Hooligan-Lobbyist Schprygin: "Die BBC-Doku ist ein schlechtgemachter Horrorfilm"

Alexander Schprygin gilt als der Organisator der Hooligan-Ausschreitungen in Marseille. Wir sprachen mit dem Ex-Neonazi über seine Rolle in Frankreich, sein Verhältnis zu Putin und die jüngste britische Hooligan-Doku.

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März 15 2017, 4:15am

Er hatte im letzten Sommer den französischen Sicherheitsapparat lächerlich gemacht, als er wenige Tage nach seiner Ausweisung einfach wieder nach Frankreich einreiste. In nur wenigen Tagen erlangte Alexander Schprygin – Ex-Vorsitzende des Dachverbands russischer Fußballfans – Weltberühmtheit, wurde bei den einen zur Persona non grata und bei anderen zum gefeierten Helden. Er musste das EM-Gastgeberland verlassen, weil ihm vorgeworfen wurde, die Ausschreitungen und Gewaltexzesse im Alten Hafen von Marseille organisiert zu haben. Doch schon lange vorher war Schprygin Sicherheitsexperten ein Begriff – und Dorn im Auge. In den 90ern war der Chef-Hool von Dynamo Moskau ein ranghohes Neonazi-Mitglied, das sich auch schon mal mit Hitlergruß ablichten ließ.

VICE Sports ist es gelungen, an Alexander Schprygin heranzukommen. Zum ersten Mal seit der EM 2016 hat er zu den Vorfällen in Frankreich Stellung genommen. Vorfälle, die auch sein Leben und seine berufliche Karriere entscheidend verändert haben. Er sprach mit unseren französischen Kollegen über russische Fankultur, seine Zeit bei Dynamo Moskau, Ghetto-Spaziergänge in Frankreich und die Bedrohungen für ausländische Fans bei der WM in Russland.

Lest das Interview auf VICE Sports.

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