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Film

Die Fußballplätze von Sao Paulos Favelas aus der Vogelperspektive

Fotograf und Journalist Renato Stockler hat von einem Helikopter aus die Bolzplätze seiner Heimatstadt abgelichtet.
08 Juli 2014, 4:47pm

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Renato Stockler

Die internationale Gemeinde rund um König Fussball ist riesig. Der Sport ist in Ländern auf der ganzen Welt eine vereinende Kraft. Alles, was man für Fussball braucht, sind ein Ball, zwei Tore und ein paar Spieler–das macht die ganze Sache so brillant.

Zu einem Zeitpunkt, wo Brasiliens Städte von den berühmtesten Fußballspielern der Welt bevölkert werden, ist der brasilianische Fotograf und Journalist Renato Stockler ausgezogen, um mit seiner Fotoreportage Terrão de Cima die demokratische Essenz und Einfachheit der Fußballplätze, die sich in den Favelas von Sao Paulo versteckt haben, einzufangen.

In seiner Projektbeschreibung verrät Stockler: „Die Plätze sind ein Ort zum Atmen im harten Leben der Leute in den Randgebieten von Sao Paulo. Die Fußballfelder zeigen die Notwendigkeit von öffentlichen, gemeinen Plätzen, wo die Leute Sport treiben können. Sie sind ein Porträt der Leute, die für ihre Freizeit in einer Stadt wie Sao Paulo kämpfen.“ Die rötliche Erde und die uneben Grasflecken, aus denen die meisten Plätze bestehen, sind ein scharfer Kontrast zum weichen Grün, das Fußballfans von den Spielfeldern der Profis gewohnt sind. Nichtsdestotrotz, sagt Stockler, finde man am Ende eines harten Arbeitstages eng verbundene Gemeinschaften von Spielern, Freunden und Familien am Rande der spärlichen Felder versammelt.

Terrão de Cima (auf Deutsch in etwa „Gelände von oben“) ist Stocklers Liebeserklärung an die schroffen Plätze seiner Heimatstadt, die aufgrund von Landspekulation immer mehr verschwinden. Luftbilder waren das perfekte Medium für Stocklers Vorhaben: Sie zeigen die unglaubliche Vielfalt an Farben, Formen und Strukturen der Fußballfelder und fangen gleichzeitig die Spieler als einzelne Einheiten ein. Wir sind uns immer noch nicht sicher, ob wir gegen einen von ihn zur Grätsche ansetzen würden, aber sie von oben zu begutachten, ist wirklich mehr als OK.

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