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Reviews

Royal Headache—‚High‘

Ich glaube fest daran, dass Nostalgie verboten gehört, aber kein Zynismus dieser Welt wird dich davon abhalten, nach ‚High‘ nochmal deine alten Schulfotos anzuschauen.
17.9.15

Royal Headache
High
What's Your Rupture?

Das Label What’s Your Rupture? macht wundervolle Arbeit, weil sie einen Hit nach dem anderen veröffentlichen, aber das hier ist absurd. Platten wie diese verdienen kein VICE-Review, weil sie einem keine Möglichkeit bieten, sich über Schwächen hinterrücks lustig zu machen. Aber ich gebe mir Mühe. Diese Band ist klar und einfach: vier Australier mit kurzen Künstlernamen an Gitarre, Bass, Drums und Amps, die Monster-Hooks raushauen, die die Luft aus jedem Zimmer saugen. Die Produktion klingt, als würde eine dünne Koks-Schicht drüberliegen, die die Dringlichkeit noch verstärkt und die Platte so klingen lässt, als hätte man einen Blitz in einer Flasche gefangen. Live fast, play faster und hoffentlich bist du eine Legende, wenn du stirbst. Genau diese Rock’n’Roll-Weisheit ist Teil von High. Die Beziehung zwischen Hormonen und Riffs, die Alex Chilton schon in „Thirteen“ erkundet hat, ist der Kern jedes Songs und das passend betitelte „Little Star“ ist damit wie ein Schlag vor die Brust. Ich glaube fest daran, dass Nostalgie verboten gehört, aber kein Zynismus dieser Welt wird dich davon abhalten, danach nochmal deine alten Schulfotos auf Facebook anzuschauen.

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