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Fyre: Das katastrophalste Festival aller Zeiten kriegt endlich eine Doku

Der Trailer zum Netflix-Film ist da und schon bald könnt ihr euch bis zum Hals in Schadenfreude suhlen.

von Julian Riegel
11 Dezember 2018, 11:05am

Foto: Screenshots von YouTube aus dem Video "FYRE Trailer (Netflix)" von 

Vital Thrills

Ein gutes Jahr nach seinem desaströsen Scheitern bekommt das Fyre Festival eine eigene Doku. Ihr erinnert euch vielleicht: Versprochen war ein Wochenende lang Party auf einer Privatinsel in den Bahamas. Das exklusivste Festival der Welt. Luxus, Konzerte, Meer. Und das alles für schlappe 1.500 bis 12.000 Dollar? Hört sich zu gut an, um wahr zu sein.

War es auch. Die Besucher des Fyre Festivals fanden im Frühling 2017 nur ein paar lieblos aufgestellte Zelte, Kantinenfraß und weder Strom noch genug Wasser vor. Das Fyre Festival war ein einziger Haufen Müll. So ein großer Haufen, dass er jetzt den verdienten Dokufilm erhält.

Am 18. Januar 2019 geht der Dokumentationsfilm Fyre unter Regie von Chris Smith ( Jim und Andy) auf dem Streamingdienst online. Der Teaser zeigt noch einmal die falschen Versprechen der Veranstalter und die erschreckenden Bilder der Besucher, die 2017 um die Welt gingen. Die Doku gebe laut Netflix außerdem "einen Einblick aus der Sicht der Veranstalter auf den desaströsen Absturz des Festivals".

Falls ihr verpasst haben solltet, was damals beim Fyre passiert ist: Das Festival wurde von den Machern (u.a. Rapper Ja Rule) und Influencern als eine einmalige Erfahrung angepriesen. Als ein Luxusfestival inklusive Sterneköchen, Villen, Yachten und tollen Abenteuern auf einer Insel in den Bahamas, die mal Pablo Escobar gehörte. Auf dem Line-up standen Hochkaräter wie Major Lazer, Skepta, Migos und Blink 182.

Dass Blink 182 einen Tag vor Festivalbeginn ihren Auftritt absagten, war ein Warnschuss, den leider keiner mehr hören konnte. Als die mehr als 400 Gäste auf der Insel ankamen, stellte sich heraus, dass sie betrogen worden waren.

Der Zeltplatz sah aus wie eine Baustelle – statt Luxus gab es Notunterkünfte. Lebensmittel und Wasser waren knapp und das Personal vor Ort komplett überfordert. Schließlich erreichte die Besucher auf ihrem Horror-Trip die Nachricht, dass das Festival verschoben werden soll. Was natürlich nicht geschah.

Im Juni 2017 wurde Strippenzieher Billy McFarland schließlich verhaftet. Im Oktober dieses Jahres wurde er laut Medienberichten wegen Betruges zu sechs Jahren Haft verurteilt – auch nach dem Fyre hatte er noch zwei Mal Ticketbetrug begangen Die Richterin sagte im Gerichtssaal in Manhattan: "Der Beschuldigte ist ein Serienbetrüger, dessen Betrug kein Ende nimmt."

McFalrand wird also in der Doku wohl nicht zur Sprache kommen. Aber einen lohnenswerten Netflix-Abend dürfte Fyre trotzdem bieten – wie das "exklusivste Festival aller Zeiten" schneller unterging als die Titanic, muss man gesehen haben.

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