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"Gras kann die Musik(industrie) retten—absolut"

Ein großer Plattenladen in Kalifornien probiert das neue Geschäftsmodell direkt aus.
28.9.16

Trotz kontinuierlich steigender Absatzzahlen im Bereich Vinyl, kämpfen viele Plattenläden in den USA weiterhin um ihr Überleben. Ameoba Music, einer der bekanntesten unter ihnen, verfolgt seit zwei Jahren allerdings eine neue Strategie gegen den drohenden Bankrott: Neben Musik kannst du dort auch Marijuana in medizinischer Qualität kaufen. Ganz legal.

Amoeba Music hat zwei Läden in Kalifornien. Die Niederlassung in San Francisco ist der Vorreiter auf dem Gebiet des Musik- und Kiffbedarfes. Vor zwei Jahren fingen sie an, in einem extra Raum Cannabis zu verkaufen. Die Filiale in Berkeley hat nun ebenfalls eine Lizenz zum Verkauf erhalten.​Dafür muss allerdings der Raum weichen, in dem bisher die Jazz-Platten standen. Das sagt viel über die gegenwärtige Bedeutung des Genres aus, Kamasi Washington​ hin oder her.

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Mitbegründer Marc Weinstein begründete den Schritt mit den ökonomischen Schwierigkeiten von Läden wie Amoeba Music, die keine hippen teuren Re-Issues verkaufen, sondern rare 12-Inch-Platten. Seit 2008 haben sich die Einnahmen halbiert und die Mitarbeiterzahl von 90 auf 35 reduziert. Der Einstieg in das legale Marijuana-Geschäft sei sehr einfach und profitabel. David Prinz, ein anderer Mitgründer von Amoeba Music, sagte daher: "Gras kann die Musik(industrie) retten—absolut".

Möge es ihnen gelingen.

Sieh dir unten ein Interview mit Marc Weinstein an, in dem er ausführlicher über den Cannabis-Verkauf in seinen Shops redet:

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