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Hacker haben einen Porno auf der Fahrplananzeige eines Bahnhofs abgespielt, in Oslo war eine ganze Flugzeug-Crew besoffen, Gabriel hat Schweiger getroffen und in Indien gab es eine wortwörtliche Hexenjagd.

von Paul Garbulski
10 August 2015, 7:51am

Hacker lassen Porno auf den Fahrplananzeigen eines Bahnhof laufen

Foto: Imago | Entertainment Pictures

Ob es der Klassiker Penispiraten auf Rektalrandale war, der am Freitagabend über die Fahrplanmonitore eines Busbahnhofs in der brasilianischen Millionenstadt Curitiba flimmerte, ist nicht überliefert. Sicher ist, dass irgendjemand das Verkehrsprogramm geknackt hat und anstatt den Abfahrtszeiten einen Hardcore-Porno spielte. Eine Viertelstunde lang konnten die wartenden Fahrgäste der digitalen Fleischeslust frönen, bis dann die Stadtbetriebe den Streifen wieder abgestellt bekamen. Noch hat sich niemand zu der Tat bekannt.

In Oslo war eine ganze Flugzeug-Crew besoffen

Diese „Flugzeug-Crew" wurde nicht betrunken aufgegriffen. Foto: Imago | Peter Widmann

Busfahrer auf Koks: Check. Lokführer mit 2 Promille: Check. Fehlt nur noch ein Vertreter der fliegenden Zunft der Personenbeförderung. Am Wochenende wurde das Trio komplett. Eine Flugzeugcrew der lettischen Air-Baltic ist vor dem Abflug ,verhaltensauffällig' geworden. Bei der Polizei in Oslo war ein anonymer Anruf eingegangen, worauf die Crew am Samstagmorgen Atemtests unterzogen wurde. Pilot, Co-Pilot und zwei Stewardessen waren über dem erlaubten Limit von 0,2 Promille. Wie viel sie drüber waren, will bislang niemand sagen. Nur eine Stewardess war nüchtern. Nach fünf Stunden Verzögerung konnten die 109 Passagiere dann mit einer neuen Crew starten.

Auf dem Schulhof eines bayrischen GymnasiumS wurde eine Naziskulptur gefunden

Eine der Statuen vor der Neuen Reichskanzlei | Foto: Bundesarchiv | Bild 146-1985-064-24A | CC-BY-SA

Unter den Künstlern war Josef Thorak, Hitlers Liebling. Der Führer ließ ihm nach Plänen Albert Speers eigens ein riesiges Atelier bauen. Dort konnte der Bildhauer seine gewaltigen Plastiken schaffen, die bestens Hitlers Größenwahn repräsentierten. Ende Mai erst wurde jenes bronzene Pferdepaar von Kunstfahndern in Bad Dürkheim entdeckt und beschlagnahmt, das früher vor Hitlers Reichskanzlei in Berlin gestanden hatte. Jetzt tauchte ein drittes Ross auf. Ursprünglich aus Thoraks Privatbesitz, wurde es 1961 von seiner Familie dafür benutzt, die Internatsgebühren des Sohnes zu zahlen. Bis heute thront das Pferd auf dem Schulhof des Landschulheims Ising am Chiemsee. Und das wird es vermutlich auch weiter tun. Das bayerische Gymnasium versteht sich als Eigentümer des Werks und denkt nicht daran, die Skulptur vom Schulhof zu entfernen.

Im Schatten von Waffenlieferungen findet Gipfeltreffen zwischen Sigmar Gabriel und Til Schweiger statt

Dass Politiker für gewöhnlich nicht schizophren werden, grenzt fast schon an ein Wunder. Man nehme das Beispiel Sigmar Gabriel: Gerade noch als Wirtschaftsminister über die Verdopplung der Waffenexporte in die arabischen Länder entschieden und schon sitzt er mit einem lässigen Polo-Hemd im hippen Soho House Berlin und versucht, mit Til Schweiger der Flüchtlingsproblematik beizukommen. Der Filmstar gab nämlich gerade erst den Bau eines Flüchtlingsheims bekannt. Nach Aussagen Gabriels wurden die Herausforderungen eines solchen Unterfangens und „rechtsradikale Hetze" besprochen.

Kokain-U-Boot mit acht Tonnen Stoff aufgetaucht

Foto: Imago | Entertainment Pictures

Die U-Boote der Kartelle bilden die technische Speerspitze im Wettrüsten gegen die Gesetzeshüter, wenn es um den Transport von Drogen geht. Übers Wochenende verbreitete sich die Nachricht, dass der US-Küstenwache so ein Wunderwerk der Ingenieurskunst ins Netz ging. Es hat 8000 Kilo Koks im Wert von 181 Millionen Dollar geladen. Zwei Tonnen samt U-Boot sanken bei dem Versuch, das beschlagnahmte Vehikel zu überführen, auf den Meeresgrund. Wie viel Aufwand und handwerkliches Geschick es braucht, um so ein Ding selbst zu basteln, erfährst du in unserer Doku.

Fünf Frauen wurden von einem Mob totgeprügelt, weil sie Hexen GEWESEN SEIN SOLLEN

Foto: Imago | Karina Hessland

In Indien wurden fünf Frauen wegen Hexerei von einem wütenden Mob mit Stöcken und Eisenstange totgeprügelt. Die Polizei nahm 24 mutmaßliche Täter im Dorf Kinjia, rund 40 Kilometer von der Hauptstadt des Bundesstaates Jharkhand, fest. Vor wenigen Wochen erst wurde im Bundesstaat Assam eine 65-jährige nachts aus ihrem Haus gezerrt, misshandelt und geköpft, weil sie angeblich eine Hexe gewesen sein soll. Von den 200 beteiligten Personen wurden 16 festgenommen. Nach offiziellen Angaben sind zwischen 2000 und 2012 mehr als 2100 Frauen wegen angeblicher Hexerei ermordet worden.

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