Die besten Bilder einer Nacht im Bann des Blutmondes
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Die besten Bilder einer Nacht im Bann des Blutmondes

Wach bleiben hat sich gelohnt.
27.9.15

In der Nacht von Sonntag auf Montag ging über Deutschland der Blutmond auf. Astronomiefans und Hobbyfotografen kamen dank des weitgehend klaren Nachthimmels tatsächlich fast überall in Deutschland in den Genuß des spektakulären Anblicks, der sich bot, als sich die Erde genau zwischen Sonne und Vollmond schob.

Deshalb schmückte Montag Nacht ein seltener Blutmond den Himmel

Viele der Wachgebliebenen schossen voller Vorfreude schon früh in der Nacht Bilder des Vollmondes, der die Erde zusätzlich noch in einer besonders nahen Umlaufbahn kreuzte.

Unter den Hashtags #Superbloodmoon posteten Hobbyfotografen und renommierte Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Luft- und Rauhmfahrtzentrum oder die NASA wunderbare Bilder des seltenen Himmelsereignisses, das in vielen Winkeln der Erde zu bestaunen war. Hier zum Beispiel geht der Mond über der britischen Küste auf.

Ab 2:10 Uhr deutscher Zeit begann der Mond dann in den Halbschatten zu wandern und um 3:07 Uhr trat er nach und nach in den Kernschatten der Erde ein:

Ab 4:10 herrschte für über eine Stunde lang eine totale Mondfinsternis, da sich die Erde in dieser Zeit genau zwischen Mond Sonne geschoben hatte.

Dennoch war der Himmelskörper noch zu sehen und zwar in einem magisch rötlichen Schimmer: Erleuchtet wurde er von sich an der Erdatmosphäre brechendem Sonnenlicht dessen langwellige (rote) Strahlen zurück auf den Mond reflektierten. Hier ist dem amerikanischen Astrofotografen Graham Hard ein besonderer Schnappschuss des rötlichen Mondes gelungen, der gleichzeitig faszinierend präzise Details zeigt.

Bild: Imago.

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Die verschiedenen Stadien der Mondfinsternis über Berlin. Bild: Imago

Ein in China fotografierter untergehender Blutmond. Bild: Imago.

Nur für eine kleine spezielle Gruppe Internet-User war die Nacht kein voller Erfolg: Alle Verschwörungstheoretiker, die für den 28.9.2015 mit dem Weltuntergang gerechnet hatten (begründet unter anderem mit irgendetwas wirren Zahlenmustern sich häufender jüdischer Feiertage) wurden enttäuscht.

Alle anderen, die darauf gehofft hatten, sich an einem fantastischen astronomischen Schauspiel zu erfreuen, konnten schließlich frühmorgens selig ins Bett fallen.