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Die SPÖ will mehr Rechte für Prostituierte, Markus Somm wird zum Glück nicht Chefredakteur der NZZ und ein saudischer Prinz bietet Kim Kardashian eine Millionen Dollar für eine Nacht.

von VICE Staff
15 Dezember 2014, 6:00am

Die SPÖ will mehr Rechte für Prostituierte​

Illustration von ​Cei Willis.

Die SPÖ möchte alle rund 5.000 registrierten Prostituierten in Österreich als Ein-Personen-Unternehmen anerkennen, damit sie eine Gewerbeberechtigung bekommen. Bisher haben Prostituierte in Österreich Pflichten, aber kaum Rechte. Haut ein Freier zum Beispiel ab, ohne zu bezahlen, hat die Prostituierte keine rechtliche Möglichkeit, ihr Geld zu bekommen. Sie kann auch die Kosten für Zimmer in einem Laufhaus nicht absetzen, weil sie keine Rechnung bekommt. Steuern muss sie dem Staat trotzdem zahlen. Mit ihrem Vorstoß möchte die SPÖ einige dieser Probleme nun angehen. Die FPÖ schreibt dazu in einer ​Presseaussendung: „Der Obmann der Gastronomen in Wien Willy Turecek (SPÖ) sucht seine Wählerstimmen jetzt im Bordell ... Aber es ist bezeichnend, wie desaströs der Zustand der SPÖ sein muss, wenn schon in diesen Kreisen nach Stimmen gefischt werden muss." Eher bezeichnet das wohl den Zustand der FPÖ.

Beim Klimagipfel in Lima wurde fast nichts erreicht

Foto:  ​Ministerio de Relaciones Exteriores | ​Wikimedia | ​CC-BY-SA 2.0

Tagelang haben 195 Staaten bei der Klimakonferenz in Peru über einen neuen Klimavertrag verhandelt. ​Am Sonntag wurde​n nun Eckpunkte beschlossen, die als Grundlage für einen Weltvertrag 2015 in Paris dienen sollen. Ziel ist es, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Die Kriterien dafür wurden allerdings nur vage definiert, denn der Hauptstreitpunkt ist wieder mal die Finanzierung. Die Entwicklungsländer werfen den Industrieländern immer noch vor, sie bei den Kosten im Kampf gegen die Erderwärmung alleine zu lassen. Umweltverbände nannten den Vertrag einen „gefährlich schwachen Text".

Blochers Statthalter nimmt sich die NZZ doch nicht

Foto von ​Wikimedia | ​Pakeha | ​CC

Seit letztem Dienstagnachmittag fürchten Journalisten publiziert und nicht publiziert, dass Markus Somm Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung werden soll. Die ​Schweiz am Sonntag und die ​SonntagsZeitung veröffentlichten nun neue Informationen, die die geplante Rochade bestätigten. Markus Somm, ehemaliger Trotzkist, Blocher-Biograf, ehemaliger stellvertretender Chefredaktor der Weltwoche, seit 2010 Chefredaktor und seit 2014 Verleger der Basler Zeitung, nannte sich auch selbst schon „Blochers Statthalter". Seine Editorials in der Basler Zeitung sind legendär, etwa jenes, das die Wiederwahl von Obama als Desaster darstellt. Nachdem via Sonntagspresse alle Befürchtungen wahr wurden, protestierte die NZZ-Belegschaft auf Twitter. Montag um 11:45 Uhr die erlösende Medienmitteilung von Somm: Er lehnt den Posten bei der NZZ ab.

In den USA haben Zehntausende gegen Polizeigewalt protestiert

​Am Samstag haben Zehntausende in den USA friedlich gegen Polizeigewalt protestiert. In Washington, in New York und in Boston versammelten sich die Menschen, um unter anderem dem Schicksal von Michael Brown und Eric Garner zu gedenken. Die beiden Männer waren durch Polizeigewalt ums Leben gekommen. Ein Auslöser für die Proteste war die Entscheidung einer Geschworenenjury, den Todesschützen von Michael Brown nicht vor Gericht zu stellen.

WETTEN, DASS..?​ ist TOT

Nach 33 Jahren und 215 Shows wurde am Samstag zum allerletzten Mal Wetten, dass..? ausgestrahlt. Wie die meisten haben wir uns mit Markus Lanz schon vor ewiger Zeit von der einst größten Unterhaltungsshow Europas verabschiedet. Wer empfänglich für emotionale Selbstgeißelung ist, der kann sich ​hier nochmal die letzten Minuten WD mit dem ​ebenfalls letzten Fernsehauftritt des Grafen von Unheilig anschauen.

Österreich hat ein umstrittenes Islamgesetz beschlossen

In Österreich ist ein  ​umstrittenes Islamgesetz au​f den Weg gebracht worden. Ziel ist es, einen Islam „österreichischer Prägung" zu schaffen, um eine Radikalisierung der Gläubigen zu verhindern. Demnach dürfen Imame, die im Ausland ausgebildet und bezahlt würden, nicht mehr in Österreich tätig sein, dafür werde es eine Imam-Ausbildung an der Uni Wien geben. Außerdem müssen sie eine Interpretation ihrer Glaubensinhalte vorlegen. Islamische Verbände kritisierten, dass sie ​unter Generalverdacht gestellt würden. Gemäßigte muslimische Initiativen begrüßten teilweise die Pläne der Regierung.

In den Niederlanden wird es keine Wildtiere mehr im Zirkus geben

Foto: Usien| ​Wiki​media​| ​CC-BY-SA ​3.0​

In den Niederlanden hat die Regierung  ​ein Gesetz beschlossen, wonach Zirkusse in Zukunft auf Wildtiere verzichten müssen. „Die Gesundheit der Tiere ist wichtiger als ihre Verwendung für Vergnügungen oder das Festhalten an überkommenen Traditionen", sagte die Staatssekretärin Sharon Dijksma als Begründung. In Deutschland sind solche Vorstöße häufig gescheitert, weil Einschränkungen nur gelten könnten, wenn die Wildtierhaltung nachweislich „unter erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden" erfolgt.

Ein saudischer Prinz Soll Kim Kardashian auf Instagram eine Millionen Dollar angeboten haben, damit sie eine Nacht mit ihm verbringt

Vor einigen Monaten zahlte Richard Lugner 250.000 Euro, damit Kim Kardashian ihn auf den Wiener Opernball begleitet. Nun hat sie wohl noch einen lukrativeres Angebot bekommen. Adel Al-Otaibi, ein saudischer Prinz und Mitglied der Königsfamilie, kommentierte ein Selfie auf Instagram mit den Worten: „I'm Saudi and I'll pay you one million per night". Ob sie auf das Angebot einsteigen wird, ist bisher noch nicht klar.

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