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Musik

Musikreviews

12.2.11

Hier sind unsere Reviews zu GRAMPALL JOOKABOX, THE AMPLIFETES, DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES und einer Dubstep Compilation (?!).

V/A

Blow Your Head: Diplo Presents Dubstep

Mad Decent

Hallo, hat jemand einen Rundumschlag bestellt? Bitte, der Tausendsassa Diplo präsentiert uns seine längst überfällige Zusammenfassung des urbanen Bastards namens Dubstep. Er wagt sich gar in Gebiete, die Annie Mac zu heikel waren, serviert z.B. Zomby oder Joker und natürlich den härtesten Scheiß von Rusko, Caspa und Brackles. Bei Doctor P’s feuchtem Piano-House wird es etwas schwülstig und abschließend wird noch eine Träne zu James Blakes Anti-Drogen-Jam „Sparing the Horse“ verdrückt. Du siehst, wirklich alle Farben des Dubstep-Regenbogens sind hier versammelt.

ZANE BLOW

THE AMPLIFETES

s/t

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Ministry of Sound

The-Band aus Schweden, Genre: „Elektro-Pop-Punk“, bekannt aus: der Roberto-Cavalli-Werbung mit Milla Jovovich. Leute, mein Frühwarnsystem für Scheiße ging gerade so was von durch die Decke. Aber als ich dann neulich auf einer lausigen WG-Party aus Mangel an Alternativen den Amplifetes-Gassenhauer „It’s My Life“ aufdrehte, tanzten die Leute plötzlich auf den Tischen und riefen „Was ist das?“, „Wo gibt’s das zu kaufen?“, und „Wer hat noch was zum Einwerfen?“ Ihr seht, das beste Frühwarnsystem ist machtlos gegen die hochkomplexe Dynamik einer tumben und besoffenen Masse. Da kann man dann nur noch mitziehen oder in den Keller gehen.

HORST HABICHT

GRAMPALL JOOKABOX

Scientific Cricket

Altin Village & Mine/Cargo

2007 war ein hervorragendes Jahr für Lo-Fi-Musik. Und weil man damals zwischen all dem exzellenten Vierspur-Geschrammel von Panda Bear bis zu Troy von Balthazar schnell mal den Überblick verlieren konnte, darf man das vergessene Debüt von Grampall Jookabox heute einfach noch mal neu entdecken. Eine Platte, die klingt als ob die Chipmunks Bob Dylan einen Apfel in den Mund und einen Spieß in den Arsch schieben, um ihn über einem gemütlichen Lagerfeuer zu bruzzeln, verfügt ohnehin über genügend zeitlosen Charme, dass niemand ihr Alter bemerken wird.

KATER KARLO

DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES

S/T

Denovali/Cargo

2 Seine Band „Dale Cooper Quartet & The Dictaphones“ zu nennen, ist ein ziemlich durchschaubarer Versuch, in jeder Albumrezension mindestens eine David Lynch-Referenz zu erhaschen. Wirklich nötig hätten es diese vier Franzosen nicht gehabt, denn Assoziationen zu aufgedunsenen Wasserleichen und mordlüsternen Kaninchen drängen sich bei diesem düsteren Impro-Jazz-Gefrickel ohnehin auf, oder etwa nicht? Scheiße, hoffentlich hat das mein Bewährungshelfer jetzt nicht gelesen. .

HEBREW THE GIANT