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Für Richie Lopez ziehen sich alle Frauen aus

von Milan Boonstra

Richie Lopez ist ein aus den Niederlanden stammender Fotograf, der einen extrem eindrucksvollen Schnurrbart trägt und darauf spezialisiert ist, mit seiner Polaroidkamera Nacktfotos von Frauen und Transsexuellen zu machen.

Seine Fotos haben es bis jetzt noch jedes Mal geschafft, mich irgendwie wuschig zu machen. Schau sie dir einfach an.
Der Typ ist extrem hyperaktiv—als ich ihn traf, hüpfte er wie ein Verrückter durch den Raum—, aber ich schaffte es, ihn auf einen Stuhl zu fesseln und schrieb alles, was er über seine sexy Fotos zu erzählen hatte, auf.  

VICE: Richie, du hast haufenweise Frauen fotografiert. Wie kommt das?
Richie Lopez: Ich denke, das hängt mit der Tatsache zusammen, dass mich Mädchen früher nie wirklich bemerkt haben. Ich war der Kleinste in meiner Klasse, hatte nie irgendwelche Markenklamotten an und war bei meiner Entjungferung schon ziemlich alt. Aber ich habe mich mit Frauen umgeben und zwar, indem ich die Wände meines Zimmers mit Playboy- und Penthouse-Postern tapezierte.

Außerdem liebe ich Frauen einfach. Sie sind die fantastischsten Wesen, die es gibt. Ich könnte mir die Welt nicht ohne sie vorstellen. Ich würde es lieben, den ganzen Tag von Frauen umgeben zu sein. Das Gefühl, das sie mir geben, ist einfach so GUT! Mmm.

Okaay. Die Fotografie war für dich also eine Möglichkeit, von Frauen umgeben zu sein?
Ja, schon irgendwie. Ich hab früher in einer Bank gearbeitet und meine Kollegen redeten damals nur über Dinge wie den neuen Audi TT und ihre Bonuszahlungen—Dinge, die mir am Arsch vorbeigegangen sind.
Deshalb kündigte ich und entschied mich, mich auf Fotografie zu konzentrieren, was wie ein Abenteuer ist. Die Kamera ist ein Schlüssel, der viele Türen öffnet. Nur ein Beispiel: Ich traf dieses eine Mädchen auf der Straße, fragte sie, ob sie Lust hätte, sich von mir fotografieren zu lassen, und zehn Minuten später saß sie halbnackt in meinem Wohnzimmer.



Ist es echt so einfach?
Normalerweise kannst du nicht einfach zu Leuten auf der Straße gehen und sie darum bitten, dir ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Mit einer Kamera in der Hand kannst du das aber schon. Das ist ja das Schöne daran, die Freiheit, die Menschen, die du triffst und die Türen, die sich für dich öffnen. Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, frage ich mich, warum ich eigentlich nicht schon vor zehn Jahren mit dem Fotografieren angefangen habe.

Was, außer nackten Menschen, versuchst du noch mit deinen Bildern zu zeigen?
Einen Teil meines Ichs. Eine Fantasie, die zur Realität wird. Hast du jemals innegehalten, ein Mädchen angesehen und dich gefragt, welche Unterwäsche sie wohl trägt? Nun, ich gehe halt hin, spreche sie an und überrede sie, es mir zu zeigen. Ich fange eine Erinnerung ein. Immer wenn ich mir das Polaroid ansehe, erlebe ich den Moment erneut. Aus diesem Grund mache ich Polaroids. Ich liebe auch diese gewisse Unvollkommenheit. Niemand ist perfekt, also warum sollte man von jemandem ein perfektes Foto machen?



Wie läuft ein Richie-Lopez-Shooting ab?
Ich will nicht, dass es inszeniert wirkt. Für mich ist es wirklich wichtig, dass sich das Model wohlfühlt und Spaß hat. So weiß ich, dass ich gute Fotos bekommen. Ich hasse es zu sagen: „Stell dich hierhin und dorthin.“ Sie ist keine Puppe, sie ist ein menschliches Wesen. Natürlich bitte ich sie manchmal darum, sich vor einer weißen Wand aufzustellen, denn das bringt Titten richtig schön zur Geltung.

Ah, das ist ein guter Tipp, den merke ich mir. Magst du mir zum Schluss noch ein bisschen von den Fotos, die du von Transsexuellen gemacht hast, erzählen?
Klar, ich hab ein paar Fotos von dieser Nutte gemacht und sie hängte eines davon vor das Schaufenster, in dem sie arbeitete. Ich drehte gerade meine tägliche Runde durch das Rotlichtviertel von Amsterdam, als ich es entdeckte, aber die Vorhänge waren geschlossen. Ich ging noch eine Runde um den Block, bis sie mit dem Kunden fertig war, dann ging ich zurück, um Hallo zu sagen. Sie erzählte mir, dass das Foto ihr gute Dienste erwiesen hatte, denn nun konnten sich die Leute auch dann ein Bild von ihr machen, wenn sie gerade beschäftigt war. Das Foto war ein echtes Marketinginstrument. Offenbar war ihr Zuhälter der gleichen Meinung. Er wollte, dass ich noch mehr Fotos mache, sowohl von ihr als auch von ihrer „speziellen“ Freundin, einem Mädchen, das einen Schwanz hatte. Bevor ich also wusste, was geschah, war ich schon dabei, Fotos von der Nutte und ihrer transsexuellen Freundin zu machen. Hinterher traf ich den Zuhälter und er meinte nur: „Du warst gut zu meinen Mädchen, Richie. Danke!“ Und ich wurde für den Scheiß sogar bezahlt. DER BESTE JOB DER WELT!

Danke Richie!
 

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