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2015 sind bereits mehr Menschen an Selfies gestorben als an Haiganriffen

Todesfalle: Selfie.

von Motherboard Staff
22 September 2015, 10:18am

Bild: Wikimedia, Matthew Roth | CC BY 2.0

Ende letzter Woche starb ein Indien-Tourist als er bei einem digitalen Selbstportrait die Stufen des Taj Mahal herabstürzte. Damit ist er schon das zwölfte Opfer, das bei einem tragischen Selfie-Unfall mit der Hand am digitalen Drücker starb—eine Haiattacke dagegen riss bislang lediglich acht Personen in ihr Verderben wie Mashable fix errechnete.

Diese hochgerechnete Zahl bezieht sich lediglich auf das Jahr 2015. Insgesamt fanden bereits schon weit mehr Menschen den Tod durch Selbstportraits. Besonders risikofreudig beim Brutalo-Fotografieren sind dabei die Russen. Im Januar jagten sich zwei Russen bei einem Selfie mit entsicherter Handgranate in die Luft, kurze Zeit später schoss sich eine 21-Jährige in den Kopf als sie den Foto-Auslöser wohl mit dem Abzug der Pistole verwechselte.

Homeless-Selfies sind ein besonders geschmackloser Tiefpunkt des Selfie-Hypes

Doch nicht immer muss beim Todesstoß durch Ungeschicklichkeit eine Waffe im Spiel sein, es geht auch simpler. So starben bereits vier Menschen dieses Jahr bei Stürzen, als sie ihre Fotos in besonders imposanter Kulisse auf Klippen oder Hochhausdächern schießen wollten. Gefahrenzone Nummer zwei sind Bahnschienen, auf denen hin und wieder sogar Züge vorbei rauschen, wobei man eigentlich annehmen sollte, dass es bekant ist, dass Züge in voller Fahrt nicht spontan für ein Foto stillhalten.

Ebenso gefährlich und wenig ratsam ist das Posieren vor wilden Tieren wie Bisons oder Bären und auch Klapperschlangen sollte das fotografierende Selbstmodell lieber in den Büschen liegen lassen.

Hier ist lediglich euer Avatar der Gefahr ausgesetzt: Dank Instadoom könnt ihr euch jetzt mit Selfiestick durch Doom metzeln

Bereits im Juli veröffentlichte das russische Innenministerium eine Aufklärungsbroschüre mit der Warnung, dass coole Selfies dein Leben kosten können. Bei Al Jazeera warnte Yelena Alexeyeva, Sprecherin des Innenministeriums, davor, Selfies nicht zu einem russischen Roulette werden zu lassen: „Bevor man ein Selfie macht, solle sich jeder darüber klar werden, dass ein Verlangen nach einer Vielzahl von Likes zu einer Reise in den Tod und das letzte extreme Foto ein posthumes werden könnte."