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Die Regeln der English Defence League

15.9.10

Während der letzten Monate haben die Deppen der English Defence League (EDL) versucht, ein paar neue Freunde im Vereinigten Königreich zu gewinnen. Vielleicht liegt es an ihrer gewaltbereiten Einstellung gegenüber Moslems, oder weil sie nach Schwein und Blut stinken, aber zur Zeit sie sind ziemlich unpopulär im Lande.

Die meisten Hardcore-Mitglieder der Liga verlieren langsam ihre Illusionen, vor allem wegen des Aktivitätenmangels innerhalb der Gruppe. Deswegen rücken sie politisch immer näher an die BNP und COMBAT 18 heran. Was macht die xenophobische Schlägergang also, wenn sie Zuhause keinen Zuspruch findet? Sie geht auf eine Tour ins Ausland.

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Vor einem Jahr ging die EDL nach Berlin um mit ein paar Deutschen Rassisten zu schmusen. Letzte Woche hat eine Truppe der „Auserwählten“ einen Trip nach New York unternommen, um eine Kampagne zu unterstützen, die sich gegen die am Ground Zero rumhängenden Moslems richtet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Unmengen an Geld dafür ausgegeben wurde, um sieben kahlköpfige Mongos dabei zu unterstützen. Glücklicherweise haben die Bekloppten bei dem Versuch, dem 11. September eine besondere Ehre zu erweisen, eine ziemliche Welle geschlagen und ihr Anführer Tommy Robinson wurde noch am Flughafen festgenommen.

Nun ist klar, dass die stiernackigen und glatzköpfigen EDL Mitglieder vorhaben, eine globale Revolution zu starten. Also habe ich beschlossen, sie euch genauer vorzustellen.

Q: Was ist die EDL?

A: Stell dir eine Teeparty vor, im kleinen Kreis und mit vielen Bulldoggen. Die EDL ist eine Gruppe besonderer Fußballfans, die in den letzten Jahren damit beschäftigt waren zu randalieren und den letzten Scheiß aus denen rauszuprügeln, die kein Schweinefleisch essen. Kurz gesagt, sind sie nicht für ihre Zimperlichkeit und Geistesschönheit bekannt.

Woher kommen sie?

Es hat alles damit begonnen, als Moslems auf einer Armeeparade anfingen zu protestieren und Britische Soldaten als Kindermörder und  als Anhänger George W. Bushs zu bezeichnen. Da haben die einheimischen weißen Männer beschlossen, diese Moslems anzugreifen und so wurde die EDL gegründet. Ihre Aufgaben sind: 1) Den Islam im Vereinigten Königreich zu zerstören und auszurotten. 2.) Die Verbreitung des Sharia Gesetzes zu unterbinden. Ihre Chancen teilen sich in zwei Unterpunkte. 1) Sie werden kein Erfolg haben. 2) Sie werden Erfolg dabei haben, die Sharia vom Vereinigten Königreich fernzuhalten. ALS OB DIES SO ODER SO JEMALS PASSIEREN WÜRDE.

Warum denkst du, dass sie dich im Ausland unterstützen werden?

Ich glaube, dass sie keine andere Wahl haben. Neulich ist eine Aktion in Bradford richtig schief gegangen, also mussten sie ihren rassistischen Zirkus einrollen und im Ausland nach einem neuen Publikum suchen. Ich habe jedoch die Annahme, dass sie sich aufgrund ihrer diplomatischen Fähigkeiten (Messerstechereien und Krawall) wohl kaum bei ihren Kameraden im Ausland beliebt machen. Sollten ein Franzose oder ein Deutscher einem  Typen der EDL gegenüberstehen, wird es nicht lange dauern, bis sie aufeinander einschlagen.

Was skandieren sie während einer Demo?

Wichser, Fotzen, Vollidioten, Neger, Schlampen, Arschlöcher und ganz weit vorne sind Schwuchtel. Aber sie haben auch ein breitgefächertes Vokabular aus dem Fußballjargon.

In England bedeutet diese Geste:“ lieber Photograph, würdest du bitte aufhören von mir Bilder zu schießen? Wenn meine Mutter mich hier sieht, wird sie ganz böse auf mich.“

Was tragen sie für Outfits?

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Auf der 5th Avenue würden sie durch ihren makellosen Style nicht auffallen.

Auf welche kulturelle Sinneswahrnehmungen soll ich mich vorbereiten?

Der Musikgeschmack der EDL ist etwas eindimensional. Während jedem Protest spielen sie das ein und das gleiche Lied.

Was würde die EDL tun, wenn sie zu mir kommen würden?

Als erstes würden sie wohl den lokalen Halal-Fachfleischverkäufer ansteuern. Des Weiteren würden sie sich in Debatten höchster kultureller Sensibilität einmischen, wie zum Beispiel den Moscheebau am Ground Zero oder die Burkafrage in der Schule. Wenn sie das erledigt haben, werden sie sich zum nächsten Englischen Pub begeben um dort ein paar Bier zu kippen.

Vergesst also bitte nicht sie willkommen zu heißen.