebracht. In einer Studie machte NAD+ Mäuse lebhafter, sie bauten mehr Muskeln auf. Beweise für eine solche Wirkung bei Menschen gibt es nicht, doch Palmer scheint davon zu profitieren: "Meine Gedanken sind sehr tiefgründig. Seit ich hier sitze, verfasse ich in meinem Kopf ein Buch über die Pflanze da drüben." Viele Menschen stehen an, um die Verjüngungskur zu testen.

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Rudi Hoffman, 61, legt sich in eine Druckkammer für hyperbare Sauerstofftherapie. Hoffman selbst verkauft Kryogenik-Lebensversicherungen.

Am Stand seines Stem Cell Institute bietet der Gesundheitswissenschaftler Neil Riordan eine Stammzellentherapie in Panama an. Die habe Mel Gibsons Vater vor Leber- und Nierenversagen gerettet, erzählt er dem Publikum. Hutton Gibson sei im Rollstuhl in die Klinik gekommen, einen Monat später habe er wieder gehen können. Auch im RAADfest-Angebot: Injektionen mit dem Blutplasma eines Teenagers, für umgerechnet 7.000 Euro. Oder eine vibrierende Plattform – wer sich daraufstelle, erziele "die beste Wirkung überhaupt". Besucher des Events können sich ausserdem zwischen elektrische Ströme legen, während eine Frau ihnen ins Ohr säuselt, oder Vagina-Gewichte von einem angeblichen Tantrameister kaufen.

Dann stellen sie hier noch die ultimative spekulative Investition aus: die Kryogenik, bei der Menschen sich einfrieren lassen, um in der Zukunft hoffentlich wiederaufzuerstehen. R. Michael Perry arbeitet – und wohnt – in einer Kryogenik-Einrichtung namens Alcor und bewacht dort mehr als 160 gefrorene Menschen. "200.000 Dollar für den ganzen Körper, 80.000 für den Kopf", sagt er. "Oben sitzen die Erinnerungen, den Rest sollten wir nachbauen können." Das Geschäft von Alcor, deren Anlage sich ebenfalls in Scottsdale befindet, läuft gut: Aktuell warten 1.200 Menschen darauf, nach ihrem Tod von der Firma eingefroren zu werden. Die meisten zahlen im Voraus mittels einer speziellen Lebensversicherung. Schon seit den 1970ern sammelt Alcor Leichen, bisher wurde keine von ihnen wieder zum Leben erweckt. Niemand weiss, ob das je möglich sein wird.

Ivan Alpers geht das zu weit. "Ich bin doch kein Eis am Stiel", sagt der muskulöse Belgier. Er ist extra nach Arizona ausgewandert, um näher an People Unlimited zu sein. Auch einige Menschen aus Venezuela sind wegen der Immortalisten in den US-Staat gezogen. Unter ihnen war Libny González, die sich der Gruppe vor 13 Jahren anschloss.

"Wenn du als Frau 30 wirst, heisst es: 'Du musst heiraten und Kinder kriegen'", sagt sie. "Und mit 45 ist es vorbei. Du kannst nicht mehr schön sein, dich verlieben oder Kinder kriegen. Nein, danke!" González ist überzeugt, sie werde im Leben alles erreichen, was sie sich wünsche. "Weil ich grenzenlos bin. Ich weiss, dass ich nicht sterbe."

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Ben Goerztel von Hanson Robotics führt zusammen mit Sophia, einem humanoiden Roboter der Firma, einen Song von Björk auf. Hanson möchte "lebende Maschinen" erschaffen, die ein eigenes Bewusstsein haben.

Bernadeane ist Uroma, trägt selbstbewusst Miniröcke und hat noch keinen Cent darauf verschwendet, ein Testament aufzusetzen. Das unendliche Leben ist für sie einen Ausweg aus schmerzhaften Dynamiken und Normen, von eifersuchtsgeladenen Beziehungen über traditionelle Familienrollen bis hin zu Modevorschriften für verschiedene Altersgruppen.

"Jahre machen Menschen Angst", sagt Bernadeane zu VICE. "Ich bin seit 81 Jahren hier – das heisst aber nicht, dass ich 81 Jahre alt bin." Jüngere Menschen haben es nicht ganz so eilig, ihr Leben zu verlängern, dementsprechend neigen sie weniger zu experimentellen Behandlungen. Nach ihren Anti-Aging-Bemühungen gefragt, nennen die meisten jungen Immortalisten auf dem RAADfest nur Nahrungsergänzung und Sport.

"Das ist so was wie unser Motto: 'Lange genug leben, um ewig zu leben'"

Bernadeanes Enkelin Brittany Bejarano ist 31 und macht täglich Yoga, drei- bis viermal wöchentlich hebt sie Gewichte. Ihr Nahrungsergänzungsplan könne ein ganzes Notizbuch füllen, sagt sie. Jungen Immortalisten wie ihr geht es vor allem darum, den Körper fit zu halten, damit er für zukünftige Innovationen vorbereitet ist.

"Das ist so was wie unser Motto: 'Lange genug leben, um ewig zu leben'", sagt Bejarano. Der Spruch stammt von dem Futuristen Ray Kurzweil, der mit 70 Jahren Google als Director of Engineering dient. Beim RAADfest liegt Spannung in der Luft, als sei der Schlüssel zum ewigen Leben inzwischen in Reichweite: nur noch ein Weilchen überleben, um den technischen Durchbruch mitzukriegen.

Genauer gesagt: bis etwa 2045. In seiner Keynote-Ansprache versichert Kurzweil dem RAADfest-Publikum, bis zu diesem Jahr sei der Wendepunkt erreicht. Futurologen sagen dazu "Singularität": Wenn künstliche Intelligenzen lernen, sich selbst zu verbessern, werde der technische Fortschritt exponentiell zunehmen.

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Brittany Bejarano, 31, ist die Enkelin von Bernadeane, der Mitgründerin von People Unlimited. Sie ist in der Immortalisten-Community aufgewachsen und wünscht sich, dass auch ihr Sohn "lange genug lebt, um ewig zu leben".

In den vergangenen Jahren haben Forscherinnen und Forscher immer mehr Techniken entwickelt, um Zellalterung umzukehren und altersbedingte Schäden zu reparieren – hauptsächlich bei Mäusen. Wenn diese Methoden auch beim Menschen wirken, könnten wir unsere biologische Uhr potenziell immer wieder zurückdrehen. Dank künstlicher Intelligenz könnte es in noch jungen Forschungsbereichen schneller zu Versuchen an Menschen kommen. Vielleicht können wir die Daten, die wir so sammeln, in Zukunft blitzschnell auswerten; davon würde das gesamte Gesundheitssystem profitieren.

All das ist noch ungewiss – doch Menschen wie Strole und Bernadeane sind heute überzeugter denn je.

Als regelmässige Darmspülungen noch ewiges Leben verheissen sollten

Die Jagd nach dem ewigen Leben begann Bernadeane vor rund 60 Jahren, als sie den evangelikalen Prediger O.L. Jaggers im Autoradio hörte. "Er sagte, der physische Körper müsse nicht sterben", erzählt sie. "Davon fühlte ich mich sofort angesprochen. Ich hatte keinen Zweifel, dass es stimmt."

Wenig später lernte sie Strole kennen, die beiden zogen durchs Land und scharten andere Immortalisten um sich. Bei einem Langlebigkeits-Event der beiden in den 1970ern hielt Strole seinen ersten Vortrag. "Ich war so nervös, dass mir die Schlaghosen schlotterten", sagt er.

Unsterblichkeits-Hacks sahen damals noch anders aus: regelmässige Darmspülungen, intravenöses Vitamin C und diverse Fastenkuren. An Stammzellentherapie in Panama oder personalisierte Vitaminpläne war noch nicht zu denken, und noch weniger an reiche Transhumanisten im Silicon Valley, die Verjüngungslabore finanzieren. Oder eine übermenschliche Intelligenz, die unsere biomedizinische Forschung übernimmt.

Die technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte geben den eingefleischten Immortalisten von damals recht. Auch Bill Faloon ist lange dabei. Seine Life Extension Foundation verkauft die meisten Nahrungsergänzungsmittel auf dem RAADfest, ausserdem hat er in Florida die Church of Perpetual Life gegründet. Sein Vortrag auf der Konferenz handelt unter anderem von "zombieartigen" Zellen, die schädliche Proteine absondern, und Medikamenten, sogenannten Senolytika, die diese Zellen selektiv töten. "Das sage ich seit Jahren!", freut sich Faloon über die Forschung, auch wenn die Ergebnisse bisher nur für Mäuse gelten.

In einem "Age Reversal Guide" beschreibt Faloon seine empfohlenen Senolytika-Dosen und wie man durch eine seiner Websites an die Medikamente kommt. Das Publikum freut sich mit ihm – extrem verfrüht, gemessen am wissenschaftlichen Standardprozedere. Ohne Placebo-kontrollierte Versuche an Menschen kann niemand sagen, inwieweit diese Erkenntnisse unserer Spezies nützen.

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RAADfest-Headliner Aubrey de Grey ist ein Superstar der Immortalisten-Szene. Der umstrittene biomedizinische Gerontologe wurde bekannt für seine Überzeugung, die Medizin könne den Alterungsprozess umkehren. Genau das erforscht er mit seiner Forschungsstiftung SENS im Silicon Valley.

Steven Salzberg ist Professor für biomedizinische Ingenieurswissenschaft an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland. "Ich hoffe für uns alle, dass es demnächst einen grossen Durchbruch gibt", sagt er zu VICE. "Aber in der Fachliteratur deutet nichts darauf hin." Salzberg kritisiert in einem Artikel für Forbes, das Potenzial neuer Gentherapien aus Kolumbien werde übertrieben dargestellt. Auch mit der CEO der Biotech-Firma BioViva, Liz Parrish, hat Salzberg seine Probleme. Mehrmals hat Parrish bei Auftritten den Erfolg eines Experiments verkündet, bei dem sie die einzige Versuchsperson war.

Ein Mann, der in der Ausstellungshalle Stammzellentherapien bewirbt, räumt ein, die Branche sei bisher "der Wilde Westen". Es gebe Einrichtungen, die an "ein Chemielabor in der Schule" erinnerten. Doch Besucher wie Norman Spivock, der mit 94 noch gern Ski fährt, nehmen es nicht so genau. "Was sollen wir machen … abwarten? Dafür habe ich keine Zeit", sagt er.

Die nächste Generation der Immortalisten

Ein 200-jähriges Leben ist schwer vorstellbar. Die älteste bekannte Person starb mit 122. Vielen Fachleuten zufolge ist das in etwa die Obergrenze für ein Menschenleben. In den vergangenen 200 Jahren hat sich die menschliche Lebenserwartung verdoppelt, allerdings hauptsächlich aufgrund der gesunkenen Kindersterblichkeit und einer besseren medizinischen Versorgung.

Dass wir heute älter werden als unsere Vorfahren, macht sich dennoch bemerkbar – nicht zuletzt wirtschaftlich, denn in vielen Ländern gibt es immer mehr Rentnerinnen und Rentner. Bis 2050 soll laut der Weltgesundheitsorganisation WHO die Zahl der über 85-Jährigen weltweit um das Dreieinhalbfache steigen. Von Demenz, Schlaganfällen oder Parkinson seien heute aber weiterhin die Hälfte aller Frauen und ein Drittel der Männer im Laufe ihres Lebens betroffen, heisst es in einer Studie, die im Oktober 2018 in der Fachzeitschrift Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry erschien.

Im Alter von 70 bis 90 Jahren verdoppeln sich die durchschnittlichen medizinischen Ausgaben. Eine Amerikanerin über 90 gibt im Schnitt mehr als 25.000 Dollar im Jahr für die Kranken- und Altenpflege aus.

Dass das Alter uns sowohl individuell als auch kollektiv zusetzt, ist offensichtlich, die meisten Menschen finden sich trotzdem damit ab. Davon hält der renommierte englische Gerontologe Aubrey de Grey nichts. Der Optimismus von Gruppen wie People Unlimited sei "tausendmal besser" als das Gegenteil: Schicksalsergebenheit. De Grey sagt, er habe in den 90ern den Fokus vom langsameren Altern auf die Umkehrung des Alterungsprozesses verschoben. "Alle hielten mich damals für verrückt", erzählt er. "Heute lieben mich alle, die nicht sterben wollen."

Sich nicht gegen den Tod zu wehren, scheint der Forscher für regelrecht absurd zu halten. "Wenn Leute sagen, der Tod verleihe dem Leben einen Sinn – ich meine, what the fuck." In dieser Haltung sieht de Grey einen "verzweifelten Versuch, so zu tun, als sei das Altern eine Art Segen".

So hat Bejarano noch nie gedacht. Bernadeanes Enkelin ist unter Immortalisten aufgewachsen – und heute erziehe sie ihren eineinhalb Jahre alten Sohn mit derselben Haltung: Lebe, als gäbe es kein Ende.

"Mit allem, was ich tue, will ich zeigen, dass ich recht habe", sagt sie. "Ich will meinem Körper beweisen, dass ich ewig leben werde." Auch wenn es nicht glücken sollte: Ein ordentliches Mass an Optimismus ist sicher gesund.

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