Wer hat's gesagt: Jesus oder Xavier Naidoo?

Xavier Naidoo bezeichnet seine Heimatstadt Mannheim als das "neue Jerusalem" und auch sonst scheint er sich sehr mit dem Handwerker aus Nazareth verbunden zu fühlen.

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Jan. 3 2017, 1:19pm

Titelbild: Montage von VICE, Jesus: Waiting For The Word | Flickr | CC 2.0 | Xavier Naidoo: imago

"Dieser Weg wird kein leichter sein." Wir alle wissen, von wem dieses Zitat stammt, aber passender wäre es wohl für einen Handwerker aus Nazareth gewesen. Aber gut, Xavier Naidoo hatte auch keinen leichten Weg. Man muss aber dazu sagen, dass das großteils selbstverschuldet ist.

2012 hatten Naidoo und Kool Savas etwa nach einem Auftritt Strafanzeigen wegen Volksverhetzung und Aufruf zu Gewalt am Hals. Die Staatsanwaltschaft leitete kein Ermittlungsverfahren ein. Trotzdem distanzierten sich die beiden Musiker, nachdem sie sahen, wie viele auf das Lied reagierten. Der Text damals lautete nämlich so:

"Ich schneid euch jetzt mal die Arme und die Beine ab, und dann ficke ich euch in den Arsch, so wie ihr es mit den Kleinen macht. Ich bin nur traurig und nicht wütend. Trotzdem würde ich euch töten. Ihr tötet Kinder und Föten und ich zerquetsch euch die Klöten. Ihr habt einfach keine Größe und eure kleinen Schwänze nicht im Griff. Warum liebst du keine Möse, weil jeder Mensch doch aus einer ist? Wo sind unsere Helfer, unsere starken Männer, wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?" Auf die darauf folgende Kritik antwortete er, er verstünde nicht, wie diese Zeilen falsch interpretiert werden konnten.


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2014 behauptete Naidoo, Deutschland hätte nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Friedensvertrag abgeschlossen und sei außerdem kein souveränes Land. Als Antwort auf die darauf folgende Kritik veröffentlichte er ein Lied, in dem er seine Kritiker angriff. Im Herbst 2014 trat er schließlich bei einer Montagsdemo und bei einer Veranstaltung der sogenannten Reichsbürger auf.

Was verbindet nun Xavier Naidoo und Jesus? Naidoo nennt seine Heimatstadt Mannheim das "neue Jerusalem", seine biblischen und teils reaktionären Texte, gemischt mit überzeugtem Messianismus, lassen einen schnell an den sogenannten Erlöser denken. Außerdem hat uns ein wunderbarer Tweet auf die Idee gebracht.

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