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Bis so guet

Öffentlich Kacken kann echt geil sein.

VICE hat es sich zur Aufgabe gemacht, das schönste Scheisshaus Zürichs zu finden. Dabei sind dann auch noch nützliche Tipps zum Gras-Auftreiben und Kleingeld-Sammeln entstanden.
29.8.13

Foto-Credit

Zürich ist ein mittelgrosser Grossstadtdschungel. Ein Gestrüpp aus zwinglianischem Bünzlitum und hedonistischem Finanzplatz. Deswegen ist es mehr als wichtig, sein Überleben mit geringen Mitteln einfacher und vor allem geldtechnisch erträglicher zu machen. Zum Beispiel musst du wissen, wo die besten öffentlichen Toiletten stehen, wen du am besten für Kleingeld anquatscht und wie du einen guten Drogendealer identifizierst.

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Die allerallerbeste öffentliche Toilette Zürichs steht kurz vor der Chinawiese. Die ist in einem funkadelischen, farbigen Würfel untergebracht. Die vom Bistro nebenan müssen diese auch Toilette benutzen. Deshalb wird die regelmässig geputzt und hat eigentlich immer genügend WC-Papier. Ich würde dir trotzdem empfehlen das stärkste Handdesinfektionsmittel bei dir zu tragen. Am besten das, das noch bisschen Haut wegätzt. Ein weiteres „gutes“ öffentliches WC steht an der Josefwiese beim kleinen Kiosk. Zum Teil gibt es da ein paar Alkoholiker. Und ein kleines Loch, direkt neben der Schüssel. Das ist für die Fixer. Um ihre Nadel sachgerecht wegzuwerfen. Trotzdem habe ich mich da bisher immer gut erleichtern können.

Das McClean am HB. Ein teures Vergnügen. Foto-Credit

Falls du es  luxuriös magst, kannst du auch am Hauptbahnhof Zürich für 2 Franken kacken gehen. Aber eigentlich ist das zu teuer. Es ist jedoch wirklich sauber. Außerdem kannst du dort Hygieneartikel in Reisegrösse kaufen. Keine Ahnung, was die Leute alles zum Kacken brauchen. Eine kleine Empfehlung: Auf der Rückseite der Shampoo Flaschen stehen spannende Sachen. An der Bahnhofstrasse kannst du bei Manor, Globus oder Jelmoli für einen kurzen Besuch vorbeischauen.

So zum Beispiel. [Foto-Credit](http://Foto: http://static.guim.co.uk/Guardian/)

Eine weitere Möglichkeit wäre folgende: du läufst an Bürogebäuden vorbei und schaust mal, ob irgendwo eine Tür auf ist. Dann schleichst du dich rein und machst dein Geschäft dort. Am besten bei einer internationalen Investment Bank, die können ruhig bisschen Scheisse abkriegen (also ab an den Paradeplatz). Von wegen kapitalistischen Schmocks, du kannst auch nett bei einem der Cafés am Limmatquai nach einer möglichen Gratistoilette fragen. Aber die sagen eh immer NEIN. Dort geben sie dir auch keine Nüssli zum Bier. Weil sich damit kein Geld verdienen lässt. Welcome to Züri!

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Und am Wichtigsten: Es gibt ganz viele Grünfläche in Zürich, wo du ganz einfach deine schmutzige Sache hinter dem Busch erledigen kannst.

Leute in Zürich für Kleingeld oder eine kurze Telefonausleihe anzuquatschen ist schwierig. Weil alle reich sind und mindestens das Iphone 5 haben. Das heisst sie sind immer misstrauisch, wenn du was von ihnen brauchst, oder sie bisschen was abgeben sollen.

Versuch's doch mal bei denen. Foto-Credit

Fehlen dir zwei Franken, stellst du dich am besten neben den Stand einer Hilfsorganisation und klaust denen die Leute weg. Und keine Angst vorm Fegefeuer, diese altruistisch motivierten Menschen bekommen ihre WG und ihr Essen von diesen professionellen Bettelanstalten gezahlt. Frag die Mitarbeiter der Hilfsorganisation doch einfach mal, wann sie das letzte Mal gespendet haben oder noch besser: Ob sie diesen Job gratis machen würden. Da brennt bei denen ganz schnell der Helm, wie der Geldbeutel und sie helfen dir aus karmatechnischen Gründen gerne weiter.

Jetzt hast du also schon mal gekackt und Geld gesammelt. Alles gratis. Du bist nun bereit dir deine Lieblingsdroge für Freizeitzwecke zu beschaffen. Von Heroin reden wir nicht, die Droge ist einfach scheisse. Du kriegst Dünnschiss und glaub mir, für Sprühwurst haben die öffentlichen Toiletten in Zürich nicht genügend Kapazitäten. Aber wie du sicher weisst, kiffen in der Schweiz alle. Das heisst, du musst nur einen Bruder oder Freund fragen, irgendwo treibst du das Gras schon auf. Und wenn das nicht klappt, kannst du immer noch Oregano kaufen und rauchen. Du hast nämlich keine Ahnung von Kiffen, oder noch schlimmer du bist ein Kind. Ein weiterer Vorteil: Du kannst den Oregano weiterverwenden und damit deine Munchies Pizza würzen.

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Zurück zum idealen Drogendealer. Suche jemanden der aussieht wie Bryan Cranston aka Walter White von Breaking Bad. Je eher die Dealer wie dein Vater aussehen, desto ernster nehmen sie das Geschäft. Die wollen nämlich nicht im Knast landen. Sie überlassen das den 18- Jährigen Möchtegern-Gangstern, die keine Familie zu ernähren haben und nicht an Krebs verrecken.

Mit diesem neuerlangten Wissen solltet ihr euch direkt ins Wochenende stürzen. Wir geben euch folgende Tipps:

Die Zürcher Galerien feiern dieses Wochenende Saisoneröffnung. Donnerstag könnt ihr ab 17 Uhr die Galerien der Innenstadt besuchen. Freitag geht es dann um 18 Uhr los. Im Löwenbräuareal und Umgebung.

Freitag kann man außerdem gut ins Kafi Z am Park gehen. GDS-Fresh Mess. Es gibt also frische Sounds auf eure Lauscher. Ab 18 Uhr.

Leider muss fast jedes Wochenende das hive erwähnt werden. Diesmal ist es der Samstag. Rakete. Unter anderem spielt Gunnar Stiller.

Samstag solltet sonst ihr in Sankt Gallen sein. Dort feiert das Modelabel einSTOFFen seinen fünften Geburtstag.

Von  Donnerstag bis Sonntag könnt ihr auch ans  gehen. Dort erwarten euch unter anderem The XX, die Artic Monkeys, Jessie Ware, Franz Ferdinand, Two Door Cinema Club, Gesaffelstein, James Blake und Skor.