Kunst

Krieg, Verzweiflung und Pferde: Ein Querschnitt durch die fotografische Karriere von Alex Majoli

Egal ob Kosovo, Irak oder Afghanistan, der italienische Magnum-Fotograf Alex Majoli hat schon viele Kriege dokumentiert. Seine aktuelle Ausstellung zeigt, dass er noch mehr kann.

von Elena Viale
16 Juli 2018, 9:30am

Alle Fotos: bereitgestellt von Alex Majoli

In der 90er Jahren im Kosovo, ab 2001 dann im Irak und in Afghanistan. Der italienische Dokumentarfotograf Alex Majoli hat schon viele Kriege gesehen. Sein Portfolio geht aber über Konflikte hinaus. So hielt Majoli für sein Projekt Leros 1994 zum Beispiel die Schliessung einer renommierten Psychiatrie auf der gleichnamigen griechischen Insel fotografisch fest.

Durch seine Bilder will Majoli laut eigener Aussage die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verwischen. Dafür setzt er seine Motive oft so in Szene, dass man sich als Betrachter fragt, ob die Fotos wirklich echt sind oder nicht. "Alles, was ich in meinem Leben schon gesehen habe, hat einen Einfluss darauf, wie ich meine Arbeit angehe", sagt Majoli. "Ich glaube, das wird in meiner aktuellen Fotoausstellung Andante auch deutlich."

Die 250 Fotos umfassende Ausstellung ist ein Querschnitt durch die 20-jährige Karriere des Dokumentarfotografen, der seit 2001 auch dem berühmten Fotografenkollektiv Magnum angehört. Wir haben ein Auswahl der besten Bilder zusammengestellt.

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"Wounded soldier", Padesh, Kosovo, 1999
"Child in Santeiro", Roque Santeiro, Brasilien, 1999
"Arab spring", Tunis, Tunesien, 2011
"Gheddaffi’s desk", Tripolis, Libyen, 2011
"Scene #0435", Demokratische Republik Kongo, 2013
"Scene #1888", Jeanne d’Arc, Orléans, Frankreich, 2017
"Scene #3959", Brasilien, 2014
"Brazil. Serra de Santana", 1995
Das Programmheft für 'Andante'

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf VICE IT.