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The VICE Report

Das Hundefleischfestival von Yulin

„Manche Hunde sind unsere Freunde, andere einfach nur Essen“—im zweiten Teil der Reportage besuchte VICE ein Familienfest, bei dem selbstgekochter Welpe gereicht wurde.
10 Oktober 2014, 8:00am

In Südchina hat das Verspeisen von Hunden eine lange Tradition—andere Chinesen sagen sogar scherzhaft, dass die Leute aus dem Süden mit Ausnahme des Tisches alles essen, was vier Beine hat. Obwohl sich in der Stadt Yulin in den 90er Jahren sehr viel zum Positiven verändert hat, ist die einzigartige Tradition des jährlichen Hunde-Festmahls immer noch präsent.

Tierrechtsaktivisten aus China und der ganzen Welt verurteilen das Hundefleisch-Festival immer schärfer und verlangen, dass der Verzehr des besten Freundes des Menschen sofort aufhört. Sie sagen, dass der Handel mit Hundefleisch illegal, nicht reguliert und grausam ist. Viele behaupten auch, dass gestohlene Haustiere oder kranke Straßenhunde in den Kochtöpfen landen.

2013 wurde das Festival so stark kritisiert, dass die örtlichen Behörden dieses Jahr sogar die ganze Existenz der Hundefleisch-Tradition zur Sommersonnenwende bestritten haben. Die Bewohner haben das Fest trotzdem gefeiert und auch die nicht aufgebenden Aktivisten sind wieder in der Stadt eingefallen, um die Hunde vor der Schlachtung zu bewahren.

VICE ist ebenfalls nach Yulin gereist, um die Hintergründe von Chinas kontroversestem Fest zu beleuchten.