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Hangover-News, 02. November 2015

Immer mehr Schweizer zwischen 16 und 19 gehen zu Prostituierten, der Fremdenhass hat in Deutschland eine neue Dimension erreicht und Erdogan gewinnt bei den Wahlen.

von VICE Staff
02 November 2015, 3:13am

Susanne Winter ist im Entschuldigen noch schlechter als in Sachen Geschichte

Der Facebook-Account von Susanne Winter ist immer schon ein Ort der Skurrilitäten, Verschwörungstheorien und Naturfotos.Am Wochenende hat sie auf den Kommentar eines Users, in dem er von „zionistischen Geld-Juden weltweit" schreibt mit „schön, dass sie mir die Worte aus dem Mund nehmen" geantwortet. Winter wurde bereits wegen Verhetzung verurteilt, weil sie den Propheten Mohammed als Kinderschänder bezeichnet hat, als Antisemitin möchte sie nun aber nicht bezeichnet werden.

Ihre Begründung hinkt aber ein wenig: Der Kommentar hätte so nicht stehen bleiben dürfen, sie hätte ihn löschen müssen. Aber nein, das war nicht der Fehler an der Sache. Und die, die Winter aus persönlichen Kontakten kennen würden, sollen selbst beurteilen, ob die Vorwürfe gegen sie gerechtfertigt seien. Wie auch immer das gehen soll. Susanne Winter droht nun der Rauswurf aus der FPÖ.

16- bis 18-Jährige Schweizer gehen immer öfter zu Prostituierten

Foto: Flickr | Sascha Kohlmann | CC

Junge Freier sind in der Schweiz keine Ausnahme mehr: Minderjährige suchen immer häufiger Sex bei Prostituierten. Mehrere Genfer Bordelle berichten von mindestens zehn Kunden pro Woche—noch mehr in der Ferienzeit. Ein Sexualmedizinexperte der Genfer Universitätsspitäler (HUG) bestätigt diesen Trend. Die 16- bis 19-Jährigen machen wöchentlich bis zu einem Viertel der Kundschaft aus, berichtet ein Genfer Salonbetreiber der Zeitung Le Matin Dimanche.

Ein Grund dafür sei sicherlich die Sexualisierung der Gesellschaft, sagt HUG-Arzt Francesco Bianchi-Demicelli gegenüber der Zeitung. Die von Medien und Pornos vermittelten Inhalte seien oft total künstlich. Diese würden dazu beitragen, dass junge Männer unrealistische Erwartungen und ein falsches Bild von Sexualität hätten. Grund zur Sorge bestehe aber nur dann, wenn eine psychische Belastung oder zwischenmenschliche Schwierigkeiten den Gang zur Prostituierten begründen.

AfD-Landeschef Marcus Pretzell will Flüchtlinge zur Not auch mit Schüssen stoppen lassen

Foto: Imago | Elbner

„Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit", teilte Marcus Pretzell, Landesvorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit. Für uns alle, die nicht wissen, was Pretzell mit ,Ultima Ratio' gemeint haben könnte, präzisierte der Neue von Frauke Petry das Ganze: „Ultima Ratio heißt, es gibt keine andere Möglichkeit, das zu stoppen."

Doch natürlich sieht Pretzell eine Möglichkeit: „Man kann das verhindern. Wenn man den ersten Schuss in die Luft abgibt, wird deutlich, dass wir entschlossen sind." Außerdem gebe es ohnehin noch eine „ganze Reihe von anderen Möglichkeiten" wie etwa die altbewährte Polizeipräsenz, Wasserwerfer oder Tränengas, so der Europa-Parlamentarier einen Tag zuvor auf einer Parteiveranstaltung in Rheindorf.

Zeche prellen, aus dem Toilettenfenster flüchten, zurückkommen, mit einem Samurai-Schwert

Foto: Imago | ITAR-TASS

Hat es ihm nicht geschmeckt, war die Bedienung scheiß unfreundlich oder war es einfach eine Laune, die im Tuttlinger Café Journal einen 24 Jahre jungen Mann dazu brachte, seine Rechnung nicht bezahlen zu wollen? Man weiß es nicht. Dagegen weiß man, dass der Herr die Lokalität heimlich durch ein Toilettenfenster verlassen hatte, nur um kurz darauf wiederzukommen—dann aber durch den Haupteingang und mit einem Samurai-Schwert in der Hand.

Er demolierte die Fensterfront, die Eingangstür, ist aber weiter nicht gekommen, da glücklicherweise die Polizei relativ zügig eintraf. Sogleich besaßen sie die ungeteilte Aufmerksamkeit des 24-Jährigen, der mit dem Schwert auf die Beamten losging. Weder Worte noch ein paar Ladungen Pfefferspray konnten den verärgerten Samurai stoppen. Erst ein Warnschuss überzeugte ihn, das Schwert lieber auf den Boden zu legen und sich verhaften zu lassen.

Das deutsche Gesundheitsministerium plant die Einrichtung einer staatlichen Cannabis-Agentur

Foto: Imago | STAR-MEDIA

„Die Cannabisagentur schreibt den voraussichtlichen Bedarf an Medizinalhanf nach den Vorgaben des Vergaberechts aus, vergibt in wettbewerblichen Verfahren Aufträge über die Belieferung mit Medizinalhanf an Anbauer und schließt mit diesen zivilrechtliche Liefer- beziehungsweise Dienstleistungsverträge", heißt es in einem Gesetzesentwurf des deutschen Gesundheitsministeriums, der nun vom Kanzleramt geprüft werden soll. Damit möchte man mehr Schmerzpatienten den Zugang zum medizinischen Cannabis ermöglichen, war jüngst in der Welt am Sonntag zu lesen. Auch die Preise sollen von der Cannabis-Agentur festgelegt werden, an denen sich die Krankenkassen zu halten hätten.

30 mit Baseballschlägern gegen drei: Der Fremdenhass hat eine neue Dimension erreicht

Foto: Imago | Rüdiger Wolk

Bis zu 30 Unbekannte sollen in Magdeburg mit Baseballschlägern bewaffnet auf drei Asylbewerber losgegangen sein. Als die Polizisten in der Nacht zum Sonntag den Syrern zur Hilfe kamen, ging einer der Täter mit einem Schlagstock ebenfalls auf sie los. Ein Angreifer wurde festgenommen, der Rest konnte fliehen. Mit Prellungen und Verletzungen im Gesicht mussten zwei der Opfer ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein fast identischer Angriff ereignete sich im mecklenburgischen Wismar. Dort waren es zwanzig unbekannte Täter, die mit Baseballschlägern in der Nacht zum Samstag zwei Syrer ins Krankenhaus schlugen.

In Freital wurde Sonntagnacht ein Anschlag mit in Deutschland illegaler Pyrotechnik verübt. Die höchst explosive Ladung wurde auf das Schlafzimmerfenster eines Mehrfamilienhauses mit acht Asylbewerbern gerichtet. Drei Fenster samt ihrer Kuststoffrahmen gingen durch die Ladung zu Bruch, die umherfliegenden Splitter verletzten einen der Schlafenden im Gesicht. Und auch die fast schon obligatorisch gewordenen Brandsätze haben dieses Wochenende nicht gefehlt. Diesmal brannten Unterkünfte in Sehnde bei Hannover, in Dresden und in Dippoldiswalde.

Die Partei von Recep Tayyip Erdogan hat bei den Wahlen die absolute Mehrheit erhalten

Foto: Imago | Xinhua

Nachdem im Juni dieses Jahres keine Koalition zustande gekommen war und Erdogan eine Verfassungsreform, die ihm mehr Macht gegeben hätte, nicht durchführen konnte, wurde am Sonntag in der Türkei erneut gewählt. Dieses Mal haben Recep Tayyip Erdogan und seine AKP die absolute Mehrheit gewonnen. Mit 49,4 Prozent der Stimmen kommen sie jetzt auf 316 der insgesamt 550 Sitze im Türkischen Parlament, nachdem sie bei der Wahl im Juni mit 40,9 Prozent die absolute Mehrheit zunächst verloren hatten. Nun kann die islamisch-konservative AKP wieder allein regieren.

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