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Features

Hat ein Lady Gaga-Hater bewiesen, dass die Billboard Charts manipulierbar sind?

Oder wie ein Internet-Troll versucht, Lady Gagas Karriere zu zerstören.

von Ryan Bassil
11 April 2014, 10:00am

Am 17. November 2013 hat „Sabrina O’Connor“ einen Artikel auf Examiner.com veröffentlicht, in dem behauptet wurde, dass Interscope, das Label von Lady Gaga, 25 Millionen Dollar für die Werbung von ARTPOP ausgegeben hat—so viel wie seit Invincible von Michael Jackson nicht mehr—was zu Entlassungen beim Label geführt hat.

Innerhalb weniger Tage wurde diese Zahl von allen möglichen Leuten, die verzweifelt genug waren, sie zu benutzen, verbreitet. Business Week, Vulture und MSN haben Storys mit dem Verlust von 25 Millionen Dollar als Aufhänger gebracht und seitdem findet man diese Zahl überall, was auch dazu beiträgt, dass Lady Gagas Platte in Analysen und Reviews einhellig als enttäuschend wahrgenommen wird.

Das Problem ist nur: Sabrina O’Connor gibt es nicht. Gaga hat der Zahl von 25 Millionen Dollar widersprochen, die Artikel sind auf vielen Seiten—trotz des Zusatzes „nach Angaben von Examiner.com“—aber immer noch verfügbar.

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Examiner.com, eine Webseite, die aus einem Netzwerk von „100.000 Mitwirkenden“ besteht, hat Beiträge von O’Connor und einer anderen Autorin mit dem Namen Angela Chang veröffentlicht—die laut Gerüchten ein und dieselbe Person sind. Cheng, die einmal schrieb, dass einer der „Top-Gründe, Madonna nicht zu mögen“ sei, dass sie „geholfen hat, Aids zu verbreiten“, hat, zusammen mit O’Connor, eine Vielzahl von Gaga-Diskreditierungen auf Examiner.com veröffentlicht.

Hier ist ein Screenshot.

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(via Buzzfeed)

Perez Hilton, bekannter Gaga-Hasser, ist auch Fan von ihr.

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Es könnte auch nur das Werk eines verrückten Madonna-Fans sein, aber am 1. Januar 2014 hat Cheng einen weiteren Beitrag veröffentlicht, in dem es hieß, dass Bill Werde, früherer Redaktionsleiter bei Billboard.com, gefeuert werden würde—eine Woche später war er Geschichte. Die Details mögen vielleicht nicht richtig gewesen sein—er wurde nicht gefeuert—aber die „Exklusivmeldung“ hat Chengs vorherigen Behauptungen etwas Glaubwürdigkeit verliehen. War Cheng also doch nicht nur ein Internet-Troll mit zu viel Freizeit, sondern eine glaubwürdige, wenn auch ziemlich voreingenommene Quelle für Informationen, die unter falscher Identität tätig war? Nachdem Buzzfeed Werde kontaktiert hat, um die Geschichte zu besprechen, hat er die Sache selbst in die Hand genommen und in der Angelegenheit nachgeforscht.

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In einem Tumblr-Post, der letzte Woche veröffentlicht wurde, gibt Werde an, dass er sowohl von Cheng als auch von O’Connor wusste, da sie ihn in ihren Beiträgen „mit unbegründeten und gänzlich unwahren Anschuldigungen, dass Billboard oder [Werde] irgendwie Gefälligkeiten von Gagas Seite erhalten hätte, um ihr eine bessere Chartpositionen zu verschaffen“ erwähnt haben.

In diesem Post sagt Werde, dass er sich an Freunde bei AEG gewandt hat—die Tour-Firma (die Gagas Konzerte im „The O2“ in London veranstaltet), der auch Examiner gehört—und beschreibt Diffamierungen und Verleumdungen:

„AEG hat gesagt, dass sie das jemanden untersuchen lassen und kurz danach sind die Storys —dank AEG und Examiner—von der Seite verschwunden. Danach erschien nichts mehr von ‚Cheng’ bei Examiner.com.“

Die Autoren-Seiten von Cheng und O’Connor wurden gelöscht, was Cheng dazu veranlasst hat, ihre eigene Webseite ins Leben zu rufen, Pop Music Gadfly. In einem Post, der vom 1. April datiert, hat Cheng Werde aufgrund seiner Investigation bezüglich ihrer Identität persönlich angegriffen—er hatte herausgefunden, dass ihr Profilbild von einem fremden Flickr-Account stammt und dass das College, das sie angeblich besucht hat, noch nie von ihr gehört hat und auch ihre angeblichen Veröffentlichungen nie erschienen sind.

„Ich habe ziemlich deutlich gemacht, dass ich diese Identität annehmen musste, um Morddrohungen von Musik-Fanatikern und Vertretern der Musikindustrie (die so schlimm wie die Mafia sind) zu vermeiden. Trotzdem sollte das nicht interessieren. Ich arbeite in dem Geschäft und kenne die Wahrheit. Ich schreibe die Wahrheit.“

Weiter sagte sie: „Wenn ich bloß irgendeine Troll-Bloggerin wäre, warum würde Werde bei Universitäten anrufen, die ich angeblich besucht habe? Warum würde er versuchen, dass ich und andere, die negative Sachen über Gaga schreiben, gefeuert werden? Warum würde er seine Freunde bei Buzzfeed und Gawker kontaktieren, um meine Geschichten zu diskreditieren? Habt ihr jemals von jemandem gehört, der so eine hohe Position in einem Verlag im Musikgeschäft bekleidet und der versucht, Artikel in Misskredit zu bringen—selbst wenn sie von angeblichen Trolls geschrieben wurden? Es scheint, als hätte Bill Werde, wahrscheinlich unter Anleitung von Gagas Team, das Ziel, irgendwelche unbekannten Autoren für den Misserfolg von ARTFLOP verantwortlich zu machen, anstatt zuzugeben, dass es ein schlechtes Album ist und die Leute genug von Lady Gaga haben.“

„Ich kann sagen, dass Bill Werde weiß, wer ich bin.“

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Warum hatte Angela Chen, eine anonyme Bloggerin, Interesse am Redaktionsleiter bei Billboard?

Cheng gibt an, dass sie Werde bei mehreren Gelegenheiten kontaktiert hat, um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, warum der Song „Dope“ von Lady Gaga es geschafft hat, in die Top 10 zu kommen, obwohl er nie im Radio gespielt und kaum über iTunes verkauft wurde?

Der Song ist auf Platz 8 der Billboard Hot 100 gelandet. Zum Vergleich, in Großbritannien ist er auf Platz 126 gelandet. Es wäre nicht verrückt anzunehmen, dass Lady Gaga mehr amerikanische als britische Fans hat; in den USA leben verglichen mit Großbritannien auch viel mehr Menschen. Trotzdem behauptet Cheng, dass es eine andere Antwort gibt:
„Ein Videoclip von ‚Dope’ wurde als Werbung vor tausenden von YouTube-Videos genutzt. Obwohl die Zuschauer den Clip zu ‚Dope’ nicht freiwillig angesehen haben, hat Billboard, unter Führung von Werde, die Views bei der Berechnung der Charts mit einbezogen.“

Seit 2013 bezieht Billboard Streaming-Daten bei der Erhebung der Hot 100 mit ein. Google—ihr wisst schon, das sind die Typen, die YouTube betreiben—gibt an, dass das Anschauen einer überspringbaren Werbung nur in die Zählung der YouTube-Abspiele mit einfließt, wenn die Werbung komplett angesehen wurde. Das würde Chengs Behauptungen nur unterstützen, wenn die besagten Werbeclips im Prinzip ganze Musikvideos wären, die komplett angeschaut werden—Messungen, auf dessen Grundlage Billboard ganz einfach die Hot 100 berechnet. Trotzdem muss man erwähnen, dass ein Billboard-Artikel, der im Februar 2013 veröffentlicht wurde, besagt, dass Streaming-Daten auch „User-generierte Clips, die autorisiertes Audiomaterial verwenden“ mit einbeziehen.

Wir haben Cheng kontaktiert, um mehr darüber herauszufinden, da sie diejenige ist, die mit Anschuldigungen um sich wirft. Das war nicht besonders schwer, da auf ihrer Seite eine Emailadresse angegeben ist. Trotzdem sollte man erwähnen, dass wir erstens, wenn man bedenkt, wie bedeckt sie sich bezüglich ihrer Identität verhält, nicht mehr als auf ihr Wort vertrauen können, dass sie es wirklich ist, die uns antwortet, und zweitens, niemand anderes sie bis jetzt interviewt hat.

Noisey: Wann wurde Gaga die Hauptquelle für Angela Changs Hass? Und warum?
Cheng: Gaga wurde zu der Zeit, als die Promo-Kampagne für ARTPOP startete, zur Quelle meines Hasses. Als „Applause“ nicht so gut lief, wie sie es gern gehabt hätte, bat Gaga ihre Fans bei Twitter, mehrere Kopien des Albums zu kaufen. Sie hat Seiten getwittert, die es erlauben, ein Video tausende Male in Playlists aufzunehmen. Und ihr Label hat nicht versucht sie aufzuhalten. In Interviews hat sie dann gesagt, dass Verkäufe oder Chartpositionen sie nicht interessieren. Das hat ihr kaum jemand übel genommen. Wenn irgendein anderer Künstler so verfahren wäre, wäre die Karriere beendet gewesen.

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Am 13. August 2013 hat Gaga ihre Fans gebeten, mehrere Kopien des Songs zu erwerben. Das ist durchaus beschissen, aber eine Vorgehensweise, die viele andere große Pop-Künstler ebenfalls verfolgt haben, und ihre Karrieren nicht beendet haben.


Mit welchen anderen Künstlern bist du unzufrieden? Was muss sich ändern?
Eine andere Künstlerin, die so ähnlich ist, ist Mariah Carey. Sie hat das System noch weit mehr als Gaga ausgetrickst. In den 1990ern und den frühen 2000ern hat Carey eine Menge Nummer-Eins-Hits gelandet, da sie ihre Singles für 49 oder 99 Cent verkauft hat, während andere Singles für mindestens 2,49 Dollar verkauft wurden. Carey gibt mit ihrem Rekord an, 18 Nummer-Eins-Hits gehabt zu haben, aber kann irgendjemand die aufzählen? Wenn sie auf die Bühne kommt oder irgendwo erscheint, lässt sie sich als „die am meisten verkaufte weibliche Künstlerin der Geschichte“ ansagen, obwohl das eine falsche Aussage ist. Ihre weltweiten Verkäufe scheinen jeden Monat um 20 Millionen zu steigen und NIEMAND hinterfragt sie deswegen. Carey hat, wie Gaga, Talent—trotzdem verlässt sie sich darauf, die Verkaufszahlen zu manipulieren, anstatt eine großartige Platte zu veröffentlichen.


Das ist ein Vorgehen, das Lady Gaga ebenfalls verfolgt hat. 2011 wurde Born This Way bei Amazon für einen Preis von 99 Cent verkauft. Obwohl Billboard ihre Regeln geändert haben, sodass Alben, die in den ersten vier Wochen für weniger als 3,49 Dollar verkauft werden, nicht für die Charts beachtet werden, hat das Lady Gaga nicht davon abgehalten, Rekorde von Verkaufszahlen in den ersten Wochen zu brechen.


Ich bin ein großer Fan von Beyoncé, aber ich glaube, dass sie ebenfalls von den Medien und der Industrie geschützt wird. Nehmen wir zum Beispiel ihren Auftritt beim Super Bowl. Jeder, mit dem ich gesprochen habe, fand, dass der Auftritt furchtbar war. Die meisten Leute bei Twitter haben gesagt, dass der Auftritt furchtbar war. Aber gab es auch nur EIN EINZIGES Review, in dem es hieß, dass der Auftritt schlecht war? Natürlich nicht. Wenn Beyoncé sich auszieht, stärkt sie damit die Frauen. Wenn Miley Cyrus dasselbe macht, ist sie eine Schlampe. Da wird definitiv mit zweierlei Maß gemessen und ich denke, dass die Musikindustrie (die Hand in Hand mit den Medien arbeitet) dafür verantwortlich ist.

Die Hauptsache, die sich ändern muss, ist, dass Künstler, genau wie ihre Plattenlabels, dafür zur Rede gestellt werden MÜSSEN. So viele Journalisten haben Angst davor, ihren Job zu verlieren, da das Magazin oder die Seite, für die sie arbeiten, auf ihre Beziehung zu den Plattenlabels angewiesen ist. Billboard, das eigentlich ein objektives Magazin sein sollte, muss aufhören ein Fanzine zu sein. Sie müssen sich bei den Charts auf die tatsächliche Popularität von Musik stützen, anstatt von den Plattenlabels mit Bullshit gefüttert zu werden.

Auf deinem Blog sagst du: „Ein Videoclip von ‚Dope’ wurde als Werbung vor mehreren tausend YouTube-Videos benutzt. Obwohl die Zuschauer nicht von selbst geplant haben, den Clip zu ‚Dope’ anzusehen, hat Billboard unter Leitung von Bill Werde die Views trotzdem in seine Charts mit einfließen lassen.“ Kannst du das ausführen? Welche Art von Video wurde abgespielt?
Danke, dass du danach fragst, denn von allen Dingen, die mit Gaga passiert sind, hat mich das am meisten verärgert. Bis heute hat niemand bei Billboard beantwortet, warum „Dope“ von Lady Gaga ein Top-Ten-Hit wurde. Billboard missinterpretiert einfach seine Charts. Ich weiß, dass Leute, die ARTPOP vorbestellt haben, „Dope“ umsonst bekommen haben. Das gleiche wurde aber auch mit Gagas beliebterem Hit „Do What U Want“ gemacht, einem Song, der wesentlich besser ankam, über den wesentlich mehr gesprochen wurde und der viel öfter gespielt und verkauft wurde, der trotzdem aber nicht annähernd die Chartposition von „Dope“ erreicht hat.


„Do What U Want“ hat es auf Platz 13 der Billboard Hot 100 geschafft.


„Dope“ wurde nie im Radio gespielt; er wurde nie offiziell als Single veröffentlicht. Irgendjemand von Billboard hat in den ATRL-Foren gepostet, dass die Video-Views von der YouTube Awards-Performance von „Dope“ durch die Decke gegangen sind und dadurch wurde es zu einem Top-Ten-Hit mit geringen Verkaufszahlen und keinerlei Airplay. Andere, mit denen ich gesprochen habe, sagen allerdings, dass das Mist ist. Ich habe viel darüber recherchiert.

In einem Artikel, der bei Billboard.com gepostet wurde, hieß es, dass „Dope“ in der ersten Woche 8,2 Millionen Streams erreicht hat; 95% davon durch YouTube-Views des Videos, in dem Gaga „Dope“ bei den YouTube Music Awards am 3. November zum Besten gibt, nicht durch den Song oder das offizielle Video.

Die „Chart Übersicht“ für Lady Gaga auf Billboard.com besagt, dass „Dope“ nur für zwei Wochen in den Charts war.

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In der Woche bevor „Dope“ seinen merkwürdigen Einstieg in die Charts geschafft hat, konnte man die Performance des Songs als Werbung vor tausenden anderen YouTube-Videos sehen. Wenn du zum Beispiel ein Video von einem Interview mit Jimmy Fallon sehen wolltest, wurde vorher der Auftritt zu „Dope“ als Werbung für die YouTube-Awards gespielt. Mit anderen Worten, die Leute hatten nie vor, sich den Auftritt von Lady Gaga anzusehen. Das ist total irreführend und der Grund, warum der Song, obwohl fast niemand ihn wirklich kennt, zu einem Top-Ten-Hit wurde. In der Woche nach diesen Werbeclips, ist der Song in den Charts wieder weit zurückgefallen. Ich glaube, dass Billboard es nicht mehr erlaubt, dass diese Werbespots die Chartposition eines Songs beeinflussen. Aber das ist ein wenig zu spät und ich bin nicht die Einzige, die ihre Integrität hinterfragt.

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Das ist ein Screenshot von der Statistik der Views von Lady Gagas „Dope“ bei den YouTube Music Awards. Seit der sehr kurzen Zeit im November 2013 (als der Song in die Charts einstieg), sind die Views praktisch nicht mehr existent. Es gibt auch zwei offizielle Versionen von „Dope“, einen Audio-Track (im Moment bei 3 Millionen Views) und das offizielle Video (im Moment bei 2 Millionen Views). Beide werden von den 15 Millionen Views für die Live-Performance in den Schatten gestellt, die alle in einer Woche waren. Lasst uns das mit dem beliebten Lady Gaga-Song „Bad Romance“ vergleichen.

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Die Zahlen sind erheblich anders. „Bad Romance“ schafft es, obwohl es vor vier Jahren veröffentlicht wurde, immer noch jeden Tag auf hunderttausende Abspiele.

Danke, Angela.

WAS BEDEUTET DAS ALSO?

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Wir wissen nicht, welche Interessen Bill Werde außerhalb seiner Arbeit bei Billboard vielleicht verfolgt, aber Cheng bringt einen guten Punkt zur Sprache, wenn auch auf merkwürdige Art und Weise.

Alle YouTube-Streams zählen mittlerweile für die Billboard-Charts und es ist möglich, dass ein überspringbarer Werbeclip vor dem eigentlichen Video zur Anzahl an Views beiträgt, was seine Chartposition potentiell beeinflussen kann. Ist es schlimm, dass Gaga nur durch ein Livevideo von ihrem Auftritt bei den YouTube-Awards, das massenhaft gesehen wurde, in die Charts gelangt ist? Das hängt von den Umständen ab.

Wenn die Views von einem Werbeclip des Auftritts bei den YouTube-Awards mit einbezogen wurden, dann hätte der Clip komplett gesehen werden müssen, um als View zu zählen. Lady Gagas Performance von „Dope“ hatte einen ähnlichen Anstieg bei den Views, wie die YouTube-Awards-Auftritte von Künstlern wie MIA und Eminem. Der Unterschied ist, dass Eminem „Rap God“ einen Monat vor seinem Auftritt herausgebracht hat, also bereits eine relativ hohe Chartposition erreicht hatte, während Gaga „Dope“ am Tag nach den YouTube-Awards veröffentlicht hat, was den Einfluss des Streams vergrößert hat.

Die Chartposition bleibt ein Zeichen für die Stärke eines Künstlers. Sie erhöht die Gagen, die Möglichkeit im Fernsehen aufzutreten und die Größe des Marketingbudgets. Natürlich ist nichts falsch daran, dass YouTube den Auftritt bewirbt und es ist ihnen überlassen, wie sie die Views zählen wollen, aber Billboard muss bei der Beurteilung, welche Views für die Chartposition zählen, unterscheiden.

Der geheimnisvolle Charakter diese Story bedeutet, dass es im Bereich des Möglichen ist, dass Angela Chen eine Reihe persönlicher Motive hat, den Namen von Billboard und Gaga in den Dreck zu ziehen, mit Beweisen, die bestenfalls unvollständig sind. Es ist auch möglich, dass sie nur versucht, Korruption in der Musikindustrie aufzudecken, und deswegen ihr Name durch den Dreck gezogen wird. Aber egal, ob es sich um eine politische Schlammschlacht handelt, Troll-Sabotage oder Anschuldigungen—diese Geschichte ist aufgrund des größeren Bilds, das es erzeugt hat, wichtig—die Billboard-Charts sind immer noch defekt.

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