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Leben und Tod eines iPhones–aus der Sicht eines iPhones

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie es ist, ein IPhone zu sein?
30.6.15

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie es ist, ein iPhone zu sein? Tag ein Tag aus in dasselbe monotone Gesicht zu blicken? Filmemacher Paul Trillo aus New York zeigt uns mit seinem Werk The Life and Death of an iPhone das Leben aus der Sicht dieser essentiellen Verlängerung unseres Arms, die wir tagtäglich vor uns her tragen.

>> Dieses versiegelte, alte iPhone 1 ist euer digitaler Beichtstuhl

Selbstredend wurde das siebenminütige Opus  auf einem iPhone gedreht und auf einem iPhone bearbeitet. Trillo lässt das iPhone in einer chinesischen Fabrik auf die Welt kommen und vom Zuhause seines Eigentümers eine kuriose Reise von Tasche zu Tasche antreten. Von unbeholfenen Flirtnachrichten und ersten Dates bis zum Nasepopeln in der U-Bahn sehen wir aus der erster Hand, wie es ist, das Heiligste aller Smartphone zu sein. Das iPhone findet sein Schicksal schließlich in einer Pfütze vor einer New Yorker U-Bahn-Station, wo es mit Wasser durchtränkt und zersprungen sein Leben lässt. Doch Trillo beschließt, es zurück an seine Geburtsstätte nach China zu senden, es reparieren zu lassen und ein neues Leben zu beginnen.

Trillo produzierte den Clip mit Hilfe des neuen Vimeo-Videoeditors Cameo, „eine interessante und bizarre Art, einen narrativen Film zu machen“, so der Künstler gegenüber The Creators Project. In der Vergangenheit experimentierte Trillo bereits mit Doppelbelichtung, um eine einfache Liebesgeschichte zu erzählen und zeigte anhand eines Interpretivtanzes die Geburt des Universum.

 >> Mehr von Paul Trillos Arbeiten auf seine Webseite.