Ich habe zehn Jahre lang „Vermisste Katze“-Zettel fotografiert

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Fotos

Ich habe zehn Jahre lang „Vermisste Katze“-Zettel fotografiert

Ich glaube, dass Tiere Menschen besser machen.
27.11.14

Diese Bilder wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren aufgenommen. Ich habe damit angefangen, diese Zettel zu fotografieren, falls ich mal so einer Katze über den Weg laufen sollte un den Besitzer kontaktieren müsste. Ich liebe Katzen. Meine eigene Katze war mal wochenlang verschwunden (kam aber wieder), deshalb weiß ich, wie schlimm sich so was anfühlt. Mit der Zeit war ich immer faszinierter von diesen Zetteln und darüber, was sie über die Orte aussagen, wo sie aufgehängt wurden—die Namen der Tiere, ihre Geschichten, die unterschiedlichen Arten von Postern. Aber trotz der Unterschiede—das Ritual und das Gefühl von Verlust sind überall gleich.

Vor kurzem war ich in Venedig, wo es eine Tradition gibt, Fotos von gerade Verstorbenen aufzuhängen. Wir machen das nicht, aber es gibt eine Verbindung zu den anderen Zetteln: etwas sehr privates wird mit der Öffentlichkeit geteilt. Die Bilder in dieser Menge anzuschauen macht mich ziemlich emotional, auf positive und auf negative Art. Ich glaube sowieso, dass Haustiere Menschen einfach besser machen.

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Ich habe diese Bilder nach soviel Jahren zusammengestellt, weil ich gerade meinen ersten Film abgedreht habe und etwas einfacheres haben wollte. Die Fotos wurden hauptsächlich in Gegenden Londons gemacht, in denen ich gelebt und gearbeitet habe, in Newcastle, wo ich aufgewachsen bin und auf Reisen nach New York und Venedig.

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