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Abriss der Woche: Helene Fischer hat Stadionverbot, Rihanna mal wieder nackt, Courtney Love hat Kurt Cobain erschossen (?) und The Libertines brauchen Kohle

Brückentag, Schmückentag. Wir kümmern uns auch um die knallharten News der Musik, wenn alle anderen faul und besoffen auf der Couch liegen. Ja, so sind wir.
2.5.14

Brückentag, Schmückentag. Ja, wir sitzen im Büro und hämmern in die Tasten, als hätte es den gestrigen ersten Mai nie gegeben. Aber wir kommen uns etwas einsam vor in einem Büro, das nicht mal halb besetzt ist. Kollegenschweine. Naja, wollen wir euch nicht unnötig mit Interna versorgen, beschäftigen wir uns lieber mit den Sorgen der Stars und Sternchen. Und es geht los mit einer Premiere: Wir beginnen den Abriss mit Helene Fischer und einem wunderschönen Ausschnitt aus ihrem Oster-Facebook-Foto:

Stadionverbot für Helene

Wir haben es doch schon immer gewusst, die Musik von Helene Fischer bringt nichts als Unglück. Inzwischen hat das auch der äußerst sympathische Fußballverein Dynamo Dresden bemerkt und der Musik der feschen Blonden Stadionverbot erteilt. Neulich unterlag Dresden den sächsischen Derbyfreunden von Erzgebirge Aue. Dort lief in der Halbzeitpause quasi auf Rotation der Fischer-Hit „Atemlos“, offenbar machte das Gedudel sämtliche Dresdner ebenfalls kurzatmig, jedenfalls kassierte der Abstiegskandidat zwei Tore. Die einzig richtige Konsequenz: Helene läuft jetzt auch nicht mehr im heimischen Dresdner Glücksgas-Stadion.

Warpaint legen sich mit Beyoncé und Rihanna an

Künstler lästern wirklich ständig über andere Künstler, in Interviews, auf der Bühne, im Backstage. Wenn sie so tun, als ob das nicht stimme, ist das zu hundert Prozent gelogen. Trotzdem gibt es immer nur ein paar wenige Storys, die plötzlich durch alle Blogs wandern und beinahe ein SKANDAL sind. Diesmal hat es Warpaint erwischt, sie wurden zitiert, wie sie über Beyoncé und Rihanna gelästert haben. Und hallo? Das geht nun wirklich gar nicht klar! Wir rezitieren an dieser Stelle nochmals: Rihanna könnte mit ihrer tollen Stimme viel ausgereiftere und künstlerischere Sachen machen und Beyoncé erscheint auf jedem einzelnen Song auf dem neuen Album wie eine Schlampe. Habt ihr jetzt was Schlimmeres erwartet? Ja, wir auch. Zum Beispiel Lügen. Trotzdem haben die Warpaint-Mitglieder wohl zu viel Gossip Girl geguckt und entschuldigten sich ausführlich für ihre hirnrissigen und leichtsinnigen Aussagen, damit sie die Rache der Queen Bey und Queen R nicht fürchten müssen.

Sensation, Sensation: Rihanna nackt!

Noch eine Rihanna-Nachricht, aber zugegebenermaßen unterstützt sie eher die Meinung, die Warpaint von ihr haben. Es ist ja heutzutage verdammt schwer, noch nie ein Bild von der nackten RiRi gesehen zu haben. Rihanna ist nun mal gerne nackt, sie ist auch gern äußerst anzüglich, aber wer wäre so bekloppt, sich darüber zu beschweren? Richtig: Instagram. Rihanna ist großer Freund des Fotodienstes und hat sich bisher auch dort nie mit nackter Haut zurückgehalten, wie wir schon vor einer ganzen Weile festgestellt haben. Nun wurden allerdings Bilder von ihr gesperrt, weil man ihre Brustwarzen sehen konnte. Rihanna hat allerdings relativ cool reagiert und ihre Tittenbilder einfach bei Twitter veröffentlicht. Dort ist man offensichtlich cool mit Brüsten. Wir sind cool mit Twitter.

LUI. #coveR by Mario Sorrenti pic.twitter.com/v0XbELIE7R

— Rihanna (@rihanna) 29. April 2014

Hat Courtney Love Kurt Cobain den Schädel weggepustet?

Früher berichteten wir fast wöchentlich im Abriss über Justin Bieber, inzwischen ist es (leider) ziemlich leise um den kleinen Kanadier geworden. Was zur Hölle ist los mit dir, Biebsi? Lange nicht mehr in Eimer gepisst, bolivianische Wände vollgesprüht oder auf Bühnen gekotzt. Langweilig.

Zum Glück gibt es ja immer noch Courtney Love. Selbst in der langweiligsten Musiknews-Woche kommt irgendein Scheiß von der Cobain-Witwe—oder ihrem Umfeld. Diese Woche hat ihr Vater Hank Harrison sich zu Wort gemeldet und zwar mit dem Hinweis, dass er glaube, seine Tochter habe Kurt Cobain auf dem Gewissen. Damit meint er allerdings nicht, dass Courtney den Nirvana-Frontmann in den Drogenkonsum getrieben hätte, sondern er ist tatsächlich der Meinung, dass sie den Abzug der Schrotflinte gezogen hat. Daher will er nun eine Buch mit dem Titel Love Kills: The Assassination of Kurt Cobain veröffentlichen, in dem er seine Theorie des Cobain-Todes erörtern will. Da Cobains Tod genau wie die Beziehung zu Courtney schon seit Ewigkeiten massiv viele Verschwörungstheorien triggert, kein allzu dummer Weg, Geld zu verdienen. Allerdings haben wir dabei das leichte Gefühl, dass Hank Harrison ein Arschloch ist.

Libertines-Reunion „for the money“

The Libertines waren mal ganz kurz so etwas wie die größte Hoffnung der Rockwelt. Das Gründerduo Carl Baråt und Pete Doherty in seiner fantastischen Hassliebe-Beziehung, die Attitüde und der Drogenkonsum von echten Rockstars, die Frauengeschichten und nicht zuletzt die Songs auf den nur zwei Alben haben ziemlich schnell für Legendenbildung gesorgt. Jahre später sind Pete und Carl noch immer verhasste Feinde, allerdings ist von Liebe wirklich nichts mehr zu spüren. Beide haben längst versucht, solo durchzustarten, Doherty anfangs sogar mit Erfolg, dann nahmen aber die Drogen überhand und jeder, der behauptet, Pete Doherty wäre clean, hat ihn lange nicht live erlebt. Was schon eine Kunst für sich ist, denn in den letzten paar Monaten war es schon eine Kunst, dem Typen aus dem Weg zu gehen, so häufig, wie er in irgendwelchen abseiten, kleinen Berliner Kneipen für wenig Geld beschissene Konzerte gegeben hat. Lange Rede, wenig Sinn: The Libertines tun sich bald wieder zusammen. Sie spielen exakt ein Konzert, am 5. Juli im Londoner Hyde Park. Jedem einigermaßen denkfähigen Menschen wird klar sein, warum Doherty und Baråt sich wieder zusammentun: Geld. Das Schöne ist, dass nun auch Pete selbst öffentlich seine Motivation für die Reunion erklärte: Geld. Hui! Aber doch durchaus überraschend, wie offen Pete über die Bezahlung für den Hyde-Park-Gig spricht. Den Kollegen vom NME erzählte er, dass er, nachdem ihm gesagt wurde, was er bei einem solchen Gig verdienen würde, einfach nicht widerstehen konnte. „I couldn't say no, at least not in my state right now.“ Etwa eine halbe Million Pfund würde jeder der beiden Frontmänner demnach verdienen, das reicht für einen ordentlichen Batzen Crack. Hoffen wir, dass Pete das alles überlebt. Wir sind allerdings skeptisch.

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